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Krankheitsbild


Laktoseintoleranz


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Foto: MariaP, fotolia

Laktoseintoleranz: Definition, Ursachen und Symptome

Wer eine Laktoseintoleranz (medizinischer Begriff für Milchzuckerunverträglichkeit) hat, hat einen Mangel an einem Verdauungsenzym. Menschen mit Laktoseintoleranz haben eine Unverträglichkeit gegen Milchzucker, der auch in Käse, Quark und anderen Milchprodukten vorkommt. Viele Menschen entwickeln im Laufe Ihres Lebens eine solche Laktoseintoleranz. In Asien und Afrika sind über 90, in Europa bis zu 20 Prozent der Bevölkerung von einer Laktoseintoleranz betroffen.

Ursache der Laktoseintoleranz ist meist die nachlassende Produktion eines Enzymes (Laktase). Milchzucker (Laktose) wird dann nicht mehr ausreichend aufgespalten. Er gelangt unverdaut in den Dickdarm, wo sich Bakterien über ihn hermachen. Zersetzungsprodukte und die Bindung von Wasser lösen Magen-Darm-Leiden aus, das häufigste Symptom der Laktoseintoleranz. Bei einer Laktoseintoleranz treten Blähungen, Bauchkrämpfe und Durchfall, aber auch Übelkeit und Erbrechen auf. Gefährlich ist die Laktoseintoleranz nur, wenn sie durch einen Enzymdefekt verursacht wird. Dieser verhindert von Geburt an die Milchverdauung. Menschen, die von dieser Art der Laktoseintoleranz leiden, drohen massive Entwicklungsstörungen. Unbehandelt führt dieser Mangel zu schweren Gehirnschäden.

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Foto: michanolimit, fotolia

Laktoseintoleranz: Behandlung

Selbstbeobachtung und ärztliche Tests zeigen, ob eine Laktoseintoleranz vorliegt. So kann man einige Tage Nahrung, die Laktose enthält, meiden. Sollte man in dieser Zeit beschwerdefrei sein, ist die Wahrscheinlichkeit einer Laktoseintoleranz groß. Außerdem kann man einen Laktoseintoleranz-Test beim Arzt durchführen lassen, der einem eine bestimmte Menge an Laktose verabreicht. Sollte man an einem Laktasemangel leiden, steigt die Konzentration an Glukose im Blut nicht an, weil der Körper den Milchzucker dann nicht aufspalten kann. Eigentlich sollte der Blutzuckerspiegel nämlich etwa ein bis zwei Stunden nach der Gabe von Laktose ansteigen. Eine Laktoseintoleranz kann außerdem durch einen H2-Atemtest nachgewiesen werden, indem unter ärztlicher Kontrolle eine Laktose-Lösung getrunken.

Wenn es eine Laktoseintoleranz vorhanden ist, kann man Wasserstoff (H2) in der ausgeatmeten Luft nachweisen. Liegt eine genetisch bedingte Laktoseintoleranz vor, kann diese mit einem Gentest in Form eines Wangenabstrichs festgestellt werden. Man kann den Laktoseitoleranz-Test auch in Apotheken erwerben, ihn zu Hause durchführen und anschließend in ein Labor schicken. Liegt eine Laktoseintoleranz bei Säuglingen vor, rät der Arzt zu Ersatzprodukten. Auch in vielen Wurstwaren, Fertiggerichten, Medikamenten oder Backwaren ist Milchzucker enthalten. Oft kann er aber beschränkt aufgenommen werden. Und Joghurt oder gereifte Käsesorten bereiten Menschen mit einer Laktoseintoleranz häufig keine Probleme.

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Foto: ludwig, fotolia

Laktoseintoleranz: Vorbeugen und Selbsthilfe

Es gibt keine Möglichkeiten, einer Laktoseintoleranz vorzubeugen. Allerdings kann man versuchen, sich mit nicht verschreibungspfichtigen Mitteln zu behelfen, die das Enzym Laktase enthalten (Apotheke, Drogerie). Diese sollte man direkt vor einer Mahlzeit einnehmen, die Laktose, beziehungsweise Milch enthält. Da Milchprodukte wichtige Kalzium-Lieferanten sind, sollten Menschen mit einer Laktoseintoleranz darauf achten, den Bedarf anders zu decken. Mittlerweile sind alternativ zu Milchprodukten immer mehr laktosefreie Produkte im Handel erhältlich, die sich vom Geschmack und vom Angebot her kaum noch von den milchhaltigen Produkten unterscheiden - eine tolle Alternative für Menschen mit einer Laktoseintoleranz. Außerdem sind auch Soja-Produkte eine gute Alternative.


Veröffentlicht in WUNDERWEIB

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