Ich

Zuhause

Welt
Adel Exklusiv Alles für die Frau Auf einen Blick Avanti Bella Das neue Blatt Das neue Fernsehwoche Freizeitwoche Laura wohnen kreativ Laura Mach mal Pause Mini My Way Neue Post Schöne Woche Tina Tina Woman Woche Heute Happinez Meins Joy Shape
Shape

Mit Boot, Bike & Ballon durch Portugal

Shape,

Reise: Portugal

Sie kennen nur die Algarve? Dann lassen Sie sich von SHAPE-Reporterin Christine Bredow in den Norden des kleinen Landes entführen. Strände gibt’s dort auch – und dazu jeden Tag neue Sport-Abenteuer.

Mmmmh … Herrlich, ich fühle mich wie Gott Bacchus persönlich! Ich bade gerade in einem Weinfass, das gefüllt ist mit Weinextrakten, die die Haut pfirsichweich machen sollen. Der „Sud“ hat perfekte Wohlfühltemperatur und blubbert angenehm aus kleinen Massagedüsen, dazu werden mir von einer netten Therapeutin Kopf und Schultern massiert.

Die Galerie zeigt bezaubernde Urlaubserinnerungen aus Portugal (18 Bilder):

Und als Dreingabe gibt es noch einen Panoramablick auf die Altstadt von Porto und den Douro-Fluss! Diese göttliche Behandlung bekommt man im „The Yeatman“. Das Hotel wurde terrassenförmig auf einem Hügel über der Stadt erbaut und ist rundum auf Wein spezialisiert.

Vino-Therapie in der Kellerei

Das beginnt bei der Vino-Therapie im 2.000-Quadratmeter-Spa (neben dem Weinbad werden auch Cabernet-Peeling und Merlot-Wickel angeboten, jeweils 65 Euro), geht weiter im XL-Weinkeller und gipfelt in der luxuriösen „Taylor’s Suite“: Hier schläft man in einem umgebauten Weinfass! Das Hotel passt thematisch perfekt nach Porto, denn in der Region rund um die nordportugiesische Stadt wird ja der berühmte Portwein erzeugt.

Direkt unterm Hotel liegen die größten Kellereien mit klingenden Namen wie Sandeman, Taylor’s oder Osborne. Bei einer Besichtigung wird man durch die alten Gemäuer und Gewölbe geführt, erfährt Interessantes über Geschichte, Herstellung und Sorten des Rebensaftes und darf am Schluss die besten Tropfen verkosten. Ganzheitliche Wein-Wellness sozusagen!

Zur Mündung am Meer

Porto hat natürlich viel mehr zu bieten (von der Finanzkrise ist nichts zu spüren!), immerhin wurde das historische Stadtzentrum 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Den besten Überblick verschafft man sich bei einer Bootsfahrt auf dem Douro. Dabei geht es zunächst ein paar Kilometer flussabwärts zu seiner Mündung am Atlantik, dann schippert man zurück bis zur Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen und lauschigen Plätzen, historischen Herrenhäusern und prächtigen Palästen.

Direkt am Flussufer liegt das Ribeira-Viertel. Die pastellfarbenen Häuschen dort beherbergen zahlreiche Bars und Restaurants. Hier lasse ich mich nach der Cruise im „Café do Cais“ nieder und nehme einen Portwein-Tonic als Sundowner (4 Euro). Die portugiesische Variante des Aperol-Sprizz passt hervorragend zur Spezialität der Region, dem Pão de Ló – ein köstlicher Kuchen mit sahnig-süßer Füllung aus Eigelb und Zucker.

Ein Hauch von Venedig

Zwei Tage später fahre ich im Mietwagen weiter nach Aveiro, 80 Kilometer südlich von Porto. Die romantische Lagunenstadt ist von zig schmalen Kanälen durchzogen und trägt daher den Beinamen „Venedig von Portugal“. Sogar eine Gondelfahrt nach italienischem Vorbild wird angeboten! Zwar ohne Ariengesänge, aber dafür mit einem charmanten Gondoliere, der Prosecco kredenzt.

