
Blasenentzündung: Wie kommt es eigentlich dazu?
Die Ursache für eine Blasenentzündung ist meist ein geschwächtes Immunsystem. Funktioniert die körpereigene Abwehr nicht mehr richtig (z.B. durch Unterkühlung oder Stress) haben Bakterien ein leichtes Spiel.Anatomisch gesehen sind Frauen gefährdeter, sich eine Blasenentzündung einzufangen.
Das liegt an der weiblichen Harnröhre, die recht kurz ist und es den Erregern (die meistens aus dem Darm stammen) sehr einfach macht, sich in der Harnröhre einzunisten.
Blasenentzündung: Die Symptome
Die Blasenentzündung macht sich durch schmerzhaftes Stechen beim Wasserlassen oder sogar Blut im Urin bemerkbar. Häufiger Sex fördert übrigens das Riskio, an einer Blasenentzündung zu erkranken: Durch die Reibung werden die Schleimhäute gereizt, die Bakterien können so leichter eindringen.
Blasenentzündung: Die Behandlung
Meist wird die lästige Blasenentzündung ganz klassisch mit Antibiotika behandelt. Kurz nach der Einnahme klingen die Beschwerden der Blasenentzündung schnell ab. Dazu sollte man viel trinken.
Viele Frauen schwören auch auf die Behandlung mit Bärentraubenblättern (den Tee gibt es in der Apotheke) oder Cranberrysaft, der keimabtötende Substanzen enthält.
Blasenentzündung: So beugen wir am besten vor
Essentiell ist die richtige Intimhygiene. Auf keinen Fall den Vaginalbereich mit Seife oder parfümierten Waschgels säubern. Besorgen Sie sich lieber ein medizinisches Gel aus der Apotheke. Auch beim
Geschlechtsverkehr sollte darauf geachtet werden, Praktiken zu vermeiden, bei denen Darmbakterien in die Scheide gelangen. Und generell gilt wie immer: Es sollte alles vermieden werden, was das Immunsystem schwächt, also
Stress, zu wenig Schlaf und einseitige Ernährung.
Blasenentzündung: Die größten Irrtümer
Fünf Irrtümer zum Thema Blasenentzündung
Blasenentzündung: Die größten Irrtümer
1. Blasenentzündungen bekommen nur Frauen, die häufig ihre Sexualpartner wechseln
Tatsächlich ist eine Frau durch den Kontakt mit jedem neuen Sexualpartner mehr potenziellen Erregern einer Blasenentzündung ausgesetzt. Das bedeutet jedoch nicht, dass auch eine Infektion stattfinden muss.
Eine Erkrankungsgefahr besteht nur dann, wenn die Blase nach dem Geschlechtsverkehr nicht entleert oder keine optimale Intimhygiene betrieben wird.
Blasenentzündung: Die größten Irrtümer
2. Möglichst häufiges Waschen und Duschen schützt vor Blasenentzündung
Allzu häufige und heftige Hygienemaßnahmen schaden mehr als sie nützen. Aggressive Seifen und heißes Wasser sowie Intimsprays greifen die Vaginalflora an. Dann haben Krankheitserreger ein leichtes Spiel.
Blasenentzündung: Die größten Irrtümer
3. Die Blasenentzündung lässt sich "wegtrinken"
Eine hohe Flüssigkeitszufuhr ist zur Vorbeugung beziehungsweise im Anfangsstadium einer Blasenentzündung durchaus ratsam, da Krankheitserreger so ausgeschwemmt werden. Am besten eignen sich Wasser, Tees und Fruchtsaftschorlen. Nachteilig wirken sich hingegen Schwarztee, Kaffee und Alkohol aus. Ist die Blasenentzündung allerdings erst einmal fortgeschritten, nützt Trinken allein nur wenig. Dann sind der Weg zum Arzt und die Verschreibung eines Antibiotikums unausweichlich.
Um sich gegen einen neuen Infekt zu wappnen, kann „frau“ einiges tun: Warm anziehen, Unterkühlungen vermeiden und auf eine gesunde Ernährung achten, um das Immunsystem zu stärken.
Blasenentzündung: Die größten Irrtümer
4. Eine Blasenentzündung holt man sich oftmals im Schwimmbad
Das Wasser in den Schwimmbecken ist gechlort und die Anzahl der Keime dadurch stark vermindert. Die Wahrscheinlichkeit, sich nach einem Sprung ins kühle Nass einen Harnwegsinfekt zuzuziehen, ist daher nicht erhöht.
Krank wird nur, wer sich außerhalb des Beckens im feuchten Badeanzug aufhält und dabei den Unterleib verkühlt. Darum gilt: Badebekleidung nach dem Schwimmen immer gleich wechseln!
Blasenentzündung: Die größten Irrtümer
5. Blasenentzündungen sind eine reine Frauenkrankheit
Keineswegs. Etwa ab dem 40. Lebensjahr neigen auch Männer hin und wieder zu Blasenentzündungen. Ursache ist in den meisten Fällen eine harmlose Prostatavergrößerung.
Diese bewirkt, dass nach dem Toilettengang ein wenig Restharn in der Blase zurückbleibt – eine ideale Grundlage zur Vermehrung von Bakterien.
Veröffentlicht in WUNDERWEIB





