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Ist "vom Land" auch wirklich besser?

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Verbraucherschützer schlagen Alarm

Was heißt dieser "vom Land"- Zusatz überhaupt? Experten sagen: Hier werden Verbraucher richtig schön veräppelt!

"Frisch vom Land" - immer mehr Produkte werben mit diesem Slogan. In den Supermarkt-Regalen stehen die "Land-Bockwürste" neben den "Landgurken", der "Landlust-Tee" neben den "Landeiern". In der Gemüse-Abteilung möchten "Kartoffeln vom Land" mitgenommen werden. Doch was soll das alles? Man fragt sich: Von wo sollen die Kartoffeln denn sonst kommen - wenn nicht vom Land? Aus der Stadt? Direkt auf der Hauptverkehrsader geerntet? Oder soll dieser Zusatz suggerieren, dass die Produkte aus dem umliegenden Land stammen? Und somit besser, gesünder und für die Umwelt vorteilhafter sind?

"Vom Land" - oftmals eine bewusste Verbraucher-Täuschung

"Tatsächlich soll dieses ,vom Land' den Eindruck erwecken, dass die Lebensmittel aus der Region stammen", sagt Andrea Danitschek von der Verbraucherzentrale Bayern. Aber: "Häufig ist es so, dass die Fabrik in der Region steht, aber die Rohstoffe aus der ganzen Welt kommen", so Danitschek. Das Schlimme: Offiziell kann man gegen so eine Verbraucher-Täuschung zurzeit gar nichts unternehmen. "Denn leider sind die Begriffe ,Land' oder ,ursprünglich' keine geschützten Begriff e", sagt Andrea Danitschek. Die Zeitschrift "Ökotest" hat die selbst ernannten Land-Produkte einmal untersucht und festgestellt: Von 53 eingekauften Waren haben nur 14 den Test als regionale Produkte bestanden. Ist alles also nur ein Werbe-Gag? Oft leider ja. Mittlerweile weiß man:

Je größer das Wort "Land" draufsteht, desto weniger "gesund" steckt drin!

Und trotzdem verkaufen sich diese Produkte wie geschnitten Bio-Brot. Wir packen Land-Aufstriche, Land-Marmelade und Land-Gemüse in den Einkaufskorb. Drin stecken aber meistens nur Industriewaren, mit billigen Zutaten und Aromastoffen. Die Verbraucherorganisation Foodwatch kritisiert: Mit Attributen wie "vom Land" oder "ursprünglich" drehen die Hersteller den Verbrauchern schnöde Industrieprodukte an - die zum Teil mit kräftigem Aufschlag verkauft werden.

Noch gibt es kein einheitliches Siegel, das garantiert, dass die Produkte wirklich "vom Land" in der Nähe kommen. Deshalb: Wer regionale Produkte möchte, sollte sich die Zutatenliste genau durchlesen, auf Bio-Siegel achten (die sind geschützt). Und Obst und Gemüse den Jahreszeiten entsprechend entweder in einem Hof- oder Bioladen kaufen oder sich eine Ökokiste bestellen (www.oekokiste.de).

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