
Definition, Ursachen und Krankheitsverlauf des Hörsturz
Erste Anzeichen für einen Hörsturz sind plötzliche Hörprobleme. Man hört auf einem Ohr schlechter und hat das Gefühl, Watte im Ohr zu haben. Hinzu kommen Geräusche, Schwindelanfälle oder eine sich pelzig anfühlende Ohrmuschel. Auslöser und Risikofaktoren für einen Hörsturz sind unter anderem Durchblutungsstörungen der Kopf- und Wirbelsäulengefäße (Arteriosklerose), anhaltender Stress und Bluthochdruck.

Behandlung
Auch wenn die Hälfte der Hörstürze spontan ausheilt, sollte man sofort zum HNO-Arzt gehen. Häufig verschreibt der Arzt gefäßerweiternde Mittel oder entwässernde Glucokortikoide. Helfen kann auch eine Kurztherapie mit Kortison, um Entzündungen oder Schwellungen im Innenohr zu dämpfen. Ist Stress die Ursache, sollten Patienten eine Auszeit nehmen, ihre Stressfaktoren erkennen und lernen, sich zu entspannen. Das geht in der Regel nur mit kompetenter Beratung oder Therapie.

Vorbeugen und Selbsthilfe
Da häufig Stress die Ursache für einen Hörsturz sein kann, sollte man dafür sorgen, immer wieder Entspannungsmomente in den Alltag einzubauen. Spaziergänge in der Natur, Lesen oder ruhige Musik hören können zur Entspannung beitragen. Auch autogenes Training, Meditieren oder Yoga können einem Hörsturz vorbeugen, da man so ganzheitlich lernt, sich von innerem Stress zu befreien. Sollte dies nicht ausreichen, ist eine Gesprächstherapie eine hilfreiche Lösung, um Sorgen und inneren Stress abzubauen.
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