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Aqua Zumba – Merengue unter Wasser

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SHAPE-Test: Aqua Zumba

Musik an und ab in's Wasser! Das Zumba-Fieber ist vom Tanzstudio ins Schwimmbad übergeschwappt - wie erfrischend! SHAPE-Online-Mitarbeiterin Franziska hat den Test gemacht und beim Aqua Zumba zu heißen Rhythmen die Hüften unter Wasser geschwungen!

Aqua Zumba – wie soll das denn zusammengehen? Das ist zugegeben der erste Gedanke, der mir zu der Trendsportart durch den Kopf schießt. Denn bei Aqua-Fitness denke ich nicht zwangsweise an sexy Hüftschwünge und leichtfüßige Salsa-Schritte. Dementsprechend skeptisch bin ich auch bei meiner Begegnung mit Aqua-Trainerin und Zumba-Instructor Sandra Leser, bei der ich die Zumba-Wasservariante teste.

Da am Testtag die Sonne vor dem „BAL 91“-Studio erbarmungslos scheint, freue ich mich auf ein Workout im kühlen Nass des hauseigenen Pools. Die „normalen“ Zumba-Kurse – also die Tockenübungen – mit ihren Grundschritten und Armbewegungen kenne ich natürlich schon. Ich fühle mich also bereit das Schwimmbecken in eine Tanzfläche zu verwandeln.

Aqua Zumba im Test

Die typischen Zumba-Rhythmen klingen durch die Schwimmhalle und mir wird schnell klar, dass ein Workout im Element Wasser eine ganz andere Nummer ist. Obwohl die Trainerin mir zu Beginn erklärt hat, dass die so unterschiedlichen Trainingskonzepte hervorragend zueinander passen und gerade die tänzerische Leichtigkeit des Zumba im Wasser zum Tragen kommt, fühlen sich vertrauten Bewegungen als Wasser-Varianten komplett anders an. Und ich mich wie ein Nilpferd beim Wasserballett!

Bei den ersten Klängen sind meine Bewegungen noch ziemlich unkoordiniert und an heiße Tänze und Zumba-Feeling ist nicht zu denken. Auch mit der Schnelligkeit einiger Choreographie-Passagen habe ich anfangs zu kämpfen. Allerdings entspannt mich Sandra ungemein, wie sie strahlend und entspannt am Beckenrand die Bewegungen vorturnt und nach einer Viertelstunde bin auch ich im „Be happy, it’s Zumba-Time“-Modus angekommen.

Und siehe da, vor allem die typischen Armbewegungen wie zum Beispiel die „Beto-Shuffle“ erscheinen mir aufgrund des Wasserwiderstandes wesentlich effektiver und sinnvoller als beim Zumba an Land. Seine Armmuskeln kann man beim Aqua-Zumba definitiv stärken, denn es erfordert einige Kraft, die Bewegungen auszuführen – und das ganze Workout über mit der gleichen Intensität dabei zu bleiben.

Doch die für Zumba typischen Drehungen und schnellen Richtungswechsel empfinde ich im Wasser auch nach der Eingewöhnung als eher problematisch. Sie erinnern eher an unkoordiniertes Planschen als an Krafttraining.

Mein Fazit: So ein Wasser-Workout ist überraschend anstrengend und gerade bei den heutigen Temperaturen bin ich nach dem Kurs froh, nicht in der Rolle von Trainerin Sandra zu stecken, die am Beckenrand ordentlich ins Schwitzen gekommen ist. Ausgepowert aber erfrischt verlasse ich nach der 45-minütigen Zumba-Party das Fitnessstudio – und kann mir durchaus vorstellen an dem ein oder anderen heißen Sommertag meinen Fitnesskurs ab nun in den Pool zu verlegen.

Interview mit Sandra Leser

SHAPE: Was ist das Besondere an Aqua Zumba?

Sandra Leser: Aqua Zumba verbindet das Trend-Workout Zumba mit der Leichtigkeit von klassischer Aqua-Fitness. Dadurch wird Zumba für alle zugänglich, denn auch Menschen, die aufgrund von Gelenk- oder Muskelproblemen kein Tanz-Workout an Land durchziehen können, haben durch die Verlagerung ins Wasser die Chance, Zumba kennen zu lernen.

Worauf zielt das Training ab?

Aqua Zumba ist in erster Linie klassisches Kraft-Ausdauer-Training. Durch seine Bewegungsabläufe bringt es nicht nur den Puls ordentlich auf Touren, sondern strafft auch Arme und Beine.

 
Aqua-Trainerin und Zumba-Instructor Sandra Leser

Worauf sollte man beim Workout besonders achten?

Das Tolle am Konzept ist, dass es eigentlich keine großen Regeln gibt. Jeder kann mitmachen, die Übungen sind tänzerisch, spielerisch und sollen einfach Spaß machen.

Ist das Trainingskonzept für jeden geeignet?

Absolut! Durch die Sanftheit und die Leichtigkeit des Wassers kann jeder einen Aqua Zumba-Kurs besuchen.

Wie häufig sollte man pro Woche trainieren?

Wenn man wirkliche Erfolge sehen will, sollte man bereit sein, drei Mal pro Woche einen Kurs besuchen.

Ab wann stellen sich erste Trainingserfolge ein?

Gerade bei einem Aqua-Kurs spielt die selbstgewählte Intensität eine sehr große Rolle. Allerdings sind Erfolge bei Aqua-Fitness nach kürzerer Zeit sichtbar, da das Gewebe durch die Wassermassage stärker durchblutet und so sichtbar schneller gestrafft wird. Zusätzlich werden durch den Wasserwiderstand mehr Muskelgruppen beansprucht. In Kombination mit der richtigen Ernährung kann man so bereits nach zwei Monaten deutliche Veränderungen feststellen.

Mit welchen anderen Sportarten könnte oder sollte man Aqua Zumba im Idealfall kombinieren?

Da Aqua Zumba kein pures Kraft- oder Ausdauertraining darstellt, muss nicht zwangsweise ein Ausgleich geschaffen werden. Für eine bessere Kondition und mehr Ausdauer kann man aber noch ergänzend ein Walking- oder Lauftraining mit in seinen Trainingsplan packen.

Wie wurden Sie auf diese Trainingsform aufmerksam?

Ich bin bereits seit 1999 ausgebildete Aqua-Fitness-Trainerin. Durch den Zumba-Boom wurde der Trendsport auch in den Aqua-Bereicht übertragen. Da ich ebenfalls die Lizenz zum Zumba-Instructor besitze, war die Verknüpfung nur logisch.

Seit wann gibt es Aqua Zumba in Deutschland?

Das Konzept gibt es bereits seit 2001 in Deutschland, durch den Hype vor einigen Jahren kam der Stein allerdings erst so richtig ins Rollen. Ich gebe den Aqua Zumba-Kurs seit 2011 in verschiedenen Studios und die Teilnehmerzahlen waren von Anfang an hoch und halten sich stabil.

Wird sich das Konzept auch hier als Trend durchsetzen?

Ich bin fest davon überzeugt, dass Aqua Zumba seinen festen Platz in der Aqua-Fitness beibehalten wird, da es keine verrückte, kurzzeitige Trendsportart ist, sondern eine neue Form der früheren Aqua-Dance-Programme darstellt. Die Bewegungen sind ideal fürs Wasser und begeistern die Teilnehmer. Aqua Zumba wird also bleiben!

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