
Verpackung geschlossen?
Generell gilt, was tatsächlich auf den Lebensmittelverpackungen steht – nämlich "mindestens haltbar bis". Das bedeutet, dass das Produkt auch nach diesem Datum noch einwandfrei sein kann. Die Hersteller geben lediglich an, dass ein Produkt bis zu diesem Datum definitiv gut ist, wenn es um Geschmack, Geruch und Farbe geht. Sind die Verpackungen noch original verschlossen und wurden bisher richtig gelagert, kann der Inhalt auch noch mehrere Tage danach bedenkenlos verzehrt werden. Auch aufgeblähte Deckel bedeuten nicht immer, dass das Produkt schlecht geworden ist. Wenn sich bei Kefir-Dosen der Deckel wölbt, ist das sogar ganz normal, denn das Milchgetränk bildet beim Gärungsprozess Kohlensäure, die den Deckel nach außen drückt. Aufpassen sollten Sie aber, wenn eine Packung schon geöffnet war. Dann gilt auch das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum nicht mehr. Milchprodukte wie Sahne oder Joghurt sollten beispielsweise nach dem Öffnen innerhalb von zwei bis drei Tagen verzehrt werden, auch wenn sie die ganze Zeit über im Kühlschrank standen. Auch H-Milch muss nach dem Öffnen wie normale Milch behandelt werden.
Empfindliche Ware?
Etwas anders sieht es mit dem sogenannten Verbrauchsdatum aus. Dieses Datum ist auf Verpackungen empfindlicher Lebensmittel aufgedruckt, zum Beispiel auf den Etiketten von frischem Fleisch aus dem Supermarkt oder an der Theke aufgeschnittener Wurst. Ist das Datum auf der Packung überschritten, lieber weg mit dem Inhalt!

Tiefgekühltes hat Grenzen
Eingefrorenes ist entgegen mancher Meinung nicht ewig haltbar. Bei Produkten aus der Kühltruhe im Supermarkt gilt der Aufdruck. Hier ist es wie beim Mindesthaltbarkeitsdatum frischer Ware: Bis zu dem genannten Termin sollte alles einwandfrei in Ordnung sein. Vorausgesetzt natürlich, die Kühlkette wurde nie durchbrochen, das heißt, das Produkt konnte zu keinem Zeitpunkt antauen und wieder überfrieren. Ein eindeutiges Zeichen dafür sind größere Eiskristalle auf der Packung: Entdecken Sie welche – Hände weg! Ist das aufgedruckte Datum bereits überschritten, ist die Ware zwar wahrscheinlich noch nicht verdorben, kann aber Geschmack und Farbe verändert haben. Pizza aus der Kühltruhe hält sich in der Regel – so wie auch die meisten Gemüsesorten – zwölf Monate, Pommes sogar bis zu 18 Monate. Ob die Kartoffelstäbchen zu lange auf Eis lagen, zeigt sich im Backofen: Alte Fritten bleiben labberig.
Selbst gekocht: drei Monate
Selbst gekochte und dann eingefrorene Gerichte können Sie im Schnitt drei Monate in der Tiefkühltruhe lagern. Diese Zeit gilt auch für roh eingefrorenes Hackfleisch, Würste und Fisch. Fischstäbchen sind allerdings auch noch nach zwölf Monaten in der Kühltruhe gut. Geflügel hält sich acht bis zehn Monate lang, ein Braten bis zu einem Jahr. Als Faustregel gilt: Je fetter das Fleisch oder der Fisch, desto kürzer ist die Haltbarkeit. Wenn Sie sich nicht sicher sind, sollten Sie im Zweifel Ihren Augen und Ihrer Nase mehr trauen als einem Datum: Sieht etwas komisch aus oder riecht merkwürdig, gehört es in den Müll
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