
Definition, Ursachen und Symptome von Follikulitis
Unter Follikulitis versteht man die Entzündung des Haarbalges. Der Mensch braucht seine Haare nicht unbedingt, auch wenn sie einige Aufgaben erfüllen. So tragen sie dazu bei, den Kopf vor UV-Strahlung oder Wärmeverlust und die Augen (durch die Wimpern) vor Fremdkörpern zu schützen. Haare stecken nicht einfach in der Haut, sondern wachsen aus einer Einstülpung: dem Follikel. Dieser ist zum einen mit der Haarwurzel verbunden, aus der das Haar entspringt, und zum anderen mit der Talgdrüse. Sie fettet die Haare ein, um sie geschmeidig zu halten und vor Umwelteinflüssen zu schützen.
Keime im Follikel werden normalerweise durch das Abwehrsystem in Schach gehalten. Bei starkem Befall oder geschwächten Immunkräften kommt es hingegen zu Entzündungen, die sich als Pusteln auf der Haut bemerkbar machen. In diesem Stadium geht von der Follikulitis keine besondere Gefahr aus und oft heilt sie von selber wieder ab. Wenn sie sich jedoch verschlimmert, sind tiefere Entzündungen und Eiterherde wie Furunkel oder Abszesse möglich. In schweren Fällen gelangen Keime in den Blutkreislauf, wodurch überall im Körper Infektionen entstehen können. Es treten Pusteln und Rötungen auf - aber nur an behaarten Stellen. Männer sind naturgemäß anfälliger als Frauen. Juckreiz und Schmerzen sind möglich.

Follikulitis: Behandlung
Zur Behandlung einer Follikulitis trägt man desinfizierende Salben auf, die in besonderen Fällen Antibiotika enthalten können.

Follikulitis: Vorbeugen und Selbsthilfe
Ein geschwächtes Immunsystem sollte zunächst durch körperliche Erholung, dann Kräftigung und eine ausgeglichene Ernährung gestärkt werden, um einer Follikulitis vorzubeugen. Außerdem sollte man auf ausreichende Körperhygiene achten - besonders im Sommer, wo Schwitzen die Keimbildung fördert.
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