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Vegetarische Rezepte mit CO2-Berechnung

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Umweltbewusst kochen

Klimaschutz ist in aller Munde und geht in der Küche weit über den Kauf saisonaler und regionaler Produkte hinaus. Das sieht auch die Journalistin Bettina Goldner so und hat in ihrem vegetarischen Kochbuch gleich noch den Umwelt-Vorteil mit berechnet. So können Sie gesund und mit guten Gewissen genießen.

Die Nürnberger haben ihn, die Wiesbadener auch und Bremen hat ihn als erste Stadt in Deutschland eingeführt: den „Veggieday“. Einen Tag in der Woche verzichten die Einwohner freiwillig der Umwelt und Gesundheit zuliebe auf Fleisch. Die Wissenschaftsjournalistin Bettina Goldner geht noch einen Schritt weiter und lebt ganz vegetarisch. In ihrem Kochbuch „Umweltfreundlich vegetarisch“ möchte sie umweltbewusste Hobbyköche ebenfalls auf den Geschmack bringen.

Was Fleisch mit der Umwelt zu tun hat? Zum einen verschluckt die Futtermittelproduktion jede Menge Energie, zum anderen stoßen Wiederkäuer wie Rinder, Schafe und Ziegen bei der Verdauung immense Mengen an Methan aus. Der Treibhauseffekt von Methan ist übrigens 20 Mal so hoch wie der von CO2.

Das Fazit

Deswegen hat Bettina Goldner in ihrem Kochbuch fleischlose und vor allem leckere Rezepte gesammelt. Das besondere und umweltbewusste daran ist die Angabe der CO2-Äquivalenten. Bei jedem Gericht ist angeführt, wie viel CO2 bei der Produktion der einzelnen Lebensmittel freigesetzt wurde. Dabei handelt es sich nicht einmal um Bio-Zutaten, sondern um Produkte aus konventionellem Anbau.

Vergleichen Sie doch bei jedem Rezept die CO2-Billanz mit der von 600 Gramm reinem Rinderfleisch. Die liegt nämlich bei unfassbaren 7.980 Gramm. Im Vergleich dazu haben zum Beispiel die Tofu-Burger auf unserer dritten Seite eine CO2-Billanz von nur 806 Gramm – für vier Personen wohl gemerkt.

Für alle, die selbst einmal umweltbewusst kochen möchten, stellen wir ein Menü aus Vorspeise, Hauptgericht und Dessert mit CO2-Äquivalenten vor. 

Literatur-Tipp

Sie wollen auch etwas dauerhaft zum Klimaschutz beitragen? Dieses Kochbuch unterstützt sie dabei mit köstlichen Rezepten.

Bunter Chicorée-Salat

Zutaten (für vier Personen)

3 Chicorée (450 g)2 kleine Orangen (350 g)1 Apfel (200 g)200 g blaue Trauben (aus heimischer Ernte)1 rote Zwiebel (100 g)je 1 EL Petersilie und Schnittlauch, feingehackt

Dressing

6 EL Oliven- oder Kürbiskernöl4 EL Weißweinessig2 TL ZuckerSalz und frisch gemahlener Pfeffer1 Prise Paprikapulver

So geht’s:

Chicorée waschen, eventuell die äußeren Blätter entfernen und die Sprossenbasis abschneiden. In circa ein Zentimeter breite Ringe schneiden. Orangen dick abschälen, filetieren und in Stücke schneiden.

Apfel waschen und in Scheibchen schneiden. Trauben halbieren und die Kerne entfernen. Zwiebel häuten und in feine Ringe schneiden, gehackte Kräuter zugeben und alles mischen. Die Zutaten für das Dressing gut vermischen und separat reichen.

