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Krankheitsbild


Akne


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Foto: MariaP, fotolia

Akne: Definition, Ursachen und Symptome

Generell unterscheidet man zwischen der klassischen Pubertäts-Akne und der spät auftretenden Akne. Die Pubertäts-Akne entsteht bei Mädchen und Jungen primär durch die zunehmende Produktion von männlichen Geschlechtshormonen (medizinisch: Androgene) in der Pubertät. Da die Talgdrüsen hierdurch angeregt werden, wird mehr Hautfett produziert, das sich staut und nur schwierig ausgeschieden werden kann. Äußerliche Merkmale sind hier weiße Knötchen, die hin und wieder schwarze Pünktchen, so genannte Mitesser (medizinisch: Komedon) in der Mitte haben. Wenn sich die weißen Akne-Knötchen entzünden, bilden sich Pickel mit Eiterpfropf. Die Ursachen für spät auftretende Akne können in der Einnahme der Pille, in Hormonstörungen oder Medikamenten begründet sein.

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Foto: michanolimit, fotolia

Akne: Behandlung

Eine richtige Akne sollte immer zuerst von einem Hautarzt begutachtet werden. Zu Beginn sollte immer eine professionelle Hautausreinigung durch eine Kosmetikerin stehen. Für die tägliche Anwendung sollte man morgens und abends eine antibakterielle Reinigung verwenden. Gegen die Pickel kann der Hautarzt Präparate mit Antibiotika und Benzoylperoxid oder Vitamin A-Säure verschreiben. Am besten ist ein individuell für den Patienten zusammengestelltes Programm, das genau auf den Hauttyp abgestimmt ist.

Wichtig ist auch, dass Frauen auf ölhaltiges Make-up verzichten. Besser sind getönte Cremes aus der Apotheke, zum Beispiel "Akne-Fug". Reicht eine lokale Therapie nicht aus, können Tabletten, wie zum Beispiel Antibiotika oder Isotretinoin, verschrieben werden. Letztere nur unter ärztlicher Kontrolle.

Akne-Narben können gelindert werden. Bei oberflächlichen Schäden helfen mechanische Peelings. Tiefer gehen Peelings mit Fruchtsäure oder Trichloressigsäure (TCS). Eine Behandlung mit dem Fraxel-Laser ist besonders hilfreich: Dabei werden winzige Läsionen in die Haut geschossen. Sie stimulieren den Heilungsprozess, das Gewebe produziert frisches Kollagen, und die vernarbten Hautzellen werden schuppend abgestoßen. Das Ergebnis ist sehr gut. In der Regel sind fünf bis sechs Sitzungen nötig. Dazwischen müssen immer drei bis vier Wochen liegen.

Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, muss der Hautzyklus beachtet werden: Trägt man Haut ab, muss man ihr auch die Zeit geben, sich wieder zu erneuern. Eine Sitzung kostet 500 bis 700 Euro, wenn das ganze Gesicht gelasert wird. Vorsicht geboten ist bei der Dermabrasion, also das Abschleifen der Narben mit einem speziellen Instrument. Hier ist die Gefahr der erneuten Narbenbildung sehr groß.

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Foto: ludwig, fotolia

Akne: Vorbeugen und Selbsthilfe

Akne kann vorgebeugt werden. Grundsätzlich gilt es, sein Immunsystem zu stärken, sich ausgewogen und gesund zu ernähren und ausreichend Wasser zu trinken (zwei bis drei Liter täglich). Auch Sport ist wichtig für das allgemeine Wohlbefinden und auch die Haut profitiert davon. Zudem sollte man sich zweimal täglich das Gesicht mit einer milden, hautfreundlichen Seife mit einem pH-Wert von ungefähr 6,5 waschen.

Pickel nicht selbst ausdrücken, da die Akne davon schlimmer wird und Narben entstehen können. Wenn sich Mitesser bilden, ist es besser, diese von einer professionellen Kosmetikerin behandeln zu lassen, da sie Hautunreinheiten so entfernen kann, dass sie sich gar nicht erst entzünden. Außerdem ist es sinnvoll, seine Haare öfter zu waschen und sie nicht ins Gesicht hängen zu lassen. Wichtig ist es zudem, seine Haut vor zu viel Wärme, Sonnenlicht und auch Kälte zu schützen. Sonne wirkt nur kurzfristig positiv auf Akne und verschlechtert sie langfristig. Bei Kosmetika wie Sonnen- oder Feuchtigkeitscreme sollte man darauf achten, dass diese auf Wasserbasis sind, da fett- oder ölhaltige Präparate die Poren verstopfen und Akne begünstigen können.


Veröffentlicht in WUNDERWEIB
Tags:   Immunsystem |  Akne

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