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Dänemark macht einfach glücklich

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Reise: Dänemark

Klettern, Kajaking, Surfen oder Segeln – Dänemark ist ein wahres Eldorado für Outdoorfans und punktet zudem mit einer zauberhaften Inselwelt, Südseekulisse inklusive!

Dänen sind das glücklichste Volk Europas

Schon gewusst?“, fragt mich Activity-Guide Nadja mit ihrem strahlendsten Lächeln, „wir Dänen sind das glücklichste Volk in Europa, vor den Italienern und den Schweizern. Das hat eine Studie unter 13 Ländern ergeben.“ Und Deutschland? „Liegt weit hinten, auf Platz neun.“ Ich verstehe das!

Die schönsten Urlaubsfotos aus Dänemark sehen Sie in der Galerie (16 Bilder):

Im Augenblick gehöre nämlich auch ich zu jener Gruppe meiner Landsleute, die eher skeptisch in die Zukunft blicken. Ich balanciere gerade zwölf Meter hoch über dem Boden auf einem sehr schmalen und sehr wackeligen Drahtseil durch den Wald, gesichert nur mit einem kleinen Karabinerhaken, der mein Gewicht ganz sicher niemals aushält! Statt Glückshormonen jagt momentan eher Angst-Adrenalin durch meinen Körper. Allerdings, wie von Nadja vorhergesagt, überstehe ich den Hochseil-Parcours auf der Insel Møn natürlich völlig unbeschadet.

Und als wir kurz darauf mit dem Mountainbike an der spektakulären Steilküste entlangradeln, bin ich auf dem gleichen Glückslevel wie unsere nordischen Nachbarn: Direkt unter uns liegen die beeindruckenden Kreidefelsen von Klint, dazu weißer Puderzuckerstrand und leuchtend türkisfarbenes Wasser – ein Anblick, der eher an die Südsee erinnert als an Skandinavien!

Grünes Märchenland aus 407 Inseln

Die 220 Quadratkilometer große Insel Møn ist der erste Stopp auf meiner Reise durch Dänemark. Zur Orientierung: Das Königreich ist etwas größer als die Schweiz und besteht, abgesehen vom Festland, das an Deutschland grenzt (Jütland), ausschließlich aus Inseln, 407 Stück insgesamt. Sie sind durch Brücken, Dämme oder Fähren miteinander verbunden. Die Hauptstadt Kopenhagen etwa befindet sich auf Seeland, etwas südlich davon liegt Møn.

Mein nächstes Ziel ist Fünen, rund 120 Kilometer weiter westlich. Die 2.985 Quadratkilometer große Heimatinsel des Schriftstellers Hans Christian Andersen ist ein echtes Märchenland: sanfte grüne Hügel, dazwischen leise plätschernde Bäche und kleine Seen, bunt blühende Blumenwiesen, wunderschöne alte Windmühlen sowie prächtige Schlösser und Herrenhäuser. Und die putzigen kleinen Dörfer mit ihren reetgedeckten Häuschen sehen so aus, als käme gleich Schlumpfine aus der Haustür!

Die Insel bietet auch eine große Palette an sportlichen Aktivitäten. Ich entscheide mich zunächst für einen kleinen Segeltörn an der Küste entlang. Auf einem historischen Holz-Schoner geht es dabei drei Stunden lang durch die südfünische Inselwelt, die aufgrund ihrer landschaftlichen Schönheit „dänische Südsee“ genannt wird.

Anschließend miete ich mir ein Bike und mache eine Tour zu den beeindruckendsten Schlössern der Insel. Manche davon kann man besichtigen (zum Beispiel Schloss Egeskov in Kværndrup), in einigen sogar übernachten (Schloss Broholm bei Gudme).

Zuletzt teste ich Seekajaking. Kann ja nicht so schwer sein, schließlich saß ich schon oft in Kanu und Co. Von wegen – das ist eine ganz andere Liga: Die schmalen Sport-Geschosse sind derart wackelig, dass man jede Sekunde Angst hat umzukippen und ins Meer zu plumpsen! (Und das ist nicht erstrebenswert, denn die Ostsee hat hier, selbst im August, nur klirrend kalte 16 Grad.)

Schokolade, Speck und Shopping

Fünen gilt auch als dänisches Schlemmer-Paradies. In der Molkerei „Gundestrup Mejeri“ in Vester Skerninge zum Beispiel macht man aus Molke Bier (schmeckt genau wie normales Bier!) und die Spezialität geräucherten Frischkäse (www.mejeri-bryg.dk). In Faaborg bei „Konnerup Chokolade“ zaubert der Schoko-Meister Henrik ungewöhnliche Kreationen wie Whisky-, Lakritz- oder Aceto-Balsamico-Pralinen (www.konnerup-co.dk).

Ein Stück weiter am Hafen kredenzt das Restaurant „Rogeri“ frischen Fisch und Meeresfrüchte. Unbedingt muss man auch einmal das mächtige Faaborg-Omelette im Restaurant „Tre Kroner“ gegessen haben (www.tre-kroner.dk). Mit Tomaten und bergeweise krossem Speck obendrauf, dazu Schwarzbrot plus Butter und ein gepflegtes fünisches Bier. Nicht gerade ideal für die Bikini-Figur, aber sehr lecker!

Shoppen kann man übrigens auch hervorragend. Zart nach Lavendel, Jasmin oder Marzipan duftende Naturseifen findet man im Laden des „B & B Solbjerggård“, hinreißende Hüte designt Grete Hjorth in Millinge und Recycling-Taschen aus Autoreifen bastelt Tanja Schrøder in ihrem Hof bei Tranekær.

Reiten und Relaxen

Perfekt für Badefans ist die 129 Quadratkilometer kleine Insel Rømø ganz im Westen des Landes. Sie besteht fast nur aus langen, goldenen Dünen-Stränden, flankiert von würzig duftenden Pinienwäldern und lila blühenden Heidekrautbüschen. Es gibt reichlich Hotels und Ferienhäuser, Restaurants und Bars.

Und die Insel ist ein beliebtes Reit-Revier, zum „Hotel Kommandørgården“ etwa gehört ein Gestüt mit 120 Islandpferden! Dort buche ich einen geführten Ausritt. Da es mit meinen Galoppierkünsten nicht so weit her ist, bekomme ich Vikingur zugeteilt, einen 16 Jahre alten braven Hengst. Er trägt mich geduldig zwei Stunden lang durch den Wald und am Strand entlang – herrlich!

Die nächsten zwei Tage platziere ich mich auf meinem Handtuch an der Westküste von Rømø am Havsand-Strand. Er ist knapp neun Kilometer lang und mit über zwei Kilometern Nordeuropas breitester Beach. Dort beobachte ich die Kite-Buggies und Strandsegler, die pfeilschnell über den Sand flitzen, und es gibt sogar Seehunde, die sich ganz in meiner Nähe in der Sonne aalen!

Wo sich Nord- und Ostsee treffen

Mit einem Abstecher zur malerischen Seenplatte von Silkeborg im Landesinneren fahre ich im Anschluss einmal längs durch Jütland zum nördlichsten Punkt von Dänemark. In Grenen bei Skagen kann man mit einem Bein in der Nord- und dem anderen in der Ostsee stehen, denn dort treffen beide Meere aufeinander.

Skagen selbst ist ein entzückendes ehemaliges Fischerdorf mit roten Backsteinhäusern, Cafés, Shops und Galerien. Und man präsentiert hier stolz Dänemarks nördlichste Brauerei, das „Skagen Bryghus“. Da sitzt man auf Bierbänken, trinkt frisch gezapftes Øl und dazu spielt zünftige Blasmusik (skagenbryghus.dk).

