
Definition, Ursachen und Krankheitsverlauf von Cluster-Kopfschmerz
Unter einem Cluster-Kopfschmerz versteht man einen starken, halbseitigen Kopfschmerz. Der englische Begriff "Cluster" bedeutet Anhäufung - die Schmerzattacken treten zu bestimmten Zeiten gehäuft auf, zu anderen gar nicht. Ein Cluster-Kopfschmerz ist wesentlich schlimmer als ein "normaler" Kopfschmerz. Die Symptome bei einer Cluster-Kopfschmerz-Attacke fühlen sich messerscharf an und treten meist zu ganz bestimmten Zeiten auf. Zum Beispiel mittags oder ein bis zwei Stunden nach dem Einschlafen. So kann es über Wochen und Monate gehen - bis die Symptome plötzlich aufhören und man über lange Zeit verschont bleibt. Zum erneuten Ausbruch des Cluster-Kopfschmerz kommt es häufig im Frühling oder Herbst. Die Dauer eines Anfalls variiert zwischen wenigen Minuten und drei Stunden. Laut neuen Forschungen liegt eventuell eine Störung von Gehirnbereichen vor, die den Biorhythmus steuern. Die Folgen: Stoffwechselveränderungen in Nerven und Erweiterungen von Blutgefäßen. Lebensmittel, Medikamente oder Alkohol begünstigen bei manchen eine Attacke. Nicht selten entwickelt sich die Krankheit von selbst zurück. Vor allem in höherem Alter. Extrem heftige, stechende Schmerzen treten einseitig und besonders im Bereich von Schläfe und Auge auf. Oft rötet sich das Auge und ein Lid hängt herab. Während eines Cluster-Kopfschmerz-Anfalls haben Betroffene häufig starken Bewegungsdrang. Mögliche Begleiterscheinungen sind Übelkeit, Licht- und Geräuschempfindlichkeit und Sehstörungen, ähnlich wie bei einer Migräne.

Behandlung
Wirkstoffe wie die Triptane stoppen den akuten Cluster-Kopfschmerz. Das Einatmen von medizinischem Sauerstoff hilft oft. Außerdem kann auch Lidocain-Spray in die Nase gesprüht oder Dihydroergotamin unter die Haut gespritzt werden, was aber niemals gleichzeitig mit Triptanen geschehen darf. Handelt es sich um chronischen Cluster-Kopfschmerz, kann der Arzt eine dauerhafte Therapie mit Verapamil oder Lithium anordnen.

Vorbeugen und Selbsthilfe
Zur Vorbeugung von Cluster-Kopfschmerz gibt es Medikamente, für schwere Fälle die Tiefenhirnstimulation. Außerdem wirkt die Verabreichung von Kortison (Glukokortikoide), Methysergid, Valproinsäure, Verapamil oder Lithium Cluster-Kopfschmerz-Attacken entgegen. Um die Ursachen für Cluster-Attacken herauszufinden, ist es hilfreich, ein Schmerztagebuch zu führen. So lässt sich feststellen, ob äußere Faktoren eine Attacke auslösen, wie zum Beispiel Alkohol, Zitrusfrüchte, Nüsse, Käse, Schokolade oder Tomaten. Auch Rauchen, flackerndes Licht und das Fliegen mit dem Flugzeug kann dern Cluster-Kopfschmerz auslösen.
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