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Krankheitsbild


Medikamentenabhängigkeit


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Foto: MariaP, fotolia

Medikamentenabhängigkeit: Definition, Ursachen und Symptome

Bei einer Medikamentenabhängigkeit handelt es sich um eine gefährliche Gewöhnung an Wirkstoffe. Pillen erscheinen oft wie kleine Wunderwaffen. Schnell mit Wasser heruntergeschluckt, beenden sie Schmerzen, Schlafstörungen oder Depressionen. Im Segen liegt auch die Gefahr: Starke Wirkstoffe haben starke Nebenwirkungen, wenn sie zu lange oder in überhöhter Dosierung eingenommen werden. Bis zu zwei Millionen Menschen in Deutschland riskieren gesundheitliche Schäden, weil sie von Medikamenten abhängig sind. Oft kommt es zum Missbrauch von Mitteln, die gegen Schmerzen, Befindlichkeitsstörungen, Schlafprobleme oder organische Leiden verschrieben wurden. Häufig führen aber auch frei verkäufliche Schmerzmittel oder Hustensaft in die Sucht. Denn die Wirkung vieler Substanzen schwächt sich mit der Zeit ab. Gefährlich ist es, sie dann in immer höheren Mengen einzunehmen. Stimmungshebende Mittel können dazu verführen, Probleme auszublenden, statt sie zu lösen. Betroffene versuchen mit vielen Tricks, sich ausreichend zu versorgen. Jedes Medikament hat spezielle Nebenwirkungen. Die Sucht als solche kann sich durch Konzentrationsschwäche, eingeschränktes Reaktionsvermögen, häufige Müdigkeit oder Gleichgültigkeit bemerkbar machen. Entzugserscheinungen sind mit Schweißausbrüchen, Krämpfen, Angst, Übelkeit und manchmal Halluzinationen verbunden.

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Foto: michanolimit, fotolia

Medikamentenabhängigkeit: Behandlung

Betroffene, die an einer Medikamentenabhängigkeit leiden, schweigen oft über ihr Leiden. Angehörige sollten auf Warnzeichen achten. Eine Entgiftung und psychologische Therapie helfen, das Suchtverhalten abzulegen und an den Ursachen etwas zu verändern.

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Foto: ludwig, fotolia

Medikamentenabhängigkeit: Vorbeugen und Selbsthilfe

Um einer Medikamentenabhängigkeit vorzubeugen, sollte man vor jeder Einnahme medizinischer Mittel prüfen, ob diese wirklich notwendig ist. Kopfschmerzen zum Beispiel muss man zwar nicht aushalten, doch sollte man darauf achten, dass man nicht zu häufig zu Medikamenten greift. Sollte man regelmäßig unter starken Beschwerden leiden, ist es besser, einen Arzt aufzusuchen, um eine richtige Therapie zu finden. Im Falle einer Medikamentenabhängigkeit sollte man sich an Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen wenden, die im örtlichen Telefonbuch stehen oder im Internet zu finden sind.


Veröffentlicht in WUNDERWEIB

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