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Ski-Safari im Wilden Westen

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Reise: Nevada

In Nevada cruist man durch Champagner-Schnee, hört Cowboy-Songs und spielt abends im Casino. Unsere Reporterin Christine Bredow hat am Lake Tahoe drei Gebiete getestet und war vom „American Way of Skiing“ begeistert.

Eldorado der Wintersportler

„Wenn ich den See seh, brauch ich kein Meer mehr!“ Der Lieblingsspruch meiner Omi ist wie gemacht für Lake Tahoe: Je nach Tageszeit schimmert der See türkis- oder tintenblau und liegt malerisch eingebettet in der Gebirgskette der Sierra Nevada.

Deren 4.000 Meter hohe Gipfel machen ihn zum Paradies für Wintersportler: 15 Skigebiete verteilen sich rund um den 500 Quadratkilometer großen See, und alle bieten den herrlichen Luxus amerikanischer Ski-Resorts. Zwischen allen Skigebieten und vom Hotel zum Lift fahren Gratis-Busse.

Klicken Sie sich in der Galerie durch das amerikanische Winterwonderland (25 Bilder)!

Die Pisten sind nie überfüllt. Und dann der fantastische Schnee: Weil er weniger Wasser enthält als bei uns, ist er puderzuckerleicht und trocken. Deshalb heißt er hier „Champagne Powder“. Und davon gibt es jede Menge – bis zu 15 Meter schneit es pro Jahr! Daher hat der Staat auch seinen Namen: Nevada heißt „Schneefall“ auf Spanisch.

Himmlische Pisten

Meine Ski-Safari beginnt in Heavenly, am Südufer des Sees. An der Talstation treffe ich Ski-Guide Dan. Den habe ich für den Vormittag gebucht, um das Gebiet kennenzulernen. Er begrüßt mich fröhlich mit den Worten: „Hi, hotdogger!“ Waaas? Ist es nach den Feiertagen so schlimm um mich bestellt, dass ich aussehe wie eine Wurst im Skianzug?

No, erfahre ich, das war ein Kompliment. Quasi das Pendant zu unserem Skihaserl. Auch ganz nett! Heavenly bietet Abfahrten für jeden Geschmack: breite Autobahnen zum lockeren Gleiten, unberührte Tiefschneehänge und anspruchsvolle Buckelpisten. Und es gilt das Motto: „What you can see, you can ski!“, man darf überall fahren.

Doch Vorsicht: Die Pisten sind anders gekennzeichnet als bei uns. Grün ist einfach, Blau bedeutet mittel, Schwarz ist schwieriges Terrain („Black Diamond“) und für Profis gibt’s die „Double Black Diamonds“. Dan empfiehlt zum Aufwärmen aber erst mal „easy going“. So cruisen wir entspannt über Pisten mit passenden Namen wie „Galaxy“, „Orion“ oder „Cloud 9“ und ich merke: Heavenly ist wirklich himmlisch!

Staaten-Hopping

Das Skigebiet ist das einzige der USA, das in zwei Staaten liegt. So kann man morgens in Nevada starten und nachmittags in Kalifornien abschwingen. Gemütliche Hütten gibt es auf beiden Seiten reichlich, von Burger bis Steak ist alles zu haben.

Bester Platz zum Chill-out ist „Snow Beach“: mehr Strandbar als Skihütte, meerblau gestrichen, mit Surfboards als Deko. Hier lege ich mich am Nachmittag in einen Lounge Chair und genieße die Sonne. Aus den Boxen singen die Red Hot Chili Peppers und Johnny Cash – besser kann ein Skitag nicht ausklingen.

Einkehren à la americana

Zum Après-Ski trifft man sich in Heavenly Village. Der Ort liegt genau auf der Staaten-Grenze. Auf kalifornischer Seite locken urige Pubs und Bars, etwa die kultige „Stateline Brewery“ mit selbst gebrautem Bier, Spareribs und Seafood (www.state linebrewery.com).

Edle Alternative: kalifornischer Wein und Tapas in der „Après Wine Company“ (www.apreswineco.com). Auf der Nevada-Seite sind die Gesetze lockerer, man kann sein Glück im Casino versuchen oder in Clubs bis morgens durchtanzen. Aber erst mal ohne mich. Nach meinem ersten Skitag falle ich glücklich und erschöpft ins Bett.

Rasante Abfahrten

Am nächsten Morgen teste ich Heavenlys berüchtigte Pisten „Gunbarrel“ und „Mott Canyon“. Wow: Die Hänge sind wirklich extrem steil und die Buckel hüfthoch – diese Double Diamonds sind redlich verdient! Das finden auch meine Oberschenkel, deshalb steige ich nachmittags um aufs Snowmobile.

Das ist wie ein Motorrad auf Skiern und ganz einfach zu fahren. Zwei Stunden lang düse ich damit durch die verschneite Landschaft – immer mit Blick auf den wunderschönen Lake Tahoe: Winterwonderland pur!