CO2-Äquivalente in Gramm pro Kilogramm:

Chicorée: 63Kleine Orangen: 160Apfel: 92Blaue Trauben: 92Rote Zwiebeln: 15Kräuter: 4

Oliven- oder Kürbiskernöl: 234Weißweinessig: 40Zucker: 24

Gesamt: 724

Zum Vergleich:600 g Rinderfleisch: 7.980 g CO2

Grüne Mini-Tofuburger

Zutaten (für vier bis fünf Personen)

250 g grüne Spalterbsen2 LorbeerblätterSalz250 g Räuchertofu75 g Vollkornmehl2 Eier1 Bund Schnittlauch1/2 TL KümmelpulverSalzfrisch gemahlener PfefferCayennepfeffer4 EL Raps- oder Olivenöl

So geht’s:

Die Spalterbsen mit den Lorbeerblättern rund 30 Minuten in reichlich Salzwasser leicht sprudelnd kochen, bis sie weich sind. Die Lorbeerblätter entfernen und das Wasser abseihen (es ergibt einen Teller Suppe). Die Erbsen mit dem Handmixer pürieren.

Den Tofu sehr klein würfeln. Den Schnittlauch fein hacken. Tofu und Schnittlauch mit Mehl und Eiern mischen und kräftig würzen. Das Erbsenpüree unterheben.

Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Erbsenmischung esslöffelweise in das Fett gleiten lassen. Die Mini-Burger von beiden Seiten langsam goldbraun braten. Ergibt etwa 20 Stück.

Dazu passt: Gemüse, beispielsweise Karotten, oder ein saftiger Salat. Die Burger können auch kalt, zum Beispiel mit einem Chutney, gegessen werden.

CO2-Äquivalente in Gramm pro Kilogramm:

Vollkornmehl: 38Spalterbsen: 70Räuchertofu: 302Eier: 232Schnittlauch: 8Raps- oder Olivenöl: 156

Gesamt: 806

Zum Vergleich:600 g Rinderfleisch: 7.980 g CO2

Karibischer Mango-Pie

Für eine Kuchenform mit Durchmesser von 26 Zentimetern

Teig

150 g Mehl Type 40550 g Vollkornmehl80 g Zucker (nach Belieben zur Hälfte Vollrohrzucker)1 Prise Salz125 g Margarine3 EL kaltes Wasser

Belag

3 - 4 Mangos2 EL Limettensaft2 TL Zucker1/4 TL frisch geriebene Muskatnuss

Streusel

60 g Margarine80 g Zucker (nach Belieben zur Hälfte Vollrohrzucker)1/4 TL Zimt150 g Mehl Type 405

Backpapier und getrocknete Hülsenfrüchte zum Blindbacken des Bodens

So geht’s:

Mehl, Zucker und Salz vermischen, die kalte Margarine hinein schneiden und alles mit dem Knethaken der Küchenmaschine schnell zu einer krümeligen Masse verarbeiten. So viel Wasser zugeben, dass sich der Teig zu einer Kugel formen lässt. Diese 30 Minuten kühl stellen. Währenddessen die Mangos schälen und in Scheiben schneiden.

Eine gefettete Kuchenform von 26 Zentimeter Durchmesser mit dem Teig auslegen und in diesen mehrmals mit einer Gabel stechen. Den Kuchenboden 15 Minuten bei 170 Grad „blindbacken“. Dazu auf den Teig ein zurecht geschnittenes Backpapier legen und auf dieses eine Handvoll getrocknete Erbsen oder Bohnen füllen, damit das Papier liegen bleibt.

Nach dem Blindbacken Papier und Hülsenfrüchte entfernen. Die Mangoscheiben sternförmig auf dem Boden verteilen, Limettensaft darüber sprenkeln, leicht zuckern und mit Muskatnuss bestäuben.

Für die Streusel die Margarine schmelzen und mit einer Gabel unter das mit Zucker und Zimt vermischte Mehl ziehen. Die Streusel auf den Mangos verteilen. Bei 170 Grad weitere 20 bis 25 Minuten backen.

Tipp: Probieren Sie dazu geschlagene Sojasahne.

CO2-Äquivalente in Gramm pro Kilogramm:

Mehl Type 405: 75Vollkornmehl: 25Zucker: 122Margarine:160Mangos: ca. 483Limettensaft: 20Zucker: 24Margarine: 77Zucker: 122Mehl Type 405: 75

Gesamt: 1.183

Zum Vergleich:600 g Rinderfleisch: 7.980 g CO2

Abnehmtricks: Mehr dazu auf COSMOPOLITAN Online >>

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