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Schlank im Schlaf für Berufstätige

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Job-Diät

Raus aus der Figurfalle Büro: Mit einfachen Diät-Regeln und drei Mahlzeiten pro Tag lassen Sie schnell die Pfunde purzeln! Wir erklären Ihnen wie.

Frühstücken wie ein Kaiser

Der Büro-Job hält einige Kalorienfallen bereit: In der Mittagspause lockt das Kantinen-Menü mit deftigen Beilagen, zum gesüßten Nachmittags-Kaffee gibt es einen (oder auch zwei) Schokoriegel und abends wird aus Zeitmangel eine Pizza in den Ofen geschoben. Das Ergebnis: Der Zeiger an der Körperwaage steigt beharrlich nach oben.

Genau da hakt „Schlank im Schlaf für Berufstätige" (SIS) des Ernährungsexperten Dr. Detlef Pape ein. Die Diät setzt auf die schnelle Zubereitung von einfachen Rezepten und erlaubt mittags auch mal ein Gericht aus der Tiefkühlabteilung oder aus einem Schnell-Restaurant. Sie eignet sich daher besonders gut für Berufstätige mit wenig Zeit zum Kochen. Wichtig ist allerdings, kohlenhydratreiche Lebensmittel niemals abends, sondern nur am Morgen und zu Mittag zu essen.   

Der Grund: Das Gehirn braucht nach der nächtlichen Fastenzeit Kohlenhydrate, sonst signalisiert es „Hunger!“ und es werden unnötigerweise wertvolle Muskelzellen angegriffen. Deshalb darf man sich zu dieser Tageszeit den Frühstückteller mal so richtig schön voll belegen.

Kohlenhydrate pur sorgen morgens nämlich für eine nur schwache Insulinreaktion (Insulin ist ein körpereigenes Hormon, das die Fettverbrennung blockiert). Am besten geeignet sind Müslis oder ein süßes oder herzhaftes Brotfrühstück. Drei bis vier Brötchen oder zwei Croissants samt Obst sind der beste Start in den Tag.

Auf die Trennung kommt es an

Auf tierische Eiweiße sollte am Morgen jedoch verzichtet werden, denn bei ihrem Verzehr schüttet der Körper Insulin in großen Mengen aus. Pflanzliche Kohlenhydrate signalisieren dem Gehirn dagegen, dass Sie satt, zufrieden und leistungsfähig sind. Nur so halten Sie die nächsten Stunden bis zum Mittagsessen aus. „Schlank im Schlaf“ erlaubt insgesamt drei Mahlzeiten im Abstand von mindestens fünf Stunden.

Mittags darf’s ein bisschen mehr sein

Der Grund: Zwischen 11 und 16 Uhr ist der Stoffwechsel voll auf Aktivität eingestellt. Kohlenhydrate und Eiweiß werden jetzt am besten von den Muskelzellen aufgenommen und verwertet.

Deshalb ist beim Mittagessen alles, aber in Maßen erlaubt: Pizza, Pasta, Fisch, Gemüse und Salat. Nur wer möglichst schnell abnehmen möchte, konzentriert sich schon jetzt ausschließlich auf Eiweiß aus Fisch, Salat und Gemüse.

„Schlank im Schlaf“ in Kürze

Und das gelingt am besten mit einer Portion Eiweiß. Man darf sich an einer Portion Fleisch oder Fisch mit Gemüse oder Salat satt essen. Damit wird das Wachstumshormon, das für den Fettabbau, das Muskelwachstum und die Regeneration im Körper verantwortlich ist, angeregt. Die dafür benötigte Energie stammt aus Fettzellen.

Alle drei Diät-Regeln zusammengenommen ergeben eine Ernährungsweise, die optimal auf den menschlichen Stoffwechsel abgestimmt ist, ihn mit den Stoffen versorgt, die er zu den unterschiedlichen Tageszeiten benötigt und dennoch leicht verwerten kann.

