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Gesundheit


Wie gut ist Ihr Frauenarzt?


Als Gynäkologe weiß Dr. Klaus Peters, was Sie von jedem seiner Kollegen erwarten dürfen und auch sollten
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Foto: Yuri Arcurs, fotolia

Frauenärzte erfahren intime Details, die oft noch nicht einmal die beste Freundin weiß. Wir fragten den Hamburger Gynäkologen Dr. Klaus Peters, an welchen Eigenschaften man ein einfühlsamen und kompetenten Arzt erkennt.

Vielen Frauen ist der Gang zum Gynäkologen unangenehm. Wie kann der Arzt Vertrauen schaffen?

Dr. Klaus Peters: Vor allem, indem er respektvoll mit seinen Patientinnen umgeht. So sollten sie sich zum Beispiel nicht direkt vor seinen Augen ausziehen müssen. Während der Untersuchung sollte er mit ihnen sprechen und Vorankündigungen machen, etwa: "Jetzt kann es gleich ein wenig ziepen." Absolut tabu: flapsige Sprüche oder gar Witze.

Sollte der Arzt auch Sexualprobleme ansprechen?

Ja, denn manchmal ist der Frauenarzt der einzige Ansprechpartner für Tabuthemen. Und viele Frauen trauen sich nicht, von selbst darüber zu reden. Möchte die Patientinnen aber gar nicht darüber sprechen, sollte der Arzt nicht nachhaken.

Wie sollte mein Frauenarzt reagieren, wenn ich eine Therapieempfehlung ablehne?

Wenn ich Ihnen etwa eine Mammografie-Untersuchung der Brust empfehle, weil Sie Brustkrebsfälle in der Familie haben, würde ich Ihnen ganz genau die Gründe erläutern - und zwar in verständlicher Form. Außerdem würde ich Ihnen den Ablauf genau erklären, um Ihnen die Angst zu nehmen. Grundsätzlich würde ich Sie aber zu nichts überreden. Letztlich bleibt es ganz allein Ihre Entscheidung.

Wie finde ich einen guten Ersatz, wenn ich mit meinem Frauenarzt nicht zufrieden bin?

Wenn es aus dem Kreis Ihrer Verwandten oder Freundinnen keine Empfehlung gibt, fragen Sie am besten Ihren Hausarzt. Wenn Sie es zeitlich einrichten können, vereinbaren Sie den ersten Termin bei einem neuen Arzt persönlich statt telefonisch. Dann können Sie sich einen Eindruck von der Atmosphäre in der Praxis machen. Sie sollten sich bei jedem Arzt grundsätzlich wohl und gut aufgehoben fühlen.

FOTOGALERIE
Brustkrebs-Vorsorge: So tasten Sie sich ab

Brustkrebs-Vorsorge

Stellen Sie sich entspannt vor einen Spiegel und legen die Arme seitlich an. Haben sich Größe, Form oder Haut Ihrer Brüste irgendwie verändert? Oder Ihre Brustwarzen?

Brustkrebs-Vorsorge

Heben Sie dann vorm Spiegel beide Arme hoch. Gehen die Brüste mit hoch, sehen sie gleich aus, schwingen sie regelmäßig? Betrachten Sie sie von vorn, von der Seite. Danach auch mit in die Taille gestemmten Armen.

Brustkrebs-Vorsorge

Tasten Sie jetzt beide Achselhöhlen nach auffälligen Knoten ab.

Brustkrebs-Vorsorge

Tasten Sie nun mit der rechten Hand die linke Brust mit den Kuppen der drei mittleren Finger in kreisenden Bewegungen ab.

Wiederholen Sie das gleiche mit der linken Hand an der rechten Brust. Stellen Sie sich Ihre Brust als kreisrunde Uhr vor - und untersuchen Sie zuerst den Quadranten von zwölf bis drei Uhr usw.

Bemerken Sie Knötchen, Verhärtungen, empfindliche Stellen?

Brustkrebs-Vorsorge

Drücken Sie jede Brustwarze. Tritt Flüssigkeit aus, achten Sie auf Farbe und Beschaffenheit, und sagen Sie das Ihrem Arzt.

Brustkrebs-Vorsorge

Legen Sie sich auf den Rücken und tasten sie die Brust bei anliegendem Arm nochmals ab, wie in Bild 4 beschrieben.

