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Schmerzuen lindern ohne Tabletten


Alternative Heilmethoden


Der Griff zur Pille ist eine schnelle, aber gefährliche Lösung: Sie kann abhängig machen. Dabei gibt es Alternativen, die genauso gut wirken wie Tabletten.
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Foto: Yuri Arcurs, fotolia
Akupunktur wird häufig eingesetzt, um Kopfschmerzen zu behandeln

KOPFSCHMERZEN

Experten schätzen, dass zehn Prozent aller Kopfschmerzen durch zu häufigen Gebrauch von Schmerzmitteln verursacht werden (an mehr als zehn Tagen im Monat). Ebenso wirksam sind alternative Heilmethoden:

  • Akupunktur

Wer oft unter Kopfschmerzen leidet, kann sich mit Akupunktur, ganz ohne Tabletten, behandeln lassen. Mehrere Studien haben bewiesen, dass die alternative Heilmethode der Nadeltherapie in 75 Prozent der Fälle hilft. In der Regel sind sechs bis acht Sitzungen nötig. Eine wissenschaftliche Erklärung für die Wirkung gibt es nicht. Die häufigste Theorie: Durch die Nadeln werden Reize ans Gehirn geschickt, die den Einstrom von Schmerzimpulsen abblocken. Gleichzeitig wird die Bildung von Endorphinen (Glückshormone) angekurbelt. Den Studien zufolge wirkt Akupunktur auch bei Migräne, Kreuzschmerzen und Arthrose.

  • Hypnose

Sie lenkt die Aufmerksamkeit vom Schmerz weg. Wie das funktioniert, erklärt Dr. Wolfgang Blohm, Leiter einer Hypnose-Klinik bei Husum: "Dazu wird der Patient in eine Art Trance versetzt. Die innere Aufmerksamkeit ist hellwach, äußere Einflüsse werden ausgeblendet. In diesem Zustand ist der Betroffene für positive Bilder besonders empfänglich. Der Therapeut lenkt ihn dabei." So wird der Schmerz durch schöne Bilder quasi ausgeblendet. Außerdem lernt der Patient, wie er sich im Akutfall durch Selbsthypnose schnell helfen kann.

  • Reizstrom

Um Kopfschmerzen mit TENS (transkutane elektrische Nervenstimulation) zu behandeln, werden kleine Elektroden auf die Schmerzpunkte am Kopf geklebt. Sie leiten elektrische Reize an die unter der Haut liegenden Nerven weiter. So gelangen die Impulse ins Gehirn und lindern die Schmerzen. Die Geräte (Sanitätshaus) sind so klein, dass man sie immer bei sich tragen kann.

  • Hausmittel

Eine der häufigsten Gründe für Kopfweh ist Wassermangel. Hier reichen 3-4 Gläser Flüssigkeit, und das Problem ist ganz ohne Tabletten gelöst. Wer konzentriert arbeitet, vergisst oft auch zu essen. Die Folgen: Der Blutzuckerspiegel sinkt, das Gehirn schlägt schmerzhaften Alarm. Jetzt ist Naschen ausdrücklich erlaubt.

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Foto: gajatz, fotolia
Rund 14 Millionen Deutsche leiden an Migräne

MIGRÄNE

Rund 14 Millionen Deutsche leiden daran. Typisch Symptome sind: hämmernde Schmerzen, meist nur auf einer Kopfseite, sowie starke Licht und Geräuschempfindlichkeit.

  • Neuraltherapie

Ihr liegt die Auffassung zugrunde, dass die eigentliche Ursache der Migräne in "Störfeldern" zu suchen ist. Diese können überall im Körper liegen. Das kann zum Beispiel eine alte Narbe am Bein sein, die sich entzündet hat. Solche Störfelder bringen das Nervensystem im Gehirn aus dem Gleichgewicht und lösen so die höllischen Kopfschmerzen aus. Bei der Neuraltherapie wird das Störfeld mittels Procain-Spritzen (Betäubungsmittel) nach und nach ausgeschaltet. Ist das gelungen, ist auch die Migräne weg, dank alternativer Heilmethoden.

  • Botox

Selbst Ärzte waren überrascht, dass bei Migräne-Patienten nicht nur die Falten auf der Stirn, sondern auch die Kopfschmerzen weggingen. Botox gilt deshalb in der Migränebehandlung als vielversprechend. Laut einer Studie der amerikanischen Mayo-Klinik traten nach der Injektion die Attacken um 55 Prozent seltener auf, außerdem nahm die Stärke ab. Die Wirkung der Spritze tritt nach zwei Wochen ein, sie hält drei Monate an. Danach ist das Botox abgebaut.

  • Biofeedback

Diese Methode zeigt, was man durch die Kraft der Gedanken bewegen kann: Sensoren messen dabei Körperfunktionen, wie z. B. die Muskelanspannung im Kopf oder den Blutfluss in den Arterien, und zeigen sie auf dem PC an. Entspannt sich der Patient, verändert sich das Symbol auf dem Monitor. So lernt er, mit dem Willen Körperprozesse zu steuern. Das heißt, er kann Migräneattacken schon stoppen, bevor sie überhaupt ausbrechen. Nach einer Studie der Universität Marburg ist das Ergebnis noch besser, wenn zusätzlich das sogenannte Blutvolumenpuls-Feedback angewandt wird. Dabei lernt der Patient, die Schläfenarterien durch den Willen zu verengen. Weite Arterien können den Schmerz deutlich verstärken. Allerdings dauert es eine Zeit, bis man die Methode beherrscht. Sie kann nur mithilfe von Therapeuten erlernt werden.

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Foto: olly, fotolia
Bei Kreuzschmerzem helfen zum Beispiel ABC-Pflaster, ein Wärmepack oder ein heißes Bad

RÜCKENSCHMERZEN

In 90 Prozent der Fälle sind verspannte Rückenmuskeln, Fehlbelastungen oder Fehlhaltungen die Ursache. Nach Ansicht von Experten ist Bewegungsmangel daran schuld.

  • Osteopathie

Sie behandelt nicht nur den Knochen, wie der Name vermuten lässt, sondern den ganze Körper. Also auch Muskeln, Sehnen, Bindegewebe und Bänder. Ihr Grundsatz lautet: Alle Teile des Körpers sind miteinander verbunden. Sie müssen immer frei beweglich sein. Ist z. B. ein Muskel oder Gelenk in seiner Beweglichkeit eingeschränkt, löst diese Blockade eine Störung aus, auch an ganz anderer Stelle. Sehr häufig im Rücken. Der Osteopath muss also zuerst die Ursache der Schmerzen ertasten. Seine einzigen Instrumente sind die Hände. Ist die Blockade gefunden, beseitigt er sie durch Techniken wie Drücken, Schieben, Kneten oder Klopfen. Damit sind auch die Schmerzen verschwunden.

  • Rolfing

Verspannungen oder Verklebungen im Bindegewebe können zu Fehlhaltungen führen, die chronische Rückenschmerzen verursachen. Hier kann Rolfing helfen. Dabei lockert der Therapeut Bindegewebe und Muskeln und bringt den ganzen Körper wieder in die richtige Haltung. Gearbeitet wird meist mit den Händen, manchmal auch mit den Ellenbogen. Der Prozess dauert mindestens sechs Wochen. Ist die natürliche Haltung wiedergefunden, sind die Schmerzen weg.

  • Wärme

Als Soforthilfe eignen sich ABC-Pflaster, Wärmepack oder ein heißes Bad. Denn Wärme lockert die Muskeln und fördert die Durchblutung. So werden Schmerz auslösende Stoffe schneller abtransportiert. Außerdem aktiviert Wärme Schmerz hemmende Nervenfasern im zentralen Nervensystem. Langfristig helfen nur mehr Bewegung und ein gezieltes Rückentraining. Wer morgens schon mit Rückenschmerzen aufwacht, sollte seine Matratze kritisch prüfen. Orthopäden empfehlen, sie spätestens alle acht Jahre auszuwechseln.

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Foto: Niceshot, fotolia
Wenn keine Entzündung vorliegt und die Schmerzen auszuhalten sind, helfen Spritzen mit Hyaluronsäure und Fahrradfahren in Kombination

GELENKSCHMERZEN

Am häufigsten treten sie im Knie und in der Schulter auf. Im ersten Fall kann Arthrose (Knorpelverschleiß) dahinterstecken, im zweiten Fall eine Schwellung des Schleimbeutels.

  • Kortison

Werden die Schmerzen durch eine Entzündung im Kniegelenk verursacht, bringen Kortisonspritzen rasche Linderung. Das Kortison stoppt die Entzündung, und damit lassen auch die Schmerzen nach. Sie sollen aber nur im Akutfall verabreicht werden.

  • Quarkwickel

Dieses Hausmittel ist bei entzündlicher Arthrose eine gute Erste-Hilfe-Maßnahme. Einfach den Inhalt einer gekühlten Quarkpackung auf das Knie streichen und mit einem Tuch umwickeln. Die Auflage so lange darauf lassen, bis der Quark sich erwärmt hat. Bei Bedarf wiederholen.

  • Hyaluronsäure

Liegt keine Entzündung vor und sind die Schmerzen erträglich, ist folgende Kombi-Therapie zu empfehlen: Spritzen mit Hyaluronsäure und Fahrradfahren. Die Wirkung: Hyaluronsäure dient dem Kniegelenk als Nährsubstanz, Radfahren presst sie in den Knorpel und regt die Gelenkschleimhaut zur Bildung von Gelenkflüssigkeit an. Sie sorgt dafür, dass die Knorpel im Gelenk problemlos gegeneinander gleiten. Fehlt sie, reiben die Knorpel aufeinander, entzünden sich und verursachen Schmerzen.

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  • Kältepack

Plötzliche starke Schmerzen im Schultergelenk weisen meist auf eine Schleimbeutelentzündung hin. Diese Reizung entsteht dadurch, dass der Schleimbeutel durch Überlastung anschwillt und der Platz unter der Schulter zu eng wird. Daher auch der medizinische Fachbegriff Impingement (= Schulterenge). Als Soforthilfe ist ein Kältepack aus der Apotheke ideal. Die Packung immer zuerst in ein Tuch einschlagen, dann für 10 Minuten auf die Schulter legen. Den Beutel entfernen, wenn sich die Haut erwärmt hat. 15 Minuten warten, dann den Vorhang wiederholen.


Veröffentlicht in Bella
Tags:   Migräne |  Kopfschmerzen |  Arthrose |  Hausmittel

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Kommentare: Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Teefee
21.07.2009
15:23
Wie man sieht: Es geht auch mal etwas sanfter...
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