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Yoga & Surfen auf Hawaii

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Reise: Maui

Das Südseeparadies Hawaii ist die Wiege des Surfsports und Treffpunkt der internationalen Yogaszene. Das „SwellWomen Camp“ auf Maui verbindet beides auf einzigartige Weise – SHAPE-Autorin Tina Engler war begeistert!

Aloha-Feeling

Es ist 6:30 Uhr morgens und ich kauere in Kindhaltung gemeinsam mit 14 anderen Frauen auf dem Rasen. Ich habe noch nicht gefrühstückt und der Jetlag hängt mir in den Knochen. Vögel zwitschern, das Meeresrauschen harmoniert perfekt mit ihrem fröhlichen Gesang, irgendwer pfeift in der Ferne einen Song von Jack Johnson.

„Atmet langsam ein und nehmt diesen Ort mit allen Sinnen auf – fühlt das Aloha!“ Die Stimme unserer Yogalehrerin Katherine ist sanft und beruhigend. Sonnenstrahlen kitzeln meine Haut, betörender Blütenduft steigt mir in die Nase, mein Herz macht einen Hüpfer. Juhu, ich bin in Hawaiis Surferparadies Maui! Rund 22 Flugstunden von zu Hause weg, mitten im Pazifik, im entferntesten Außenposten der USA.

Lassen Sie sich in der Galerie von hawaiianischen Impressionen verzaubern (26 Bilder)!

Auf den Spuren von Odysseus

Das „SwellWomen Camp“, auf das ich bei meiner Internetrecherche gestoßen bin, verspricht für sechs Tage eine einzigartige Kombination aus Yoga und Surfen. Und dazu ein Girlscamp-Feeling auf die luxuriöse Art: Statt im Zelt wohnen wir im 5-Sterne-Hotel – eigener Traumstrand inklusive.

In unserer Basis „Hang 10“, einem Bungalow im tropischen Garten des Hotels, kocht sogar unser eigener Küchenchef. Im Anschluss werde ich noch ein wenig Maui erkunden, will mir dabei den legendären Waikiki Beach auf Oahu anschauen und einen Stopp in Kaliforniens Traumstadt San Francisco einlegen. Zwei Wochen pures Glücksgefühl sind vorprogrammiert!

Fortgeschritten

Nachdem wir eine Stunde lang Sonnengrüße und Kriegerpositionen absolviert haben, belohnen wir uns mit frischen Mango-Smoothies, Müsli, Obst und leckerem Bananenbrot. Me-Shell, die Retreat-leiterin, ermuntert uns zu essen, denn bei unserem Fitnessprogramm werden viele Kalorien verbrannt. Die meisten der 21- bis 52-jährigen Teilnehmerinnen sind hier, weil sie eine Woche ganz für sich haben wollen.

Yoga-Erfahrung haben alle, beim Surfen liegt die Quote von Anfängern zu Fortgeschrittenen bei 50:50. Ich bin „fortgeschritten“ dank eines Surfkurses, der allerdings schon ein paar Jahre zurückliegt. Etwas mulmig ist mir, schließlich sind wir am Surf-Hot-Spot Nr. 1, wo die Weltelite an Spots wie „Jaws“ oder „Hookipa“ durch Wellentunnel jagt.

Surfen am Guard Rails Beach

Zum Glück gibt es hier auch Strände für weniger Geübte. „Ihr müsst nur eurem Körper vertrauen“, erklärt Me-Shell und fügt hinzu: „Yoga trainiert sowohl die Balance als auch Flexibilität, Kraft und Atmung, all das, was ihr beim Surfen braucht.“ Nach dem Frühstück wechseln wir die Yogasachen gegen „Rash Guards“ (die langärmeligen Nylonshirts dienen als perfekter Sonnenschutz) und Boardshorts und ab geht’s – die Jeeps mit Surfboards beladen – zum zehn Minuten entfernten Guard Rails Beach.

Die Surf-Instruktoren Dustin und Kelly nehmen uns herzlich in Empfang. Während sich die Surf-Neulinge mit ihren Brettern vertraut machen und Theorie pauken, schickt uns Kelly raus in die Fluten zum „Warm-up“. Mein letzter Wellenritt liegt schon länger zurück. Ich küsse den Sand, schmecke die Gischt, aber dann stehe ich tatsächlich auf dem Board und erwische eine Bilderbuchwelle, ehe ich wieder ins 25 Grad warme Wasser eintauche.

