
Der US-Kardiologe Dr. med. William Davis hat sich über viele Jahre mit den Gefahren unseres Weizenhungers beschäftigt. Neben "Nahrungsmittelallergien, Diabetes, Arthrose und einem stark beschleunigten Alterungsprozess", wiegt eine Folge besonders schwer: Übergewicht.
Weizenfrei leben und der Bauchspeck ist weg
Dass unser Wohlstandsbäuchlein zum großen Teil auch ein Weizenbäuchlein ist, erklärt Dr. Davis mit der appetitanregenden Wirkung des Getreides. Essen wir viel Brot, Nudeln und Kuchen, "steigt der
Blutzuckerspiegel stark an und fällt schnell wieder ab.
Die Folge: Wir sind nur kurz satt und bekommen anschließend großen Appetit." So dringt das Verlangen nach Weizen immer tiefer in das Suchtzentrum des Gehirns vor. Wir werden geradezu abhängig.
Ein Leben ohne Brot und Nudeln?
Dr. Davis rät tatsächlich zum kalten Entzug: "Nur der strenge Verzicht auf Weizenmehlprodukte kann uns aus der Heißhungerspirale befreien." Leichter gesagt als getan. Denn Weizen begegnet uns ständig: in Form von Brot, Kuchen, Pizza und Spaghetti erkennen wir ihn leicht. In Fertigprodukten, Soßen und Süßigkeiten kann er sich gut verstecken. Doch der Versuch, zwei weizenfreie Wochen auf Probe durchzuhalten, lohnt sich.
Bauchspeck weg dank einer weizenfreien Ernährung
Bauchspeck weg: Roggen- und Dinkelbrot
Bei Brot und Brötchen ist der Name nur zu 90 % Programm, denn Roggen- und Dinkelbrote dürfen zu 10 % andere Getreidesorten enthalten. Auf der sicheren Seite sind Sie mit glutenfreien Broten, reinem Roggen- oder Dinkelbrot.
Bauchspeck weg: Gnocchi, Schupfnudeln, Knödel
Die beliebten Kartoffelprodukte werden zur besseren Bindung häufig mit Weizenstärke oder Mehl angedickt. Im Restaurant können Sie den Koch fragen, ob er Weizen- oder Kartoffelstärke benutzt. Selbst machen mit Kartoffel- statt Weizenstärke.
Bauchspeck weg: Paniermehl, Pankomehl, Backteige
Wenn Sie auswärts essen, sollten Sie auf Paniertes verzichten. Eine Ausnahme: indische Pakora (Gemüse oder Fleisch im Backteig). Hier wird der Ausbackteig aus Kichererbsenmehl gemacht. Kokos, Mandeln, Sesam, Parmesan können als Ersatz dienen.
Bauchspeck weg: Couscous, Bulgur & Co.
Couscous ist feiner Weizenschrot, Bulgur grober Weizenschrot. Beide sind als Beilage oder Salat beliebt, lassen sich aber auch wunderbar durch alle Reissorten oder sogenannte Pseudogetreide ersetzen. Weizenfrei sind Vollkornreis, Hirse, Quinoa, Hanf und Amaranth.
Bauchspeck weg: Ketchup, Sojasoße und Bèchamelsoße
Die meisten warmen Soßen werden klassisch mit Mehl oder Stärke abgebunden. In vielen fertigen Soßen und Brühepulvern stecken Weizenproteine, die als Geschmacksverstärker und Bindemittel dienen. Selbst gemachte Soßen z. B. mit Kartoffelstärke sind hier die Alternative.
Bauchspeck weg: Hartweizengrieß- und Eiernudeln
In fast jedem Supermarkt finden sich heute Pastasorten aus Dinkelvollkorn, Maismehl oder reinem Buchweizen. Eine tolle Alternative für Suppen sind asiatische Glasnudeln. Greifen Sie zu Dinkelnudeln, Reisnudeln oder Pasta aus Maismehl.
Bauchspeck weg: Getreidebratlinge, Seitan
Vegetarische Fleischalternativen werden oft durch eine große Portion Gluten, das Klebereiweiß des Weizens, in Form gehalten. Die Tofu-Alternative Saitan besteht sogar zu fast 100 Prozent aus Gluten. Falafel, Linsenbratlinge und Tofu sind eine bessere Alternative.
Bauchspeck weg: Müslimischungen, Cornflakes
Auf dem Frühstückstisch versteckt sich Weizen fast überall. In Toastbrot genauso wie in den meisten Müslimischungen. Auch Cornflakes enthalten das Getreide - in Form von Malz. Wählen Sie als Alternative Hirse-, Hafer-, Quinoaflocken mit Leinsamen
Bauchspeck weg: Aromatisierter Kaffee und Tee
In Cappuccino-Pulver und löslichem Tee werden kleine Mengen Weizenstärke als Trennmittel eingesetzt. Auch der weiße Film auf manchen Süßigkeiten verrät die Zutat Weizen. Frisch gebrühter Kaffee oder Tee z. B. mit Honig ist die bessere Wahl, ganz ohne Weizen.
Bauchspeck weg: Kekse, Laugengebäck und Cracker
Je bunter die Tüte, je würziger der Geschmack, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass im Knabbergebäck aus Reis, Maismehl oder Kartoffeln auch Weizen als Geschmacksverstärker steckt. Getrocknete Früchte, Nüsse, Mini-Reiswaffeln sollten ab sofort auf Ihrem Speiseplan stehen und den Knabberkram mit Weizen ersetzen.
Veröffentlicht in WUNDERWEIB










