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Krankheitsbilder


Schilddrüse


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Foto: MariaP, fotolia

Erkrankungen der Schilddrüse: Definition, Ursachen und Krankheitsverlauf

Die Schilddrüse ist ein recht kleines und unscheinbares Organ, steuert aber unseren gesamten Stoffwechsel und ist somit sehr wichtig für unsere Gesundheit. Die Schilddrüse befindet sich unter dem Kehlkopf und bildet die Hormone Thyroxin und Trijodthyronin. Mit diesen Botenstoffen lenkt die Schilddrüse fast alle wichtigen Körperfunktionen wie den gesamten Stoffwechsel und die Wärmeproduktion. Die Schilddrüse steuert Herz und Kreislauf, Magen und Darm, Nerven und Muskeln, das Wachstum von Haut, Haaren und Nägeln. Um diese wichtigen Hormone zu bilden, braucht die Schilddrüse das Spurenelement Jod. Aber in Deutschland steckt zu wenig Jod im Boden, also auch zu wenig in der Nahrung und im Trinkwasser. Man spricht von einem Jodmangelgebiet. Häufige Folge: Die Schilddrüse bildet mit der Zeit zusätzliches Gewebe, damit sie trotzdem noch genug Hormone produzieren kann. Über 50 Prozent der Deutschen haben eine vergrößerte Schilddrüse, auch Kropf genannt. Unabhängig davon kann auch eine sogenannte Unterfunktion entstehen. Die Ursache dafür ist dann aber meist eine chronische Entzündung. Das körpereigene Immunsystem greift irrtümlich Gewebe in der Schilddrüse an, das löst die Entzündung aus. Etwa 10 Prozent der Frauen sind betroffen. Die Drüse ist dann meist verkleinert und bildet zu wenig Hormone: Der Körper kann Zucker, Eiweiß und Fett nicht mehr richtig verwerten. Deshalb läuft der Stoffwechsel auf Sparflamme. Spätestens ab 40 sollte jede Frau darauf achten, dass es der Schilddrüse wirklich gut geht.

Anzeichen für eine Vergrößerung der Schilddrüse können ein Druckgefühl im Hals oder Beschwerden beim Schlucken können sein. Die Schilddrüse bildet meistens noch genug Stoffwechselhormone. Trotzdem sollte man zum Hausarzt gehen, um zu klären, ob die Ursache ein Kropf ist. Denn eine Vergrößerung der Schilddrüse kann die Luftröhre einengen und die Atmung erschweren. Häufig entstehen bei einem Kropf auch Knoten. So genannte heiße Knoten sind sehr aktiv, sie bilden viel von den Hormonen. Das kann zu einer Schilddrüsen−Überfunktion führen. Folge: Der Stoffwechsel läuft dann ständig auf Hochtouren. Betroffene sind unruhig, reizbar, nervös und unkonzentriert. Viele schwitzen stark, nehmen ab, können Schlafstörungen und Herzbeschwerden bekommen. So genannte kalte Knoten in der Schilddrüse können in seltenen Fällen zu Krebs werden. Der Hausarzt sollte die Schilddrüse auch dann abtasten, wenn man häufig müde oder teilnahmslos ist und extrem leicht friert. Häufige Erkältung oder Verstopfung sowie trockene Haut und Haare können ebenfalls Warnzeichen sein. Bei einigen Betroffenen ist die Gesichtshaut teigig verdickt und/oder die Augenlider geschwollen. Der Puls kann langsam, die Stimme rau sein. Oder man nimmt Gewicht zu, obwohl man auf gesunde Ernährung achtet und sich auch viel bewegt. All das kann auf eine Unterfunktion hindeuten. Diese Symptome werden oft fälschlicherweise für erste Alterserscheinungen oder Wechseljahrsbeschwerden gehalten.