Hundepose

Während die „Beginner“ noch ihre Take-off-Trockenübungen am Strand machen, gibt uns Kelly Tipps für Haltung und Technik. Sie hat eine Engelsgeduld, lobt selbst unsere unfreiwilligen Stunts und wir haben Riesenspaß, während wir auf unseren Brettern im Wasser sitzen und auf die „perfekte Welle“ warten. Nach drei Stunden geht’s zurück ins Camp.

Verschlafenes Lahaina

Mit Bärenhunger fallen wir über den leckeren Lunch her. In der Mittagspause erkunde ich mit ein paar Mädels die Umgebung. Das beschauliche Städtchen Lahaina ist zwar das touristische Zentrum von Maui, wirkt aber mit den kleinen bunten Holzhäusern herrlich verschlafen. Wir stürmen die Surfshops, Sportswear ist rund 25 Prozent günstiger als bei uns und bei „Honolua Wahine“ werde ich angesichts der süßen Shirts und Kleider von Carve Designs (www.carvedesign.com) im lässigen Surfstyle schwach.

Am späten Nachmittag steht die nächste Yogasession an – Atemtechnik! Abends gibt es eine Privatsession von Me-Shells Ukulele-Lehrer. „Somewhere Over The Rainbow“ wiegt mich in den Schlaf.

Surferleben

An das frühe Aufstehen muss ich mich gewöhnen. Täglich gegen sechs Uhr treffen wir uns zum Yoga – oder wir fahren gleich mit „breakfast to go“ zu den Surfspots „Thousand Peaks“ oder „Launiupoko Park“, denn in der Früh sind die Wellen noch sanft. Schon nach kurzer Zeit kennen wir die ortsansässigen Surfer und fühlen uns wie ein Teil der Wellenreitergemeinde. Rund vier Stunden üben wir täglich mit Kelly auf dem Wasser und trauen uns immer mehr zu.

Entspannung, Kochen und BBQ

Zwei Stunden Yoga runden unser Sportprogramm perfekt ab. Und es bleibt genügend Zeit für Phils Kochkurs, spektakuläre Ausblicke bei der Wanderung „Pali Hike“ und herrlich entspannende Massagen von Alison, die mit ihren Zauberhänden jeglichen Muskelkater aus meinem Körper knetet.

Am letzten Camp-Tag lädt uns Me-Shell zu einem BBQ am Beach ein, neben Surfen die Lieblingsbeschäftigung der Locals. Wir surfen, grillen und quatschen, bis die Sonne untergeht. Wehmut schwingt mit, denn Surfen verbindet. Keiner mag an Abschied denken …

Legenden

Am nächsten Morgen breche ich schon bei Sonnenaufgang gen Paia auf. Der charmante Küstenort im Norden ist ein Mekka der Hippies und Lebenskünstler aus aller Welt und ideal für einen Zwischenstopp. Bei „Penguini“ gibt es Kaffee und Sorbets zum Niederknien. Ich fahre vorbei am legendären Hookipa Beach, dem Wallfahrtsort der Windsurf-Elite.

Nur 25 Prozent der 1.883 Quadratkilometer großen Insel sind bebaut, der Rest ist pure Natur. Je weiter ich gen Osten komme, desto üppiger und grüner wird Maui. Der malerische, verschlungene Hana Highway führt ab Paia auf rund 70 Kilometern über 56 Brücken und 617 Haarnadelkurven. Vorbei an Wasserfällen und wilder Lavaküste durchquere ich den Regenwald, der wie „Jurassic Park“ anmutet, und fühle mich neben den Baumriesen winzig klein. Nach fünf Stunden erreiche ich Hana. Um den einsamen Ort ranken sich viele Legenden.

Zauberhaftes Hana

Einst war das Städtchen an den Ausläufern des mächtigen Vulkans Haleakala, der mit stolzen 3.055 Metern über die Insel wacht, Wohnsitz von Mauis Königen. Auch Halbgott und Namensgeber Maui mochte den Ort und verwandelte – Legenden zufolge – seine Tochter in den warmen Regen, der Hana oft in mystische Nebelschwaden hüllt. Vielleicht ist dies das letzte Paradies auf Erden?

