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Krankheitsbilder


Brustkrebs


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Foto: MariaP, fotolia

Brustkrebs: Definition, Ursachen und Krankheitsverlauf

Pro Jahr erkranken in Deutschland rund 48.000 Frauen an Brustkrebs. Die Diagnose Brustkrebs ist für die Betroffenen ein schwerer Schock. Professor Manfred Kaufmann, Direktor der Universitäts-Frauenklinik in Frankfurt am Main, macht aber Hoffnung: "Eine Frau, die heute 50 ist, hat doppelt so gute Heilungschancen wie ihre Mutter, als diese 50 war. Etwa 80 Prozent aller Brustkrebs-Patientinnen werden wieder gesund." Auf dem weltgrößten Krebskongress in Chicago (ASCO) wurden neue Ergebnisse vorgestellt, die die Überlebenschancen weiter steigen lassen. Das neue Medikament gegen Brustkrebs (Name: Herceptin) greift gezielt die Tumorzellen an und ermöglicht so eine sehr zielgerichtete Therapie. Eine weitere gute Botschaft für Betroffene von Brustkrebs: Die Kombination von Herceptin mit einer Chemo-Therapie hat in Studien die Rückfall- Quote nach der Brustkrebs-Therapie halbiert. Ein weiteres neues Medikament mit einem Antikörper (Bevacizumab) kann den Verlauf von Brustkrebs in fortgeschrittenem Stadium deutlich verlangsamen. Das A und O ist die frühe Diagnose. Bei Veränderungen in der Brust sollte jede Frau sofort ihren Arzt aufsuchen.

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Foto: michanolimit, fotolia

Brustkrebs: Behandlung

Findet der Arzt einen Brustkrebs-Tumor, wird zunächst mit einer feinen Nadel eine Gewebeprobe entnommen (Biopsie), die anschließend untersucht wird. Die Tumorart entscheidet über die nachfolgende Behandlung. Jeder Fall von Brustkrebs ist einzigartig, und das gilt auch für die Therapie. Die Ergebnisse der Biopsie bestimmen, welche Brustkrebs-Medikamente für den größtmöglichen Behandlungserfolg zum Einsatz kommen. In den meisten Brustkrebs-Fällen ist eine Operation der Ausgangspunkt der Therapie. Darauf folgen Medikamente, Bestrahlung, Chemotherapie, je nach Brustkrebs-Fall einzeln oder in Kombination. Gerade bei größeren Knoten setzen Mediziner heute auf eine neuartige Strahlentherapie.

Dabei nimmt der "Oncor-Linealbeschleuniger" das Brustkrebs-Gewebe schon während der Operation ins Visier. Das drei Meter hohe Strahlengerät zerstört krankes Gewebe und verschont dabei das gesunde. Die Nebenwirkungen sind geringer. Die Methode gegen Brustkrebs wird am Berliner Sankt Gertrauden-Krankenhaus erprobt. Noch eine andere Art der Bestrahlung lässt hoffen: Mithilfe eines "Intrabeamers" wird das Brustkrebs-Bett im Körper während der OP nach Tumorentnahme einmalig bestrahlt. Dadurch dauert die Narkose zwar 30 Minuten länger. Dafür entfällt aber der bisher übliche sechswöchige Bestrahlungsmarathon bei Brustkrebs. Doch auch nach erfolgreicher OP und Bestrahlung muss man im Blick behalten, ob der Brustkrebs wiederkommt oder streut. Eine Chemotherapie kann verstreute, einzelne Tumorzellen zerstören.

Die Brustkrebs-Medikamente für die Chemo müssen drei- bis sechsmal alle 21 Tage eingenommen oder gespritzt werden. Nebeneffekt dieser Brustkrebs-Behandlung: Auch gesunde Zellen gehen kaputt. Müdigkeit, Magen-Darm-Probleme und Haarausfall sind die Folge. Große Hoffnung weckt das neue Medikament namens Xeloda. Es wirkt erst dann, wenn es in den Tumor aufgenommen wurde und hat weniger Nebenwirkungen. Ob der Brustkrebs damit endgültig besiegt ist, weiß man frühestens nach fünf Jahren. Doch mithilfe einer zusätzlichen sogenannten adjuvanten Therapie 1 (lateinisch: adjuvare = helfen) kann man einen Rückfall noch wirksamer verhindern. Bei Frauen nach den Wechseljahren kann eine Anti-Hormon-Behandlung, zum Beispiel mit dem neuen Wirkstoff Fulvestrant, helfen. Denn: Hormone können das Brustkrebswachstum begünstigen. Dieses Medikament blockiert die Bindung von Östrogen an die Brustkrebs-Zellen und hindert sie so am Wachsen. Es muss nur einmal im Monat gespritzt werden und kann die Chemotherapie bei Brustkrebs überflüssig machen.

Eine andere nachoperative Brustkrebs-Therapie ist die Behandlung mit so genannten Aromatase-Hemmern 2. Sie können das Zweittumor-Risiko bei Brustkrebs deutlich senken. Von der Hormontherapie auf die neuen Medikamente umzusteigen, ist oft angeraten. Studien belegen: Auch wenn man nach drei Jahren von einer Anti-Hormonbehandlung auf Aromatase-Hemmer umsteigt, kann man die Rückkehr des Brustkrebs um 25 Prozent senken! Eine weitere gute Nachricht: Bei zwei Drittel der Patientinnen mit Brustkrebs kann bei einer Operation die Brust erhalten werden. Wichtig ist hier die "neoadjuvante" Therapie. Dabei wird der Brustkrebs vor der OP bestrahlt und mit Medikamenten verkleinert. Der folgende Eingriff wird dadurch weniger belastend. Zum Beispiel am Frankfurter Markus−Krankenhaus arbeiten die Ärzte mit der Methode gegen Brustkrebs. Das Kleinerwerden des Brustkrebs zeigt der Patientin, dass sie die Krankheit besiegen kann. Der Fortschritt der Behandlungen gegen Brustkrebs geht weiter. Das bedeutet für jede Frau: Nicht Angst, sondern Hoffnung zulassen!