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Foto: michanolimit, fotolia

Behandlung von Schilddrüse-Erkrankungen

Bei Verdacht auf eine Schilddrüsen−Störung überweist der Hausarzt zu einem Internisten oder Endokrinologen (Hormon−Experte). Die Fachärzte untersuchen die Schilddrüse sehr genau, etwa per Ultraschall oder mit Hilfe einer Spezialkamera und eines Kontrastmittels, das gespritzt wird (Szintigrafie). Bei einer Schilddrüsen-Vergrößerung hat der Arzt einen Kropf festgestellt und bestimmt die individuelle Therapie. Im Frühstadium kann man die Schilddrüse ganz einfach mit Jodid−Tabletten behandeln. Reicht das nicht mehr aus, ersetzt man das Hormon Thyroxin. Patienten nehmen es meistens lebenslang als Tabletten.

Wichtig ist, dass der Arzt die richtige Dosis findet und auch regelmäßig kontrolliert. So kann man das Wachstum der Schilddrüse bremsen. Einen Kropf oder heiße Knoten kann man in spezialisierten Kliniken auch mit so genanntem Radiojod behandeln. Es sammelt sich im überaktiven Gewebe an und zerstört es. Manchmal ist auch eine Operation nötig. Auch wenn die Schilddrüse zu wenig Hormone bildet (bei einer Schilddrüsen-Unterfunktion), behandelt der Arzt diese Störung mit Tabletten. Die Medikamente ersetzen das fehlende Thyroxin.

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Foto: ludwig, fotolia

Vorbeugen und Selbsthilfe bei Erkrankungen der Schilddrüse

Viel Jod ist die beste Vorbeugung bei Erkrankungend er Schilddrüse. Für einen optimalen Stoffwechsel braucht die Schilddrüse täglich 200 Mikrogramm (Millionstel Gramm, Abkürzung: μg) Jod. Eine ausreichende Versorgung sichert man, indem man gesund würzt. Zum Kochen und Würzen sollte man immer jodiertes Speisesalz nehmen. Beim Kauf von Lebensmitteln darauf achten, dass Jod auf der Zutatenliste der Etiketten steht. Am meisten Jod liefern Seefische wie Schellfisch (240 μg pro 100 g) und Kabeljau (170 μg), außerdem Garnelen (130 μg). Man sollte ein- bis zweimal pro Woche Seefisch oder Meeresfrüchte essen. Auch Milch und Milchprodukte wie Joghurt, Quark, Kefir oder Frischkäse sind gute Jod-Lieferanten. Wichtig für Frauen in den Wechseljahren: Sie sollten zusätzlich Jodid-Tabletten (Apotheke) nehmen. Die Dosierung bestimmt der Hausarzt oder Frauenarzt. Auch zu anderen Zeiten einer deutlichen Hormonumstellung kann zusätzliches Jod wichtig sein, denn der Bedarf ist dann meist erhöht. Der Arzt kann in der Pubertät, während der Schwangerschaft und in der Stillzeit Jodid-Tabletten in der richtigen Dosierung empfehlen.

Der Schnelltest für zu Hause:

  • 1. Vertraut machen

Zuerst sollten Sie Ihren Tastsinn für die feinen Erhebungen und Vertiefungen am Hals sensibilisieren. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, setzen Sie die Zeige−, Mittelfinger− und Daumenkuppe direkt unter dem Kehlkopf an. Dort sitzt die Schilddrüse. Betasten Sie die Stelle in Ruhe.

  • 2. Vorbereiten

Für den Test brauchen Sie ein Glas Wasser und einen Spiegel. Nehmen Sie einen großen Schluck Wasser, behalten Sie es im Mund. Neigen Sie den Kopf leicht nach hinten. Den Hals behalten Sie im Spiegel im Blick. Setzen Sie die Finger wieder mit ganz leichtem Druck auf die Schilddrüse.

  • 3. Beobachten und fühlen

Jetzt schlucken Sie das Wasser. Sehen oder spüren Sie beim Schlucken auffällige Schwellungen an der Schilddrüse oder kleine Knötchen, die unter dem Kehlkopf hervortreten? Das deutet auf eine Vergrößerung der Schilddrüse hin, der Hausarzt sollte sie vorsichtshalber genauer untersuchen.


Veröffentlicht in WUNDERWEIB
Tags:   Krebs |  Immunsystem |  Stoffwechsel |  Schilddrüse

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