
Vertrauen
Jeder Mensch bekommt bei der Geburt Heilkräfte mit, die ein Leben lang aktiv sind. Wichtig ist daher, dass man seinen inneren Kräften vertraut. Ein Beispiel: Eine Erkältung kündigt sich an. Der eine macht sich Sorgen, welche Folgen das haben kann. Der andere vertraut darauf, dass sein Körper das Problem locker bewältigen wird. Genau das wird eintreten: Er wird schnell gesund. Allein der positive Gedanke kann die Anzahl der Immunzellen um 15 Prozent steigern!
Liebe
Streicheln und gestreichelt werden - Berührungen sind ein Grundbedürfnis des Menschen. Ohne Streicheln bleiben Babys in ihrer Entwicklung zurück. Auch Erwachsene brauchen "Streicheleinheiten" zum Glücklichsein. Vor allem die zärtliche Nähe zum Partner stimuliert die Ausschüttung des "Glückshormons" Oxytocin. Der Botenstoff macht uns ruhig und unterstützt unsere Abwehr im Kampf gegen Krankheiten.
Freunde
Über Probleme reden, sich mal ausweinen können - das reduziert krank machenden Dauerstress. Wobei nicht die Anzahl der Freunde entscheidend ist, sondern Fürsorge und Verlässlichkeit.
Kreativität
Immunsystem und Gehirn sprechen dieselbe Sprache. Wenn das Gehirn fit ist, zieht auch die Abwehr mit. Immunforscher empfehlen deshalb, die Kreativität mit einem geistigen Hobby zu wecken. Egal, ob Singen im Chor, Malen, Fotografieren, Tanzen oder klassische Musik hören - alles hilft, gedanklich abzuschalten und innere Kraftreserven zu mobilisieren.

Aktivität
Perfekt ankurbeln lassen sich die Selbstheilungskräfte auch durch regelmäßig Bewegung. Sportwissenschaftler entdeckten: Schon ein täglicher 30-minütiger Fahrradausflug oder ein strammer Marsch mit dem Hund baut Stresshormone ab - die Zellen sind besser vor dem Angriff freier Radikaler geschützt.
Lachen
Humor ist ein weiterer Fitmacher fürs Immunsystem. Wissenschaftler der amerikanischen Loma -Linda -Universität lieferten kürzlich den Beweis. Dazu maßen die Forscher die Stresshormonspiegel von 16 jungen Männern, die zuvor gefastet hatten. Der Hälfte von ihnen servierte man zur Stimulation der Lachmuskeln ein witziges Video. Ergebnis: Bei der "lustigen Gruppe" sanken die Werte der Stresshormone Cortisol und Dopamin um 39 Prozent, die von Adrenalin sogar um 70 Prozent. Die Werte der Kontrollgruppe veränderten sich nicht.
Fantasiereisen
Auch Gedanken - oder Fantasiereisen sind ein gutes Hilfsmittel, um die Selbstheilungskräfte anzustoßen. Setzen Sie sich dazu an einen ruhigen Ort und konzentrieren Sie sich ganz auf Ihr Körperinneres. Dann am Schmerzort stehenbleiben und ihn mit positiven Gedanken erfüllen. Denken Sie z. B. daran, wie wärmender Sonnenschein Sie durchflutet. Ein Versuch lohnt.

Meditation
Bei der fernöstlichen Tiefenentspannung wird die Aufmerksamkeit ganz nach innen gelenkt - auf organische Körpervorgänge (z. B. Darmentzündungen), aber auch auf seelische Störungen. Mit Erfolg, wie Studien belegen. So kann ein geübter Meditierender chronische Schmerzen und auch Herzbeschwerden lindern.
Autogenes Training
Studien zufolge ist autogenes Training besonders gut geeignet, Ängste abzubauen und Glücksgefühle in uns zu wecken. Und positive Gedanken unterstützen wiederum das Immunsystem sowie die Selbstheilungskräfte. Kurse gibt es über die Krankenkassen bzw. an Volkshochschulen.
Glaube
Vielen Menschen hilft nicht zuletzt tiefes Vertrauen zu Gott und der Glaube, dass ihnen geholfen wird. Die Religion gibt ihnen Halt und die Kraft zur Genesung. Ein Beispiel, welche Macht tief empfundene Hoffnung hat, ist der Wallfahrtsort Lourdes in Frankreich. Viele Pilger verlassen ihn gestärkt und gesünder.
Weitere Themen
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Autor: Silke Schikowski-Meyer
Veröffentlicht in Fernsehwoche