Ein weiterer Service der Stadt: An 20 Stationen warten kostenlose Fahrräder, mit denen man an den Kanälen entlangdüsen und die Umgebung erkunden kann. Etwa die hügelige Weinregion von Bairrada und das dort gelegene Märchenschloss von Bussaco oder eines der vielen Ausflugs-Restaurants, die gegrillte Sardinen oder das beliebte Leitão assado (Spanferkel vom Grill) anbieten.

Gipfelstürmer

Ein weiteres Highlight ist der Küstenort Costa Nova do Prado. Das bezaubernde Seebad lockt mit fröhlich bunt gestreiften Holzhäuschen, einer wunderschönen Flanierpromenade und einem kilometerlangen, cremefarbenen Dünenstrand – perfekt für ein paar Tage Surfen oder Segeln, Walken oder einfach nur Relaxen am Beach.

Mein nächstes Ziel ist die Serra da Estrela, mit bis zu 1.991 Metern das höchste Gebirge auf dem portugiesischen Festland – nur der Vulkan Ponta do Pico auf den Azoren ist noch etwa 350 Meter höher. Die Serra ist eine wilde Gegend mit schroffen Gipfeln und bizarren Felsformationen, weiten Tälern und tiefen Schluchten, glasklaren Gebirgsseen und urigen Bergdörfern.

Mini-Safari

Die Region ist ein Paradies für Sportler: Wandern und Klettern, Mountainbike- und Kanu-Touren – und zur Stärkung gibt es Deftiges wie Schinken, Salami und Schafskäse, dazu frisch gebackenes Maisbrot. Die schönste Unterkunft dort ist das „Eco Resort Vale do Rossim“. Da nächtigt man in luxuriösen Zelten, die an mongolische Jurten erinnern, und es werden unzählige Outdoor-Aktivitäten angeboten (Ü/F ab 38 Euro, www.valedorossimecoresort.com).

Ich tobe mich ein paar Tage im Gebirge aus, dann zieht es mich weiter nach Süden. Dort wird die Landschaft lieblicher und flacher, es wachsen Orangen-, Zitronen- und Feigenbäume, dazwischen duftende Lavendelfelder und Rosmarinbüsche. Fast schon in Spanien liegt Monfortinho.

Königlicher Ritt

Das kleine Grenz-Städtchen ist bekannt für zwei Dinge: seine Thermal-Quellen und den Naturpark Herdade de Vale Feitoso. Das 70 Quadratkilometer große Gebiet ist Heimat für etliche Hirscharten, Füchse und seltene Vögel wie Habichtsadler oder Gänsegeier, die man auf einer Jeep-Tour bewundern kann. Mit etwas Glück bekommt man dabei sogar ein Mufflon vor die Kameralinse!

Etwas weiter südlich liegt die Region Alentejo. Uralte Korkeichenwälder und silbrig glänzende Olivenhaine, goldgelbe Sonnenblumenfelder und üppig grüne Weinberge prägen hier das Landschaftsbild. Dazu tiefblaue Stau-seen und verschlafene Dörfer, über denen beeindruckende Burgen thronen, etwa Castelo de Vide oder Marvão. Provinzhauptstadt ist Évora, das komplett zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurde.

Edle Lusitano-Pferde

Die mittelalterliche Universitätsstadt ist die ideale Basis für Ausflüge in die Region. Zum Beispiel zur Coudelaria Alter Real in Alter do Chão. In dem ehemals königlichen Gestüt werden seit 1748 edle Lusitano-Pferde gezüchtet. Man kann auf den Tieren auch Unterricht nehmen – das lasse ich mir natürlich nicht entgehen!

