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Florida - Im Kajak durch die Everglades

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Reise: Florida

Lust auf Sommer, Sonne und Karibik-Feeling? In Miami hat es im März schon herrliche 26 Grad und als Zugabe gibt’s kilometerlange Palmenstrände, wunderschöne Nationalparks und ein riesiges Sportangebot.

Miami Beach, zehn Uhr morgens, ich begrüße den Strand mit einer Joggingrunde. Die Sonne strahlt, der Beach ist menschenleer und ich fühle mich megasportlich. Doch dann kommt mir eine Läuferin entgegen – ganz schön fix unterwegs ist die, viel schneller als ich! Gerade ziehe ich mein Tempo an, da läuft ein weiterer Jogger locker an mir vorbei – ich höre ihn nicht einmal atmen!

In der Galerie sehen Sie Bilder von der Reise (15 Bilder):

Jetzt komme ich mir doch eher vor wie ein keuchender Kartoffelsack: Jeder hier wirkt wie aus „Baywatch“ entsprungen – jung, schön und top trainiert von der Augenbraue bis zur Zehenspitze. Hilfe, um so auszusehen, bräuchte ich 20 Jahre Personal Training plus alle verfügbaren Schönheits-OPs und tägliche Besuche im Beauty-Salon!

Verjüngung im Spa-Hotel

Da hilft nur ein schneller Rückzug in mein Hotel „Canyon Ranch“, wo das hauseigene Gym direkt am Strand liegt – ein Eldorado für Fitness-Fans. Hier werden täglich über 40 Kurse angeboten: Ballett und Kickboxen, Kletter-Bootcamp, Pilates, Power-Yoga – alles im Zimmerpreis inklusive. Nicht zu vergessen das 6.500 Quadratmeter große Spa.

Die begehrteste Behandlung dort ist die „Native American Dreamtime“: Sie soll in 100 Minuten um zehn Jahre jünger machen. Das muss ich testen! Kurz darauf im Wellness-Bereich verteilt Therapeutin Maggy zunächst eine Mineralien-Körperpackung auf meiner Haut. Dann verfrachtet sie mich in die „Time Capsule“, eine Kunststoffwanne mit Klappdach, das über mir geschlossen wird, nur der Kopf guckt raus.

Entspannung bei Dampf und Massage

Ich lerne, dass es sich hierbei um die moderne Version einer indianischen Schwitzhütte handelt. Innen verströmt sie Dampf, dadurch sollen Körper und Geist gereinigt und positive Energien erzeugt werden. Maggy massiert mir dazu den Kopf. So weit, so angenehm. Nach 20 Minuten entsteige ich der Zeitkapsel wieder und bekomme noch eine Body-Massage.

Ob das mit der Verjüngung so funktioniert hat – darüber kann man streiten. Aber die innere Reinigung hat mir auf jeden Fall großen Appetit gemacht. Und den stille ich sofort mit einem XL-Burger. Äh, das Beachfigur-Training kann ja bis morgen warten.

Sixpack am Strand

Tatsächlich stehe ich am nächsten Tag bei Sonnenaufgang am Beach und übe Qigong. Ich versuche, mit einem imaginären Ball zwischen den Händen meine Wünsche zu visualisieren (aussehen wie Gisele Bündchen!), meine Willenskraft zu aktivieren (jeden Tag Sport machen!) und korrekt zu atmen (nicht in die Brust, in den Bauch!).

Leider bin ich etwas unkonzentriert. Schuld ist Fitnesstrainer Jeff. Ich muss dauernd wie paralysiert auf seine Muskeln starren: dieser Bizeps, dieser Waschbrettbauch – da kann doch kein Mensch an richtiges Atmen denken! Ich gebe auf und gehe auf der Hotelterrasse frühstücken: Müsli und Mango-Smoothie, dazu der Blick aufs türkisfarbene Meer – der perfekte Start in den Tag.

Später gehe ich eine Runde zum Climbing an die Kletterwand im Gym und nehme eine Zumba-Stunde. Das Training aus Aerobic und Latino-Tanzelementen wie Samba, Salsa und Merengue pusht den Energielevel – und die Laune! Den Nachmittag verbringe ich danach ganz entspannt am Strand – mit Aussicht auf Sixpack-Jeff, der eine Beach-Bootcamp-Stunde gibt.

Filmkulisse

Am Morgen darauf miete ich mir ein Bike und starte zum Sightseeing in der Stadt. Wer Miami sagt, meint üblicherweise South Beach, den südlichsten Strandabschnitt der City, von den Einheimischen kurz „SoBe“ genannt. Hier sieht es aus, als wäre man in einer Folge von „Miami Vice“ gelandet: Am Meer entlang führt der berühmte Ocean Drive, eine Flaniermeile mit schicken Bars, Restaurants und jeder Menge Boutiquen.

Dazwischen stehen die typischen bonbonfarbenen Hotels im Art-déco-Stil der 30er-Jahre. Und der Strand selbst ist ein Open-Air-Gym, wo sich jeder sportlich zu betätigen scheint: beim Walken, Volleyballspielen oder Surfen – kein Wunder, dass hier alle so gut in Form sind!

See you later, Alligator!

Mein nächstes Ziel liegt nur 40 Kilometer westlich von Miami: die Everglades, ein 6.100 Quadratkilometer großer Nationalpark, der über 360 Vogel-, 50 Reptilien- und 40 Säugetierarten beheimatet. Hier leben Seekühe und Schildkröten, Schwarz- und Waschbären, Flamingos, Pelikane – und Alligatoren! Idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in das Naturschutzgebiet ist Everglades City.

