
Diabetes mellitus – Eine Definition
Unter Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) versteht man eine lebenslange Erkrankung und Stoffwechselstörung, die sich durch erhöhte Blutzuckerwerte zeigt. Die Bauchspeicheldrüse produziert dabei zu wenig oder gar kein Insulin. Das lebenswichtige Hormon ist als einziger Botenstoff für die Senkung des Blutzuckerspiegels im Körper verantwortlich.
Diabetes mellitus ist ein medizinischer Sammelbegriff für verschiedene Krankheitstypen. Es wird in den Typ-1- Diabetes mellitus, Typ-2-Diabetes mellitus, Typ-3-Diabetes mellitus und in Schwangerschaftsdiabetes unterschieden. Diese unterschiedlichen Klassifizierungen zeigen die Ursachen der Diabetes an.
Krankheitsbilder der verschiedenen Typen
Der Typ-1- Diabetes mellitus
Typ-1- Diabetes mellitus tritt überwiegend bei Personen unter 25 Jahren auf. Mittlerweile geht man von einer durch bestimmte Erbfaktoren und Virusinfektionen begünstigte Autoimmunerkrankung aus. Derzeit ist dieser Erkrankungstyp nicht medizinisch beeinflussbar. Die Insulin produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse werden in einem komplexen Zusammenspiel aus hochreaktiven, freien Radikalen und zellulären Abwehrmechanismen unwiederbringlich zerstört. Die Betroffenen können jedoch durch eine lebenslange Insulintherapie gut behandelt werden.
Der Typ-2-Diabetes mellitus
Dieser Typus ist am weitesten verbreitet. Der Verlauf kann schleichend und lange Zeit ohne Symptome verlaufen. Meist wird Typ-2-Diabetes mellitus erst durch Folgeschäden im Körper bemerkt. Die Ursache für eine Typ-2-Erkrankung liegt meist in einer angeborenen oder erworbenen Unempfindlichkeit gegenüber Insulin begründet. Der Grund dafür kann zu viel fettes Essen über einen langen Zeitraum sein, da durch die hohe Konzentration an Glukose im Blut der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht ist. Neben erblichen Faktoren, die eine Rolle spielen können, sind Übergewicht oder Adipositas (Fettsucht) weitere Gründe an Typ-2-Diabetes mellitus zu erkranken.
Dieser Typ Diabetiker kann jedoch entscheidenden Einfluss auf den Behandlungserfolg und den Krankheitsverlauf durch einen positiven Lebenstil nehmen.
Der Typ-3-Diabetes mellitus
Unter dem dritten Typus werden verschiedene Unterformen zusammengefasst, bei denen die Stoffwechselstörung beispielsweise durch Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, Medikamente, hormonelle Störungen, Infektionen oder genetische Defekte ausgelöst wird.
Schwangerschaftsdiabetes
Schwangerschaftsdiabetes, auch Gestationsdiabetes genannt, ist eine erstmals in der Schwangerschaft diagnostizierte Glucose-Toleranzstörung. Sie kann aufgrund der erhöhten Ausschüttung von verschiedenen Schwangerschaftshormonen auftreten, verschwindet jedoch bei einem typischen Verlauf nach der Geburt wieder und ein normaler Zuckerstoffwechsel tritt ein. Der Gestationsdiabetes gilt als eine der häufigsten schwangerschaftsbegleitenden Erkrankungen und wird durch Übergewicht, einem Alter über 30 Jahren und erbliche Vorbelastungen mit Diabetes begünstigt. Doch auch ohne jegliche Risikofaktoren ist ein Auftreten der Erkrankung möglich.
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