
Frau Eckert, wollen Frauen heute anders verhüten als vor 10 Jahren?
Tina Eckert: Wir können tatsächlich einen deutlichen Wunsch hin zu mehr Natürlichkeit feststellen. Das geht durch alle Lebensbereiche. Das heißt, den Menschen wird die Beziehung zum eigenen Körper immer wichtiger; sie achten auf eine möglichst geringe Belastung durch Medikamente bzw. auf deren Nebenwirkungen und eine gesunde Ernährung. Besonders Frauen haben ein höheres Bewusstsein für Ihren Körper entwickelt, das auch vor Fragen der Verhütungsmethode nicht halt macht. Das beobachte ich auch täglich in meiner eigenen Praxis.
Gibt es denn ein speziell homöopathisches Verhütungsmittel?
Tina Eckert: Nein, aber die Homöopathie unterstützt das bewusste Körpergefühl und die Beschäftigung mit dem eigenen Körper, wie es beispielsweise in der natürlichen Familienplanung angewendet wird. Meine Meinung als Homöopathin ist: Der weibliche Hormonhaushalt ist ein komplexes System, in das möglichst wenig eingegriffen werden sollte.
Was sind die Beweggründe?
Tina Eckert: Hormonelle Verhütungsmethoden greifen aktiv in den Hormonhaushalt der Frau ein und verändern ihn. Diese Veränderungen können zu Nebenwirkungen verschiedenster Art führen. Verhütungscomputer nutzen dagegen die natürlichen hormonellen Abläufe im Körper, um die fruchtbaren Tage im Zyklus zu bestimmen. Für Frauen mit einem regelmäßigen Zyklus und einem konstanten Lebensrhythmus kann dies eine Alternative zur hormonellen Verhütung sein.
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