Die „Stadt“ zählt nur 500 Einwohner, eine Handvoll Restaurants und Hotels. Ich quartiere mich im „Ivey House“ ein, das auch Exkursionen anbietet: Wandern, Fischen oder einen Trip mit dem Airboat. Ich entscheide mich für eine Kajak-Tour. Treffpunkt ist am nächsten Morgen um sieben Uhr an der Rezeption, von da geht es 15 Minuten im Mini-Bus in die Everglades. Wir sind zu acht, eine bunt gemischte, internationale Truppe.

Nach einer äußerst beruhigenden Einführung von Guide Liz („Alligatoren fressen nur selten Menschen!“) paddeln wir los. Es ist ein wunderschöner Ausflug: Drei Stunden cruisen wir durch die tropische Sumpflandschaft, das Ufer gesäumt von Palmen und Mangroven. Plötzlich ein Alligator, direkt vor uns im Wasser! Ich wage kaum zu atmen. Was, wenn ich jetzt kentere? Doch das Reptil blinzelt nur träge, taucht ab und verschwindet.

Aber es gibt ja noch ein anderes gefährliches Wesen hier: den Skunk Ape (Stinktier-Affe), ein haariges Monster, das bis zu drei Meter groß werden soll! Wirklich bewiesen wurde seine Existenz nie, aber wenn man in Everglades City abends in einer Bar sitzt, trifft man garantiert jemanden, der ihn schon mal gesehen hat, den Ape. Und mit jedem Drink wird er größer.

Fitness-Mekka

Nach so viel Abenteuer steht mir wieder der Sinn nach Strandleben. Ich fahre weiter nach Naples (60 Kilometer westlich). Das entzückende Städtchen bietet alles, was man für Beach-Ferien braucht: eine hübsche Innenstadt zum Bummeln, schöne Hotels und einen Endlos-Puderzuckerstrand am Golf von Mexiko. Außerdem ist es der Ort in den USA, wo Frauen am längsten leben: Im Schnitt werden sie hier 86 Jahre alt! Woran das liegt? An Sonne und viel frischem Fisch, heißt es.

Und Sport: Biken und Golfen, Stand-up-Paddling oder Surfen sind zum Beispiel im Angebot. Bestimmt trägt aber auch mein neues Lieblings-Workout zur Langlebigkeit bei. Es heißt F.I.T. (Fun Inspirational Training) und wurde in Naples erfunden. Nach dem Motto „Hauptsache, es macht Spaß“ praktiziert man dabei Übungen, die jeder beherrscht. Völlig ohne Druck nach dem persönlichen Fitness-Level, mal mit, mal ohne Gewichte. Und vor allem: am Strand!!

Chillout in Key West

Zum Schluss der Reise gucke ich mir die Florida Keys an. Die karibisch anmutenden Inseln südlich von Miami sind durch den Overseas Highway miteinander verbunden, die 200-Kilometer-Fahrt ist spektakulär! Die letzte Insel der Kette ist Key West. Hier trifft sich ein buntes Völkchen aus Sportlern und Party People. Heißt: tagsüber Tauchen, Segeln oder Windsurfen, abends Pub Crawl in der Duval Street.

Die Straße weist eine ähnliche Kneipendichte auf wie Düsseldorf! In Kult-Pubs wie „Sloppy Joe’s“ oder „Irish Kevin’s Bar“ wird täglich Livemusik gespielt und gefeiert, als gäbe es kein Morgen. Ach ja, shoppen kann man natürlich auch: Von Beachwear bis Cocktaildress ist alles zu haben. Mein Versuch, einen Bikini zu kaufen, ist allerdings nicht von Erfolg gekrönt. Die Verkäuferin guckt ratlos an mir herunter und hält mir ein überdimensionales Oberteil vor die Brust. „No way“, sagt sie, „Tops in S führen wir nicht. In Florida trägt man Körbchengröße XL.“

Hm. Die ist wohl mit etwas brustmuskelfördendem Paddleboard-Yoga kaum zu erreichen, dafür müsste ich mich schon unters Messer legen. Aber nein, das ist mir ein neuer Bikini aus Florida dann doch nicht wert.

Travel Tipps

Flug

ab 476 Euro, www.airfrance.de

Einreise

Pass und Einreisegenehmigung „ESTA“ (11 Euro, https://esta.cbp.dhs.gov)

Hotels Miami

„Canyon Ranch Hotel & Spa“: Fitness-Oase mit vier Pools, Übernachtung/Frühstück ab 104 Euro, www.airtours.de

„Gansevoort Miami Beach“: Stylisches Strandhotel plus Rooftop-Pool, Übernachtung ab 87 Euro, www.dertour.de

„The Albion“: Art-déco-Legende in South Beach, ein Block von der Shopping-Meile Lincoln Rd., Übernachtung ab 53 Euro, www.fti.de

Hotels Everglades City

„Ivey House“: B&B mit eigenem Kajakverleih, Doppelzimmer/Frühstück ab 76 Euro, www.iveyhouse.com

Hotels Naples

„Edgewater Beach Hotel“: Elegantes Resort in North Naples, Übernachtung ab 80 Euro

„Bellasera Hotel“: in mediterranem Stil, Nähe Zentrum, Übernachtung/Frühstück ab 58 Euro, beide über: www.dertour.de

Hotels Key West

„La Mer Hotel & Dewey House“: exklusives B&B direkt am Beach, Übernachtung/Frühstück ab 112 Euro, www.hrs.de

„Southernmost on the Beach“: Beste Strandlage in Key West, Übernachtung ab 89 Euro, www.fti.de

„Heron House Court“: hübsches historisches B&B, Übernachtung/Frühstück ab 59 Euro, www.meiers-weltreisen.de

Mietauto

Sieben Tage ab 132 Euro, www.autoeurope.de

Infos

www.miamiandbeaches.com, www.paradisecoast.de, www.fla-keys.de

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