Brustkrebs-Vorsorge

Nun Achselhöhle bei herabgelassenem Arm und erhobenem Arm abtasten: Spüren Sie Veränderungen, Verdickungen?

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Foto: soschoenbistdu, fotolia
So nicht! Die Negativ-Liste

5 Gründe, den Gynäkologen zu wechseln

  • TROTZ TERMIN müssen Sie stundenlang warten. Und es wird Ihnen noch nicht einmal erklärt, ob ein Notfall dazwischengekommen ist. Wenn das regelmäßig vorkommt, ist die Praxis schlecht organisiert
  • DER ARZT IST BELEIDIGT, wenn Sie eine zweite Meinung einholen wollen - zum Beispiel vor einer Operation. Sich umfassend zu informieren ist allerdings Ihr gutes Recht. Das sollte auch vom Arzt akzeptiert werden
  • UNTERSUCHUNGSBEFUNDE werden gar nicht oder in Fachchinesisch erklärt. Selbst auf Nachfrage ist der Arzt nicht in der Lage, sie Ihnen verständlich zu erklären
  • ER SPRICHT ÜBER DETAILS anderer Patientinnen oder lässt gar deren Akten offen herumliegen. Sie müssen also davon ausgehen, dass er auch mit Ihren Daten indiskret ist
  • ER VERLANGT GELD für zusätzliche Untersuchungen, ohne Ihnen den Sinn und Zweck zu erklären. Ob solche Extras wirklich nötig sind, erfahren Sie bei Ihrer Krankenkasse

FOTOGALERIE
Typisch weiblich: Viele Bauchbeschwerden treffen hauptsächlich Frauen

Was Männer seltener erleben, gehört für viele Frauen oft zum Alltag: Bauchbeschwerden. Die weibliche Mitte scheint sehr viel schneller aus dem Gleichgewicht zu geraten als das männliche Pendant.

Und tatsächlich zeigen Untersuchungen, dass Frauen von den meisten Bauchbeschwerden häufiger betroffen sind als Männer.

Es drückt, es krampft, es brennt – so vielfältig wie die Ausprägungen sind auch die Ursachen (z.B. Menstruationsbeschwerden, Blasenentzündung, Reizdarmsyndrom, sensibler Magen).

Ganz gleich, was die Schmerzen auslöst: Es kommt darauf an, dass sie schnell gestoppt werden.

Die monatliche Regelblutung ist bei jeder zweiten Frau mit Menstruationsbeschwerden verbunden. Schon vor Beginn der Blutung kann sich das prämenstruelle Syndrom mit Symptomen wie Reizbarkeit, Schmerzempfindlichkeit und dem Gefühl von Aufgeblähtheit äußern.

Während der Blutung kommt es dann oft zum Ischämie-Schmerz. Wenn Krämpfe und Schmerzen den Tag trüben, ist zuverlässige Hilfe gefragt.

50 bis 70 Prozent der Frauen erkranken mindestens einmal in ihrem Leben an einer Blasenentzündung. Die Symptome: ständiger Harndrang, und dann kommen unter Brennen und krampfartigen Schmerzen nur ein paar Tropfen.

Das Reizdarmsyndrom zählt zu den funktionellen Bauchbeschwerden und äußert sich durch häufig abwechselnd auftretende Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall und Verstopfung, Völlegefühl und dem Gefühl des Aufgeblähtseins.

Wer über mehrere Monate hinweg eines oder mehrere dieser Symptome feststellt, sollte sich vom Arzt durchchecken lassen. Mehr als zehn Prozent der Erwachsenen in Deutschland haben damit zu kämpfen, Frauen doppelt so häufig wie Männer.

Wenn die Bauchbeschwerden nach dem Genuss bestimmter Speisen auftreten, ist der Auslöser wohl auf dem Teller zu suchen und ein sensibler Magen das Problem.

Rund fünf Prozent der Bevölkerung – auch hier Frauen doppelt so häufig wie Männer – leiden an einer Nahrungsmittelallergie, bei der das Immunsystem auf bestimmte Allergene im Essen reagiert.

Bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit sind hingegen fehlende Enzyme in der Dünndarmschleimhaut die Ursache für Schmerzen und Krämpfe.

Da Bauchschmerzen meist die Folge übermäßiger Anspannung der dortigen Muskulatur sind, gelten krampflösende Medikamente mit dem Wirkstoff Butylscopolamin als Mittel der ersten Wahl.


Veröffentlicht in Bella

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