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Hitzealarm auch im Yoga-Studio

Verrückt ist die Idee bei den derzeitigen Temperaturen, die man sonst nur in der Sahara erlebt, in einem ca. 40 Grad heißen Raum Yoga zu betreiben. Verrückt und gleichzeitig interessant genug, um diesem Fitness-Trend einem Workout Check zu unterziehen.

15 Minuten vor Beginn meiner ersten Bikram Yoga-Session, betrete ich den Raum und lege mich wortlos - wie die anderen leichtbekleideten Teilnehmer - auf meine Yoga-Matte um zu meditieren.

Schweißgebadet bin ich bereits, bevor die Yoga-Lehrerin den Raum betritt. „Dass dir in der ersten Klasse schwarz vor die Augen wird, ist ganz normal!“, begrüßt sie mich als Neuling der Gruppe. Das glaube ich ihr aufs Wort. Sie erklärt mir, dass Bikram Yoga 90 Minuten lange dauert und alle 26 Übungen, deren Abfolge immer gleich ist, je zwei Mal hintereinander ausgeführt werden. Die Augen bleiben dabei die ganze Zeit offen.

Los geht’s!Die Session beginnt mit einer Atemübung. Ich atme wie die anderen mit Staubsaugergeräuschen und biege mich dabei nach hinten. Und schon ist mir das erste Mal schwindelig. Ich setze mich auf den Boden - ich soll ja Pausen machen, wenn’s mir schlecht geht. Mein erklärtes Ziel für heute ist laut meiner Yoga-Lehrerin ohnehin einfach den Raum nicht zu verlassen. Der Durst plagt mich, doch zu Beginn soll nicht getrunken werden.

Die Yoga-Lehrerin erklärt alle Übungen sehr genau und erörtert auf welche Organe die einzelnen Positionen wirken. Sie selbst macht nicht mit, sondern instruiert nur und bessert gegebenenfalls aus. Nach ein paar Übungen, die ich mehr oder weniger ausführe, kommt die erlösende „Party time“ – es ist erlaubt, einen Schluck Wasser zu machen.

Was hab ich mir bloß dabei gedacht?Meine beiden großen Handtücher sind bereits komplett durchnässt. Ich kann die darauffolgenden Balanceübungen kaum ausführen, ohne dass ich Sternchen vor den Augen sehe. Ich überlege nicht nur ein Mal den Raum zu verlassen und ärgere mich innerlich, dass ich diesen körperlichen Selbstversuch gestartet habe. Großteils setze ich mich auf meine Matte und beobachte die anderen, denen die Hitze scheinbar überhaupt nichts ausmacht.

Endlich gibt es eine erlösende zweiminütige Pause im Liegen, bei der sogar kurz die Lüftung aufgedreht wird. Geredet werden darf nicht, aber ich habe ohnehin keine Energie dazu.

Bikram Yoga im Test

Nun folgen Übungen im Liegen. Dieser Teil ist für meinen Kreislauf wesentlich angenehmer, auch wenn die Übungen anstrengend sind und ich so viel wie noch nie in meinem Leben zuvor schwitze. Angeblich verlierst du während einer Bikram-Session ca. 1 ½ Liter Wasser. Die Positionen werden von einem Yoga-Sit-Up eingeleitet und enden mit einer halbminütigen „Totenstellung“ im Liegen. Obwohl ich die meisten Übungen nicht so bravourös wie meine Mittrainierenden meistere, mache ich den Großteil der Übungen mit.

Die Klasse endet wie sie begonnen hat - mit einer Atemübung. Nun sind wir endlich fertig. „Am besten morgen gleich wieder kommen!“, meint die Yogalehrerin, den Blick auf meinen hochroten Kopf gerichtet. Ich will fragen, ob das ihr ernst ist, bin aber zu geschafft um zu reden. Draußen steht eine große Obstschale und eine Kanne heißer Tee mit Honig. Aber ich bin zu erledigt, um irgendetwas essen bzw. trinken könnte.

Frei nach dem Motto „Was mich nicht umbringt, macht mich härter!“ komme ich wieder. Zwar nicht am nächsten, aber am übernächsten Tag. Meinem Grundsatz „Man muss alle Dinge im Leben zwei Mal versuchen!“ will ich schließlich treu bleiben. Und ich werde positiv überrascht: Es geht wesentlich besser und mir wird nicht mehr schwarz vor Augen. Wahnsinn, wie schnell sich der Körper an diese Belastung gewöhnt!

Da ich mit meinem erworbenen Special des Bikram-Studios eine Woche lang kommen kann, so oft ich will, besuche ich es gleich drei weitere Male und ich fühle mich immer besser. Es ist zwar immer noch sehr anstrengend, aber die meditative Ruhe während der Übungen und das erleichterte Gefühl danach ist echt unvergleichbar.

Nach einer Woche mit intensivem Bikram-Yoga bin ich fast traurig, dass diese extreme Körper-Erfahrung wieder vorbei ist. Aber ich bin mir sicher, dass das nicht das letzte Mal ist, dass ich eine Bikram-Yoga-Stunde besuche.

Mein Fazit: Es ist nicht bewiesen, dass Bikram Yoga positiv auf den Körper wirkt. Tatsache ist, dass bei dieser intensiven Variante mehr Kalorien als bei anderen Yoga-Formen verbrannt werden. Ich empfehle auf jeden Fall nicht gleich nach der ersten Klasse aufzugeben und zumindest eine zweite zu besuchen. Entweder du hasst es dann oder du liebst es!

Liebe GrüßeTiniWorkout Checkerin

Hier geht’s zu Tinis Blogwww.workoutcheck.com

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