Diät bei Alzheimer: Proteinarme Ernährung verringert Demenz

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Die richtige Diät kann bei einer Alzheimer-Erkrankung helfen.
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Chronische Gehirnerkrankung

Alzheimer ist eine chronische Erkrankung des Gehirns, die zur Demenz führt. Sie gilt bislang als unheilbar – nur die Symptome können beeinflusst werden. Auch eine Diät, die auf proteinarme Ernährung setzt, könnte dabei helfen, Demenz zu drosseln.

Proteinarme Ernährung verbessert kognitive Leistungen

Eine spezielle Diät, die auf eine proteinarme Ernährung setzt, könnte dabei helfen, das Voranschreiten von Alzheimer zu verlangsamen. Zu diesem Ergebnis kommt eine erste Studie der University of Southern California, die diese Theorie an Mäusen mit alzheimerähnlichen Symptomen getestet hat.

Dabei zeigten die Tiere, die nur wenige Proteine gefressen hatten, deutlich bessere kognitive Leistungen. Auch im Gehirn zeigten sich Unterschiede: So wiesen bei den gedächtnisstarken Tieren weniger Nervenzellen das defekte Protein "Tau" auf. Dieses sammelt sich typischerweise im Gehirn von Alzheimer-Patienten an.

Perspektive für Betroffene: Diät bei Alzheimer einfach umzusetzen

In Deutschland sind knapp eine Million Menschen von Demenz betroffen. Forscher schätzen, dass die Zahl neuer Alzheimer-Erkrankungen in den kommenden Jahren noch drastisch ansteigen wird. Eine solche Diät könnte bei zukünftigen Patienten eine höhere Lebensqualität über einen längeren Zeitraum gewährleisten – gerade in Kombination mit bereits bewährten Therapieformen wie beispielsweise Medikamenten oder Gedächtnistraining kann die proteinarme Ernährung hilfreich sein. Allerdings, so betonen die Wissenschaftler, müsse die Diät-Studie erst an einer größeren Zahl Probanden verifiziert werden, bevor sie von einem Arzt als Therapiemaßnahme eingesetzt kann.

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