Neben den bewährten schulmedizinischen Verfahren möchten viele Betroffene von Brustkrebs auch die natürlichen Behandlungsmöglichkeiten nutzen. Was dafür spricht: Etwa 70 Prozent der Deutschen haben bereits positive Erfahrungen damit gemacht. Mistelpräparate unterstützen das Immunsystem und mildern die Nebenwirkungen einer Chemotherapie bei Brustkrebs wie Übelkeit und Mattigkeit ab. Nach Anleitung durch den Arzt können sich Brustkrebs-Patientinnen den Wirkstoff zwei- bis dreimal pro Woche selbst unter die Haut spritzen. Hyperthermie beschreibt die milde, künstlich erzeugte Überwärmung des ganzen Körpers oder einzelner Körperteile und stärkt das Immunsystem.

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Foto: ludwig, fotolia

Brustkrebs: Vorbeugen und Selbsthilfe

Die effektivste Maßnahme, um Brustkrebs vorzubeugen, ist die Früherkennung - eine Untersuchung beim Gynäkologen, die Frauen ab dem 30. Lebensjahr in Deutschland einmal pro Jahr kostenlos erhalten. Frauen zwischen 50 und 70 haben die Möglichkeit der regelmäßigen Mammographie zur Brustkrebs-Vorsorge im Abstand von zwei Jahren. Liegt eine familiäre Vorbelastung durch Brustkrebs vor, empfiehlt das Bundesministerium für Gesundheit bereits Frauen ab 30, regelmäßig Mammographien durchführen zu lassen.

Auch die Selbstuntersuchung der Brust - am besten einmal monatlich - ist von größter Wichtigkeit (zum Beispiel das Abtasten der Brust, sowie der Achselhöhlen und der Brust umgebenen Haut unter der Dusche), da Frauen selbst am besten feststellen können, ob ihre Brust sich verändert hat. Ertastet man Knoten, Verhärtungen oder eine Anschwellung der Lymphknoten, stellt man Wunden fest, die nicht abheilen, zieht sich die Haut an bestimmten Stellen zusammen oder tritt Sekret aus der Brustdrüse aus, ist es unbedingt nötig, sich sofort von einem Gynäkologen untersuchen zu lassen. Außerdem sollte man auf Normalgewicht achten und im Falle von Übergewicht dieses reduzieren.

Auch der Verzicht auf Alkohol und Nikotin ist eine ernst zu nehmende Brustkrebs-vorbeugende Maßnahme. Eine ganzheitlich gesunde Ernährung, ausreichend Sport und der häufige Aufenthalt an frischer Luft sollte ebenfalls selbstverständlich sein. Ausdauersport senkt das Brustkrebs-Risiko um 30 bis 40 Prozent. Leichtes Training (Laufen, Radeln, Schwimmen) stärkt das Immunsystem und senkt den Östrogenspiegel - und kann so Brustkrebs vorbeugen.

Brustkrebs: Gute Nachrichten, die Mut machen:

  • Vier onkologische Zentren bieten Brustkrebs-Patientinnen eine maßgeschneiderte Therapie an, bei der Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen wie Chirurgie und Radiologie eng zusammenarbeiten. Es sind die Uni-Kliniken in Freiburg, Tübingen, Ulm und Dresden. Weitere sollen folgen.

  • Spitzenforschung bei Brustkrebs: Auf der Suche nach einem Impfstoff gegen Krebs gehört die deutsche Forschung weltweit zur Spitze. Wissenschaftler um Professor Frank Falkenberg (Uni Bochum) sind sich nach erfolgreichen Tierversuchen bei Brustkrebs sicher: Auch für Menschen wird der Impfstoff gegen Brustkrebs kommen.

  • Tasten und heilen: Blinde Frauen leihen dem Arzt ihre besonders sensiblen Hände bei der Suche nach einem Knoten in der Brust. Kosten: 25 Euro, die Kassen zahlen nicht. www.discovering-hands.de

  • Brusterhaltende Operation immer häufiger: Eine Operation bei Brustkrebs bedeutet nicht automatisch Amputation. Gerade bei Tumoren, die kleiner als 2,5 Zentimeter sind, kann man heute in drei Viertel der Fälle brusterhaltend operieren. Mehr Infos unter www.ueberleben-mit-brustkrebs.de

  • Brustkrebs-Führer: Im medführer-Verlag ist im Februar 2008 der Brustkrebsführer mit Adressen und Informationen zu den wichtigsten Brustkrebs-Zentren in Deutschland erschienen (24,99 Euro).

  • Ganzheitliche Medizin bei Brustkrebs: Einzigartig in Deutschland ist die Klinik für Tumorbiologie in Freiburg. Hier werden Brücken gebaut zwischen naturwissenschaftlich und naturheilkundlich begründeter Medizin.


Veröffentlicht in WUNDERWEIB
Tags:   Immunsystem |  Brustkrebs |  Krebs

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