
Unfruchtbarkeit: Definition, Ursachen und Symptome
Unter Unfruchtbarkeit versteht man eine ungewollte Kinderlosigkeit. Wenn Paare Kinder wollen, aber auf Anhieb keines bekommen, ist dies noch kein Grund zur Sorge. Erst wenn sich auf Dauer kein Nachwuchs einstellen will, spricht man von Unfruchtbarkeit. Die möglichen Ursachen der Unfruchtbarkeit sind zahlreich: Alkoholkonsum und die regelmäßige Einnahme vom Medikamenten, Rauchen, Unter- oder Übergewicht, Leistungssport, Stress, Partnerschaftskonflikte, hormonelle Störungen, Erkrankungen der Geschlechtsorgane oder eine mangelnde Qualität des männlichen Spermas. Unfruchtbarkeit liegt wahrscheinlich vor, wenn sich nach ein bis zwei Jahren ungeschütztem Geschlechtsverkehr kein Baby ankündigt. Zu Beschwerden kommt es bei einer Unfruchtbarkeit nur, wenn die Frau an einer Grunderkrankung wie Verwachsungen der Gebärmutterschleimhaut (Endometriose) leidet.

Unfruchtbarkeit: Behandlung
Je nach Ursache der Unfruchtbarkeit können Hormontherapien, chirurgische Eingriffe, Spermienübertragungen, künstliche Befruchtungen im Reagenzglas und einige andere Methoden doch noch den Kinderwunsch erfüllen. Sie erfordern zum Teil einen erheblichen Aufwand und führen nicht garantiert zum Erfolg. Bei einer Unfruchtbarkeit ist eine ausführliche und unabhängige Beratung durch einen Gynäkologen oder Fortpflanzungsmediziner.

Unfruchtbarkeit: Vorbeugen und Selbsthilfe
Um einer Unfruchtbarkeit vorzubeugen, sollte man mit entzündlichen Erkrankungen frühzeitig zum Arzt gehen und diese behandeln lassen. Da unter anderem auch Essstörungen wie Magersucht (medizinisch: Anorexia nervosa), Ess-Brech-Sucht (medizinisch: Bulimie) und Esssucht (medizinisch: Adipositas) in frühen Jahren eine späte Unfruchtbarkeit auslösen können, zählt das Vorbeugen dieser Krankheiten ebenfalls zu vorbeugenden Maßnahmen. Außerdem sollte man zur Vorbeugung einer Unfruchtbarkeit chronische hormonelle Störungen wie Schilddrüsen-Erkrankungen rechtzeitig behandeln lassen, immer auf eine ausreichende Impfversorgung gegen Röteln, Mumps und Masern achten, Stress vermeiden und auf Alkohol und Nikotin verzichten. Sollte bereits eine Unfruchtbarkeit vorliegen, ist besonders die seelische Belastung oft sehr groß und der Beistand von Psychologen und Selbsthilfegruppen wertvoll. Vielleicht kommt auch eine Adoption infrage.
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