Die beste Sonnenpflege für Haut und Haare

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Auch im Schatten wird man braun - dafür sorgt die Reflektion der UV-Strahlen im Sand.
Foto: Anja Boxhammer

Wie Sie Haut und Haare schützen sollten, um Sonnentage sorglos genießen zu können

Ein sonnengeküsster Teint als Urlaubssouvenir bringt viele Komplimente ein. Doch unter der Oberfläche strapaziert die UV-Strahlung die Haut. Wie Sie den Sommer schön und gesund genießen können.

So macht die Sonne glücklich

Der beste Nebeneffekt des Sommers ist eine schöne Bräune . Man wirkt sympathischer, gesünder und sexy. Gegen Sonne in Maßen spricht also nichts. Aber die Versuchung, sich über Gebühr in der Sonne zu aalen, ist groß. Nicht einmal die Hälfte der Deutschen glaubt, dass UV-Strahlen schaden. Und nur 23 Prozent wissen, dass (auch) die Sonne dafür verantwortlich ist, wenn wir früher altern.

Dabei kann die Haut sich im Grunde selbst schützen: Durch die Stimulation der UV-Strahlen produzieren unsere Pigmentzellen das dunkle Melanin, das sich schützend um die Zellkerne in der Oberhaut legt - deshalb werden wir braun . Leider währt der Eigenschutz aber nur kurz: bei heller Haut einige Minuten, bei Menschen mit dunklem Teint etwa eine halbe Stunde. Danach wird's brenzlig! Die Sonnenbrand-Rötung ist nichts weiter als eine Entzündung, mit der der Körper versucht, die beschädigten Zellen loszuwerden.

Bevor es soweit ist, sollten Sie ins Spiel kommen: Cremen Sie sich großzügig ein, lieber mit einem zu hohen Schutzfaktor als mit einem zu niedrigen. Mit den neuen Texturen macht das sogar Spaß. Sie lassen sich fein wie Haarspray übernebeln, für das Gesicht gibt es Cremes ohne Fettglanz und Weißeffekt. Happy Sun-Days!

Foto: Anja Boxhammer

1. Im Schatten bleiben

Ihre Haut würde es lieben, wenn Sie sich den ganzen Tag an diese Regel hielten. Aber auch für eine Sonnenpause zwischen 12 und 15 Uhr ist sie dankbar, denn dann treffen die Strahlen fast senkrecht und damit besonders intensiv auf die Haut. Tragen Sie im Wasser immer ein T-Shirt (je dunkler und fester gewebt, desto besser der Schutz), denn die Wassertropfen wirken zusammen mit den Sonnenstrahlen wie kleine Brenngläser auf der Haut.

2. LSF erhöhen!

Niemand cremt sich so dick ein wie Studienteilnehmer unter Laborbedingungen. Die meisten Menschen verwenden nur halb so viel Sonnenlotion - weshalb sie auch nie den Schutzfaktor erreichen, der auf der Packung angegeben ist. Daher lieber immer einen höheren LSF wählen.

3. Hut tragen!

Eine der häufigsten Stellen für Sonnenbrand (und leider auch Hautkrebs) sind Haaransatz und Scheitelbereich, aber auch Ohren und Nase. Denn dort treffen die Sonnenstrahlen auf eine waagerechte Fläche. Deshalb diese Partien immer mit einem Hut schützen - das ist auch die beste Falten-Vorsorge für Ihr Gesicht!

4. Haut checken!

Neben jährlichen Besuchen beim Dermatologen sollten Sie Ihre Leberflecke auch selbst nach der ABCDE-Regel checken: A = Asymmetrie: Hat sich die Form verändert? B = Begrenzung: Ist sie zerklüftet? C = Color (Farbe): Hat der Fleck eine unregelmäßige, sehr dunkle Färbung? D = Durchmesser: Größer als 5 mm ist verdächtig! E = Erhabenheit: Wölbt sich der Fleck nach oben? Trifft ein Punkt zu - ab zum Arzt!

5. Haare schützen!

Raues "Beach Hair" ist toll für einen Abend - als Dauerzustand nach dem Urlaub nicht unbedingt. So können Sonne und Salzwasser Ihren Haaren nichts anhaben: Die Mähne über den Tag immer wieder mit Haaröl einsprühen . Oder etwas davon in Ihren Conditioner füllen - den Mix vor dem Strand in die feuchten Haare geben und sie zum Knoten binden.

Foto: Anja Boxhammer

6. Gesund essen!

Auch der beste Lichtschutzfilter kann nicht verhindern, dass UV-Strahlen in die Haut dringen. Und sich dort dann freie Radikale bilden, die die Zellen schädigen. Antioxidantien legen die freien Radikale lahm. Unterstützen Sie Ihre Haut also durch antioxidansreiche Ernährung, durch viel Gemüse und Obst - je farbenfroher das Essen, desto besser. Auch toll: Nahrungsergänzungsmittel, die hochdosierte Carotinoide und Antioxdantien enthalten.

7. Nachcremen!

Erneuern Sie alle zwei Stunden den LSF - mit den neuen Aerosol-Sprays geht das supereinfach! Das verlängert die Schutzzeit nicht, aber Nicht-Nachcremen verkürzt sie, denn durch Wasser, Handtuchabrieb und Schwitzen wird der Schutz löchrig. Auch "wasserfest" bedeutet nicht, das man nach dem Baden noch den vollen Schutz hat - sondern lediglich, dass nach 30 Minuten noch 50 % des ausgelobten Schutzes auf der Haut verbleiben.

8. Das Solarium meiden!

Jeder vierte Deutsche war bereits im Solarium, 15 % gehen sogar regelmäßig. Falls Sie dazugehören: Hören Sie damit auf! Denn kein Mythos stimmt: Es ist nicht schonender als die natürliche Sonne, niemals würden in der Natur die UV-Strahlen so geballt auf Ihre Haut treffen. Es bereitet auch nicht auf die Sonne vor. Denn die natürliche Lichtschwiele (entspricht etwa LSF 5), die die Haut in der Sonne ausbildet, kommt erst nach ca. drei Wochen Sonnenexposition zustande.

9. UV-Index bestimmen!

Laden Sie sich eine UV-Index-App (z. B. Ultraviolet) herunter. Damit können Sie den nötigen LSF tagesaktuell nach Ihrem Aufenthaltsort bestimmen. Der UV-Index gliedert sich in Stufen von 1 - 11, wobei in Deutschland maximal ein Wert von 8 erreicht wird. Je höher die Zahl, desto schneller kommt es zum Sonnenbrand. Bei einem Wert ab 5 sollten Sie zu einem mittleren Schutz (LSF 30+) greifen, ab 7 zu LSF 50+.

10. Auch mal auf sanftes Braun setzen!

Studien zeigen, dass vor allem junge Leute eine tiefe Bräune als sexy und erstrebenswert empfinden - das Durchschnittsalter im Solarium beträgt 19 Jahre. Leider sind es aber auch besonders die Sonnenschäden im jungen Alter, die später Melanome begünstigen können. Vergessen Sie also die Turbobräune! Und wenn Sie sich wirklich mal zu blass fühlen, schenkt Ihnen ja auch Selbstbräuner einen zarten Sommerteint .

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