Zwei Tage bin ich einfach nur faul und genieße den Zauber dieses einzigartigen Platzes, ehe ich mich mit einer Zwischenübernachtung im Nobelort Wailea von Maui verabschiede.

Flippers Kuss

In Oahus Hauptstadt Honolulu angekommen staune ich. Gigantische Hochhäuser strecken sich dem Himmel entgegen. Der Kontrast zu den tiefgrünen Bergen im Hinterland ist unglaublich. An der Promenade des Waikiki Beach reihen sich die Shoppingcenter aneinander, Japaner posieren in Hawaiihemden, braungebrannte, muskelgestählte Beachboys schlendern in Surfshorts mit ihrem Brett unterm Arm an mir vorbei.

Ich fühle mich wie an einem Filmset und lege mich in den warmen Sand, um die Szenerie zu genießen. Aloha-Feeling – von diesem Ort geht eine Magie aus, der ich mich nicht entziehen kann. Pures Glück empfinde ich beim Schwimmen mit den Delfinen in der Lagune meines Hotels. Meiner heißt Hoku, er gibt mir sogar ein Abschiedsküsschen.

California Dream

Am frühen Morgen lande ich in San Francisco. Nach dem Einchecken entere ich eins der berühmten Cable Cars. Es bringt mich durch enge Straßenschluchten zur Vergnügungsmeile Fisherman’s Wharf, wo sich Robben in der Sonne aalen. Mit dem Ausflugsboot fahre ich am Alcatraz-Gefängnis vorbei zur Golden Gate Bridge. Live ist sie noch viel schöner als auf Fotos!

San Francisco wurde auf 43 Hügeln erbaut – während ich die Stadt zu Fuß erkunde, kommt mir meine Kondition zugute. Die wichtigsten Stadtteile wie Telegraph Hill, Nob Hill und Downtown liegen zentral, genau wie das quirlige Chinatown. Hier gibt es alles zu kaufen, was das Herz begehrt. Auch Hawaiihemden.

Der „Aloha Spirit“ hat nicht nur mich, sondern auch die restliche Welt längst erreicht.

Infos und Tipps

Anreise

United Airlines fliegt täglich ab Frankfurt via San Francisco oder Los Angeles nach Oahu und Maui. Roundtickets ab 1.000 Euro, www.united airlines.de Maui–Oahu ab 47 Euro (one way), www.hawaiianair.com

Swellwomen Yoga/Surfcamp

Residiert wird im luxuriösen „Royal Lahaina Resort“ (www.hawaiihotels.com), tägliches Yoga und Surflessons für Anfänger, Inselausflüge, Vollpension, Massagen, 6 Übernachtungen/All Inclusive, ab 2.175 Euro pro Person im Doppelzimmer. Einzelzimmer-Zuschlag 363 Euro. Sieben Termine in 2011, ab 22.05.2011, www.swellwomen.com

Veranstalter

FTI bietet das umfangreichste Hawaii-Reisen-Programm auf dem deutschen Markt an. Die Reisen können individuell zusammengestellt werden, www.fti.de

Hotels

(Über FTI zu buchen, Preise pro Person)

Oahu: „The Kahala Hotel & Resort“ – im noblen 5-Sterne-Hotel haben schon der Dalai Lama und Frank Sinatra genächtigt, Doppelzimmer mit Frühstück ab 204 Euro, www.kahalaresort.com

Maui/Hana: „Hotel Hana Maui“, schöne Bungalows in Hanglage mit Traum-Meerblick, Doppelzimmer mit Frühstück ab 100 Euro, www.hotelhanamaui.com

Wailea: „Hotel Wailea“, großzügige Apartments in weitläufiger Gartenanlage, Shuttle zum Strand. Doppelzimmer mit Frühstück ab 87 Euro, www.hotelwailea.com

San Francisco: Hotel „Triton“, Boutiquehotel am Eingang von Chinatown. Doppelzimmer mit Frühstück ab 72 Euro, www.hoteltriton.com

 

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