Doch ganz ohne Verzicht funktioniert auch diese Diät nicht: Zwischenmahlzeiten sollte man sich strengstens verkneifen, die füttern nämlich ordentlich das Fettgewebe. Egal, ob Obst oder Schokoriegel, beides sorgt für einen Nährstoffstau im Blut. Und was trotz erhöhter Insulinausschüttung nicht in die Zellen gelangt und dort verwertet werden kann, wandert umgehend ins Fettgewebe.

Denn Insulin funktioniert an dieser Stelle als Schlüsselhormon: Durch Essen aufgenommene Nährstoffe gelangen mithilfe von Insulin in die Körperzellen, befinden sich allerdings zu viele davon im Körper, werden sie vom Insulin ins Fettgewebe entsorgt. Die Folgen sind wachsende Pölsterchen.

Das SiS-Konzept basiert grob vereinfacht auf vier Punkten:• drei üppige Mahlzeiten am Tag,• keine Zwischenmahlzeiten,• Aufnahme von Kohlenhydraten nur morgens und mittags, abends Eiweiß,• immer satt essen.

Zusätzliche Faktoren begünstigen das erfolgreiche Abnehmen

Genügend Schlaf: Wer nachts Gewicht verlieren möchte, sollte sich neben der richtigen Ernährung auch um einen guten Schlaf kümmern. Sieben bis acht Stunden sind empfehlenswert, je müder Sie abends sind, desto intensiver fällt Ihr Tiefschlaf aus. Tipp: Sobald Sie morgens wach sind, sollten Sie aufstehen. Wer sich jetzt noch einmal gemütlich umdreht, riskiert einen Müdigkeitsschub, der den ganzen Tag anhält.

Entspannung pur: Nach dem Abendessen sollten Sie auf aufregende Unternehmungen oder Unterhaltung verzichten. Gewöhnen Sie sich Rituale an, die Sie entspannen, lesen Sie ein Buch oder hören Sie beruhigende Musik.

Kritik: Das klappt nicht so gut

Licht und Bewegung: Gehen Sie in der Mittagspause an die frische Luft und machen Sie einen kleinen Spaziergang. Jetzt ist die Lichtintensität am höchsten und Ihr Körper bildet Serotonin. Dieses wird später in das Einschlafhormon Melatonin umgewandelt und nachts in den Körper abgegeben. Wenn Sie sich jetzt noch tagsüber viel bewegen – Treppen steigen, zu Fuß zur U-Bahn-Station gehen, mit dem Fahrrad zum Bäcker radeln – kann sich der Körper abends besonders gut entspannen.

Gönnen Sie sich etwas: Erlauben Sie sich auch einmal die eine oder andere Nascherei. Ein Stück Obstkuchen nach dem Mittagessen oder ein leckeres Dessert. So haben Sie trotz der Diät noch Spaß am Essen und freuen sich auf Ihre kleine, süße Belohnung umso mehr.

Eigentlich klingt das Konzept von „Schlank im Schlaf“ schlüssig und logisch. Weil die Abnehm-Methode aber auf lediglich drei Mahlzeiten ausgelegt ist, muss man einen starken Willen zeigen, um zwischendurch nicht dem Hungergefühl nachzugeben und eben doch wieder eine kleine Zwischenmahlzeit zu sich zu nehmen. Deshalb ist es anfangs wirklich schwer, sich von Mahlzeit zu Mahlzeit zu „hangeln“.

Vor allem, weil man es manchmal nicht genau so planen kann, dass zwischen Mittagessen und Abendessen oder Frühstück und Mittagessen genau sechs Stunden liegen. Doch auch dies ist eine Sache der Gewohnheit; hat sich der Körper und Stoffwechsel erst einmal an den neuen Essens-Rhythmus angepasst, dann ist das kein Problem mehr. Und bis dahin gilt: Eventuelle Hungeranfälle ignorieren und sich umso mehr auf die nächste Mahlzeit freuen.

Buch-Tipp„Schlank im Schlaf für Berufstätige“, Dr. med. Detlef Pape, Dr. med. Rudolf Schwarz, Elmar Trunz-Carlisi, Helmut Gillessen (Gräfe und Unzer, um 15 Euro)

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