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Krankheitsbild


Lebensmittel-Allergien


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Foto: MariaP, fotolia

Lebensmittel-Allergien: Definition, Ursachen und Symptome

"Lebensmittel-Allergien" ist der Überbegriff für alle unerwünschten Beschwerden, die beim Verzehr bestimmter Lebensmittel auftreten. Eine häufige Form sind die Nahrungsmittelintoleranzen. Sie beruhen meist auf Enzymdefekten. Besonders weit verbreitet sind Intoleranzen gegen Laktose, Fructose und Histamin. Eine schwache Form der Unverträglichkeit ist die Überempfindlichkeit, die manche Menschen bei bestimmten Gewürzen oder Geschmacksverstärkern (Glutamat) entwickeln. Bei einer Lebensmittelallergie kommt es zu einer Immunreaktion gegen bestimmte Stoffe (zum Beispiel Eiweiße) im Körper. Das Immunsystem erkennt einige Lebensmittelbestandteile als Fremdkörper und bildet Antikörper gegen sie. Die Folge durch Lebensmittel-Allergien: Reaktionen, die bei den Betroffenen zu Beschwerden führen (zum Beispiel Ausschläge oder Atemnot).

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Foto: michanolimit, fotolia

Lebensmittel-Allergien: Behandlung

  • Milch, Quark und Käse

Wer nach dem Verzehr von milchhaltigen Lebensmitteln über Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall klagt, könnte unter einer Laktose-Intoleranz leiden. Das ist eine Milchzuckerunverträglichkeit, bei der ein Bestandteil der Milch, die Laktose (Milchzucker), unangenehme Beschwerden hervorruft. In Deutschland sind etwa zwölf Millionen Menschen davon betroffen. Ursache für die Intoleranz ist das Fehlen beziehungsweise die unzureichende Produktion des Verdauungsenzyms Laktase. Das benötigt der Körper, um Milchzucker in seine Einzelbestandteile (Glucose und Galaktose) zu spalten, die dann in das Blut aufgenommen werden können. Wird der Milchzucker nicht gespalten, dient er den Bakterien im Darm als Nährboden. Die Folge: Gase und Säuren, die für die Beschwerden verantwortlich sind. Eine Laktose-Intoleranz ist einfach nachweisbar: Beim Arzt wird nach der Einnahme von Milchzucker die Konzentration der entstandenen Gase per Atemtest gemessen. Mit Hilfe von Laktase-Tabletten (Apotheke) dürfen alle Betroffenen trotzdem ab und zu Milchprodukte genießen.

  • Fisch, Wein und Schimmelkäse

Viele Lebensmittel, die durch Räuchern oder Gärung besonders haltbar gemacht werden (zum Beispiel Salami, Räucherfisch, reifer Käse, Rotwein), enthalten Histamin. Darüber hinaus gibt es Lebensmittel, die das vorhandene Histamin im Körper freisetzen, wie zum Beispiel Zitrusfrüchte, Erdbeeren und Tomaten. Knapp ein Prozent der Menschen in Europa leidet unter einer Histamin-Intoleranz. Dabei handelt es sich um ein Ungleichgewicht zwischen Histamin und dem Enzym, das es abbauen soll, der sogenannten Diaminooxidase. Hautirritationen, Kopfschmerzen, Hitzewallungen oder Magenbeschwerden können die Folge sein. Die Histamin-Intoleranz kann nur mit Hilfe einer histaminfreien Diät festgestellt werden. Bei einer vorhandenen Unverträglichkeit erfolgt eine relativ rasche Symptom-Besserung. Darüber hinaus können nach Absprache mit dem Arzt Antihistaminika eingenommen werden.

  • Weizen, Roggen, Gerste und Hafer

Eine weitere Unverträglichkeit ist die Gluten-Intoleranz (auch Zöliakie oder Sprue). Auslöser dieser Krankheit ist das Klebereiweiß Gluten, das in Weizen, Roggen, Gerste und Hafer vorkommt. Einer von tausend Menschen in Deutschland ist davon betroffen. Symptome sind Durchfall, Übelkeit, Gewichtsverlust, Vitamin- und Eiweißmangel. Als Ursache vermuten Forscher eine genetische Veranlagung, die zu einem Enzymdefekt der Dünndarmschleimhaut führt. Die Diagnose kann durch einen Antikörpernachweis im Blut sowie durch eine Darm-Spiegelung erstellt werden. Unter strenger glutenfreier Ernährung regeneriert sich die Dünndarmschleimhaut schnell wieder und die Symptome verschwinden innerhalb weniger Wochen.

  • Obst, Säfte und Honig

Früchte sind gesund. Doch alle, die unter einer Fructose-Intoleranz leiden, vertragen Bananen, Apfelsaft oder Honig weniger. Rund 30 Prozent der Deutschen reagieren auf Fruchtzucker mit Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall. Bei ihnen funktioniert das Transportprotein GLUT-5 im Dünndarm nicht richtig. Dieses Protein schleust die Fructose aus der Nahrung durch die Dünndarmzellen in den Organismus, wo sie als Energiespender zur Verfügung steht. Versagt das Transportsystem, gelangt der Fruchtzucker unverdaut in den Dickdarm. Beschwerden sind die Folge. Mittels eines Atemtests kann die Unverträglichkeit diagnostiziert werden. Hilfe bringt der Verzicht von besonders süßen Früchten.

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Foto: ludwig, fotolia

Lebensmittel-Allergien: Vorbeugen und Selbsthilfe

Ob man Lebensmittel-Allergien bekommt, kann man selbst kaum beeinflussen und daher schlecht vorbeugen. Die beste und effektivste Möglichkeit, Beschwerden einer Lebensmittelallergie zu vermeiden, besteht darin, die Lebensmittel zu meiden, auf die man allergisch reagiert.


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