Per Bike durch die Hauptstadt

Als krönenden Abschluss meiner Reise gucke ich mir noch Kopenhagen an. Ich spare mir die 500 Kilometer lange Autofahrt dorthin und nehme stattdessen die Schnellfähre ab Ebeltoft (200 Kilometer südlich von Skagen, um 105 Euro/45 Minuten, www.mols-linien.dk). Kopenhagen ist von einem weitläufigen Netz aus Radwegen durchzogen, deshalb miete ich mir zur Stadterkundung ein Bike.

Los geht’s im Zentrum in der Shopping-Straße und Flaniermeile Strøget. Von da düse ich zum Königspalast Amalienborg, besuche die hübsche Hafenmeile Nyhavn mit ihren bonbonbunten Häuschen, netten Bars und Cafés und die kleine Meerjungfrau, das Wahrzeichen der Stadt. Letzter Stopp ist der Vergnügungspark „Tivoli“ (Eintritt: um 15 Euro, www.tivoli.dk). Seit dem 19. Jahrhundert ist er ein Magnet für Besucher, mit Fahrgeschäften, Casino, Konzerthalle und Theater. Fürs leibliche Wohl sorgen 46 Bars und Restaurants.

Apropos: Wer denkt, die dänische Küche bestehe primär aus Pølser (eine Art Hotdog) und Smørrebrød (belegtes Brot), der irrt. Das Kopenhagener Zwei-Sterne-Restaurant „Noma“ wurde 2010 und 2011 aufgrund seiner hervorragenden „Nordic Gourmet Cuisine“ zum besten Restaurant der Welt gewählt (www.noma.dk)! Der Schwerpunkt liegt auf Fisch, Geflügel und Rind, veredelt mit heimischen Kräutern und Gewürzen. Nach einem Quick-Check meiner Reisekasse gönne ich mir dort zum Abschied noch ein Dinner. Es kostet zwar 200 Euro, dafür besteht es aus sagenhaften 20 Gängen! Ich meistere das Mega-Menü und bin danach nicht nur sehr satt, sondern auch ... sehr dänisch glücklich.

 
Bungalow im „Hotel Kommandørgården“

Travel Tipps

Flug

Ab 99 Euro, www.flysas.de

Hotels

Fünen: „B & B Johan Ludvigs“: mit großem Garten, neben Schloss Brahetrolleborg bei Faaborg, DZ/F ab 76 E, www.johanludvigs.dk; „Tranekær Slotskro“: gemütlicher Gutshof, DZ/F ab 128 Euro, www.tranekaerkro.dk; „Schloss Broholm“: Nobelherberge mit eigenem Gestüt, DZ/F ab 241 Euro, www.broholm.dk; Rømø: „Hotel Kommandørgården“: Ferien-Resort direkt am Meer, DZ/F ab 107 Euro, www.kommandoergaarden.dk;

Skagen: „Brøndums Hotel“: historisches Haus nur 100 Meter vom Strand, DZ/F ab 141 Euro, www.broendums-hotel.dk;

Kopenhagen: „Admiral Hotel“: maritimer Stil plus Edel-Restaurant, DZ/F ab 151 Euro, www.admiral-hotel.dk; „Bertrams Hotel Guldsmeden“: stylish und zentral im Künstlerviertel Vesterbro, DZ/F ab 205 Euro, www.hotelguldsmeden.com; Special: Hotelboot „CPH Living“ im Hafen, mit Sonnendeck und schicken Kabinen ab 134 Euro, www.cphliving.com

Mietauto

Ab 90 Euro/Tag, ab 209 Euro/7 Tage, www.autoeurope.de

Event

„Roskilde Festival“: mit Stars wie Björk, Bruce Springsteen und The Cure, 5.–8.7., www.roskilde-festival.dk

Infos

www.visitdenmark.com, www.visitcopenhagen.com

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