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 WUNDERWEIB » DIÄT & GESUND » Gesunde Ernährung

Nach der Atom-Katastrophe


Sind Lebensmittel aus Japan eine Gefahr für uns?


In Japan steigt die Strahlen-Belastung nach der Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima weiter an. Hierzulande sorgen sich viele Menschen, dass importierte Lebensmittel aus Japan verstrahlt sein könnten.
Japan Lebensmittel
Foto: Food & Foto
Sushi, eine japanische Spezialität.

Doch inwieweit ist diese Sorge begründet? Müssen wir wirklich Angst vor verstrahltem Sushi-Fisch haben?

Fakt ist: Ab dem 26. März wurden neue Sicherheitsrichtlinien für Lebens- und Futtermittel-Importe aus Japan festgelegt. Es darf nur dann nach Deutschland importiert werden, wenn die Ware zuvor in Japan überprüft und zertifiziert wurde.

Allerdings: Erst kürzlich setzte die EU die Strahlegrenze für radioaktive Strahlen in Lebensmittel herauf. Doch aufgrund massiver Proteste von Verbraucherschützern will die Europäische Union diese Grenze nun wieder absenken und den japanischen Normen anpassen.

Was den Sushi-Fisch angeht, müssen wir uns keine Sorgen machen, da wir aus Japan wenig Fisch importieren. Anders sieht es hingegen bei den Nori-Algen aus, mit denen die Makis umwickelt werden. Sie nehmen schnell die Schadstoffe aus der Umwelt auf. Die getrockneten Algenblätter werden meist aus Japan importiert. Panik ist trotzdem nicht angebracht, da die Lager in Deutschland zur Zeit noch genügend Algenblättern vorrätig haben.

Wie sieht es mit anderen japanischen Lebensmitteln aus? Die Bildergalerie verrät es Ihnen:

FOTOGALERIE

Japanische Lebensmittel: Alles verstrahlt?

Lebensmittel aus Japan

Darf ich noch Fisch essen?

Entwarnung: 900.000 importierten Tonnen Fisch stammten 2010 nur 60 aus Japan. Der Großteil stammt aus dem Nordostatlantik.

Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, fragt beim Händler nach. Trägt der Fisch die Nummer 61, stammt er aus dem Nordwestpazifik vor Japan. Diesen Fisch sollten sie dann lieber nicht kaufen.

Was ist mit Shiitake-Pilzen?

Auch bei den Shiitake-Pilzen ist die Gefahr relativ gering, da 90 Prozent der Shiitakes nachgezüchtet aus Deutschland kommen.

Auch hier gilt: Fragen Sie sicherheitshalber noch mal den Lebensmittelhändler.

Und wie sieht es mit Sojasauce aus?

Wer seine Sojasauce vom Hersteller Kikkoman bezieht, braucht keine Bedenken zu haben. Die Sauce wird mit Zutaten aus Europa und Südamerika in den Niederlanden produziert.

Angst vor grünem Tee?

Generell gilt: Was gerade bei uns an Exportwaren ankommt, wurde vor der Strahlen-Katastrophe verladen. Zudem wird sehr wenig Tee aus Japan zu uns importiert. Deutschland erhält grünen Tee überwiegend aus Indonesien, China und Indien.


Veröffentlicht in WUNDERWEIB
Tags:   Lebensmittel

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