Reitlehrer Zé setzt mich auf den 23 Jahre alten Gabiru, einen Hengst mit kastanienfarbenem Fell und allerbesten Manieren: Obwohl ich wirklich keine gute Reiterin bin, macht das Tier die tollsten Kunststücke, zum Beispiel elegant ein Bein anwinkeln oder Pirouetten drehen – ab sofort reite ich nur noch auf Lusitanos!

Seen-Sucht

Auch Wassersportler kommen im Alentejo voll auf ihre Kosten. Am 20 Quadratkilometer großen Maranhão-Stausee nördlich von Évora freuen sich Kanuten und Ruderer, Wind- und Kitesurfer das ganze Jahr über milde Temperaturen und ein motorbootfreies Gewässer.

Ein toller Tipp ist das Sporthotel „Herdade da Cortesia“, nur ein paar Fußminuten vom See entfernt: Es bietet ein großes Aktivangebot von Kajaken über Mountainbiken bis Reiten (DZ/F ab 140 Euro, www.herdadedacortesia.com).

Das Geheimnis des Glücks

Wer das Land lieber aus der Luft bewundert, sollte unbedingt eine Fahrt mit dem Heißluftballon unternehmen. Beim Licht der ersten Sonnenstrahlen über die weiten Ebenen zu schweben, ist ein einmaliges Erlebnis. Dabei sieht man besonders gut die geheimnisvollen steinzeitlichen Menhire, Dolmen und Steinkreise, die über den ganzen Alentejo verstreut sind.

Bis heute ist ihre Bedeutung nicht komplett geklärt, aber sie sind ein beliebter Treffpunkt für Liebespaare, die sich dort bei Vollmond die Treue schwören. Die Steine sollen nämlich Glück bringen. Ich besuche die Monolithen lieber tagsüber und mit dem Bike.

Nachts sitze ich dann mit einem Glas Rotwein auf der Terrasse meines Hotels „Imani Country House“ und beobachte die vielen Sternschnuppen, die im Sommer zu sehen sind. Die bringen ja auch Glück!

Travel Tipps

Flug

Nach Lissabon ab 89 Euro, nach Porto ab 148 Euro, www.flytap.com

Hotels

Porto: „Hotel Teatro“: Designhotel im Zentrum, Ü/F ab 60 Euro, www.olimar.de

Aveiro: „Hotel Moliceiro“: unterschiedliche Zimmer von orientalisch bis cool in Schwarz-Weiß, DZ/F ab 105 Euro, www.hrs.de

Serra da Estrela: „Casa das Penhas Douradas“: schickes Berg-Refugium mit Spa, Ü/F ab 48 Euro, www.dertour.de

Monfortinho: „Hotel Fonte Santa“: tolle Basis für Touren zum Naturpark, Ü/F ab 41 Euro, www.dertour.de

Évora: „Imani Country House“: Geheimtipp im Grünen, 12 km außerhalb, Ü/F ab 68 Euro, www.olimar.de; „M’AR De AR Muralhas“: in der Altstadt, mit Pool u. Garten, Ü/F ab 47 Euro, www.dertour.de

Tipp für Stopover in Lissabon: „Hotel Aviz“: zentral plus Dachterrasse, Ü/F ab 60 Euro, www.dertour.de

Rundreisen

10 Tg. im Mietauto von Porto bis Lissabon inkl. Ü/F, Weinprobe u. Radtour ab 816 Euro; 8 Tg. Trekking-/Sightseeing-Tour durch die Serra da Estrela inkl. Ü/HP ab 1.089 Euro, beide: www.olimar.de

Mietauto

ab 185 Euro/7 Tg., www.sunnycars.de l infos www.visitcentro.com, www.visitalentejo.pt, www.visitportugal.com

reset
Schicken Sie diese Seite an einen Freund:

Mehr zum Thema Sport:

Schreiben Sie uns Ihre Meinung

Wunderweib empfiehlt:

Mehr Themen: