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Magen & Darm - Mythen und Irrtümer

Irrtum 1

Magenknurren entsteht im Magen

Der Magen Arbeitet ständig. Die Nahrung wird mit Magensäften vermischt und zu einem Brei verflüssigt. Dieser wird laufend von den Magenmuskeln durchgeknetet, um die Nährstoffe herauszulösen. Nach und nach wird der Brei weiter Richtung Magenausgang in den Darm gepresst. Auch wenn der Magen leer ist, arbeitet er weiter. Er zieht sich zusammen und presst so ein Gemisch aus Luft und dünnflüssiger Magensäure durch den Magenausgang in den Darm. Die Geräusche die dabei entstehen, nehmen wir als das typische Magenknurren wahr. Dabei entstehen sie gar nicht im Magen, sondern in einem bestimmten Darmabschnitt kurz hinter dem Zwölffingerdarm. Dieser Abschnitt wird deshalb auch "Knurrdarm" genannt

Irrtum 2

Eine Mahlzeit pro Tag macht schlank

Wenn dem Körper nur einmal pro Tag Energie zugeführt wird, neigt er eher dazu diese zu speichern. Der Stoffwechsel wird langsamer und der Körper arbeitet insgesamt Ökonomischer, er will ja schließlich nicht verhungern

Irrtum 3

Abführmittel senken die Darmaktivität

Auf die meisten Abführmittel trifft dies durchaus zu, wenn man sie über einen längeren Zeitraum einnimmt, oder nicht nach der empfohlenen Dosierung. Jedoch gibt es mittlerweile Produkte bei denen eine Einnahme über einen längeren Zeitraum möglich ist, ohne das es zur Gewöhnung oder zu einem Verlust der Wirksamkeit kommt. Zum Beispiel Laxatan® M enthält neben dem Hauptinhaltsstoff Macrogol noch Inulin und Elektrolyte. Ersteres ist ein gut wirksames und zugleich verträgliches Mittel zur Behandlung von Verstopfung. Es führt nicht zu zusätzlichen Wasserverlusten und hilft so dem Elektrolythaushalt

Irrtum 4

Kaugummi verklebt den Magen

Wie oft haben wir das nicht schon gehört, dabei ist es völliger Unsinn. Kaugummis kleben nicht, wenn sie feucht sind und werden im Magen auch nicht weiter aufgespalten. Sie rutschen einfach durch. Zuckerfreie Kaugummis mit Sorbit können sogar abführend wirken

Irrtum 5

Wer Mundgeruch hat ist Magenkrank!

Schlechter Atem ist nur selten ein Anzeichen für eine Magen-Darm-Erkrankung. In 90 Prozent der Fälle steckt schlechte Zahnhygiene und einen Bakterien- oder Pilzbelag in der Mundhöhle dahinter

Irrtum 6

Der Darm muss regelmäßig entgiftet werden

Im Darm bleiben von den normalen Verdauungsvorgängen keine Gifte zurück. So zahlreich und vielversprechend die angebotenen Sanierungs- und Entgiftungskuren für den Körper auch sein mögen - eine positive Wirkung auf die Verdauung konnte bisher nicht nachgewiesen werden


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