Olympic Spirit

Mein nächstes Ziel heißt Squaw Valley, 70 Kilometer nordwestlich von Heavenly. Squaw war 1960 Austragungsort der Olympischen Winterspiele und gilt als Eldorado der Extrem-Skifahrer und Snowboarder.

Es gibt fünf Fun-Parks mit allen Schikanen und zwei Slalom-Rennkurse mit Zeitmessung. Treffpunkt ist das High Camp auf 2.499 Metern Höhe. Dort kann man im beheizten Außenpool schwimmen (elf Euro), eislaufen (acht Euro inklusive Leihschuhe) oder Trüffel-Pommes bei „Alexander’s“ essen (fünf Euro).

Im Goldrausch

Nach vier Tagen auf der Piste lege ich eine Skipause ein und fahre im Mietauto nach Virginia City (100 Kilometer östlich). Im 19. Jahrhundert war die Stadt eine Goldgräber-Boomtown mit florierenden Casinos, prächtigem Opernhaus und viktorianischen Villen. Nach dem Gold Rush ging es bergab, aber 1961 wurde Virginia City zum „National Historic Landmark“ erklärt und für Touristen geöffnet.

Seitdem ist das Städtchen eine Art lebendes Wildwest-Museum – mit Schwingtür-Saloons, Cowboy-Stores und wunderbar plüschigen Hotels (zum Beispiel „Cobb Mansion“, Übernachtung mit Frühstück ab 40 Euro, www.cobbmansion.com).

Steilvorlage am Berg

Perfekt für den letzten Skitag ist das kleine Gebiet Mt. Rose nördlich des Lake Tahoe. Es liegt nur 25 Auto-Minuten von Reno (und dem Airport) entfernt und bietet acht Lifts und 60 Abfahrten (Skipass: 51 Euro).

Legendär sind dort die „Chutes“, 16 Monster-Buckelpisten mit vielsagenden Namen wie „Detonator“, „Chaos“ oder „Nightmare“. Sie gehören zum steilsten Gelände der USA! Aber natürlich hat Mt. Rose auch genügend Pisten für Genuss-Skifahrer, etwa die blaue „Silver Dollar“ oder die grüne „Ponderosa“.

Dort mache ich zum Abschluss einen Snowboard-Blitzkurs. Ein Riesenspaß – und immerhin schaffe ich es nach drei Stunden, halbwegs sicher auf dem Brett zu stehen.

Spieler-Stadt

Vor dem Rückflug habe ich noch Zeit, mir Reno anzuschauen. „The Biggest Little City In The World“ ist ein entzückendes Mini-Las-Vegas mit Casinos, Weltklasse-Shows und Shopping Malls. Mein Liebling ist „The Summit“.

Dort findet man 60 Stores mit US-Klassikern wie Abercrombie & Fitch, GAP oder Victoria’s Secret (www.thesummitonline.com). Einmal muss ich natürlich auch ins Casino. Ich investiere fünf Dollar in eine Slot Machine im „Atlantis“ und – bingo – herauskommen: 50 Dollar!

Genug für ein butterweiches Rinderfilet samt Rotwein im „Atlantis Steakhouse“. Cheers, auf die wundervolle Woche im WildenWesten!

Anreise

Nach Reno (etwa 13 Stunden) ab 793 Euro, www.aa.com

Einreise

Pass plus Einreisegenehmigung „ESTA“ (10 Euro, einzuholen bei https://esta.cbp.dhs.gov)

Hotels

in Heavenly:

„Harveys“: schickes Casino-Hotel Nähe Gondel. Übernachtung ab 33 Euro, www.harveystahoe.com

„968 Park Hotel“: cooles Design, umweltfreundlich und nur 250 Meter vom Lift. Übernachtung ab 46 Euro, www.fti.de

„Lakeshore Lodge & Spa“: am Ufer des Lake Tahoe, alle Zimmer mit Seeblick! 7 Übernachtungen mit Frühstück, 6-Tage-Skipass und Mietauto ab 788 Euro, www.faszinationski.de

„Embassy Suites Hotel“: in Heavenly Village neben der Gondel, plus Pool u. Sauna. 7 Übernachtungen mit Frühstück und 6-Tages-Skipass ab 864 Euro, www.canusa.de

in Squaw Valley:

„Resort at Squaw Creek“: an der Piste, mit Gym u. Spa. Übernachtung mit Frühstück ab 79 Euro, www.dertour.de Reno

„Atlantis Casino Resort Spa“: stylish, mit zehn Restaurants und Top-Spa. Übernachtung ab 33 Euro, www.atlantiscasino.com

„Eldorado Hotel Casino“: sehr zentral, großes Show-Programm à la Las Vegas. Übernachtung ab 27 Euro, www.eldoradoreno.com

Leih-Ski ab 16 Euro pro Tag, Board ab 14 Euro, Mietauto ab 180 Euro für 7 Tage, www.sunnycars.de

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