Die Birkin Bag braucht einen neuen Namen

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Die "Birkin Bag" ist nach der britischen Schauspielerin Jane Birkin benannt. Doch wie lange noch?
Foto: Getty Images

Jane Birkin protestiert gegen Krokodiltötungen

Die Warteliste ist lang, der Preis hoch. Trotzdem - oder gerade deshalb - gehört die Birkin Bag von Hermès zu DEN Ikonen der Modegeschichte. Doch jetzt fordert Namensgeberin Jane Birkin eine Umbenennung der Kult-Tasche.

Es gibt Mode, die bei Trendsettern eine Haben-Wollen-Hysterie auslöst. Meist handelt es sich dabei um Stücke, die besonders einzigartig sind. Wie zum Beispiel die Birkin-Bag von Hermès. Die Tasche, die je nach Ausstattung zwischen 4.000 und 40.000 Euro kostet, ist benannt nach der Schauspielerin und Sängerin Jane Birkin, ein echter Ritterschlag. Doch die Britin will ihren Namen zurück, fordert eine sofortige Umbenennung der Luxus-Handtasche.

Der Grund für den Protest ist ein Video der Tierschutzorganisation Peta, auf das sich Jane Birkin bezieht. Es zeigt, wie Krokodile lebend gehäutet und zu Tode gehackt werden. Laut Peta müssen für für eine Birkin Bag aus Krokodilleder zwei bis drei Reptilien sterben. Das Statussymbol kostet bei Hermès ab 33.000 Euro.

"Ich bin alarmiert über die Grausamkeiten, die Krokodile erleiden müssen für die Produktion von Handtaschen, die meinen Namen tragen", so Jane Birkin. "Ich habe Hermès gebeten, die Birkin umzubenennen, bis bessere Methoden für die Produktion dieser Tasche nach internationalen Normen umgesetzt werden."

Auch das Unternehmen reagierte bereits: "Hermès respektiert und teilt ihre Emotionen und war ebenso schockiert von den jüngsten Bildern", so ein Sprecher. "Ihre Äußerungen haben keinen Einfluss auf unsere Freundschaft und das gegenseitige Vertrauen, das wir seit so vielen Jahren teilen." Ob es wirklich einen neuen Namen geben wird, bestätigte die Pariser Luxusmarke nicht.

Wie kam die Birkin Bag zu ihrem Namen?

Jane Mallory Birkin schaffte das, was sich viele Designer erträumen. Die britische Schauspielerin (geb. 1946) schuf einen Klassiker: die übergroße Birkin Bag. Auf einem Flug von New York nach Paris traf sie 1984 den Hermès-Vorstandsvorsitzenden Jean-Louis Dumas - und beschwerte sich, die Taschen der Marke seien viel zu klein. Ihre Ideen skizzierte Birkin auf eine Serviette. Zwei Jahre später erschien die erste Kollektion. Wer heute eine Birkin Bag haben möchte, braucht zweierlei: das nötige Kleingeld und viel Geduld. Die Wartezeit bei Neubestellungen beträgt mehrere Jahre.

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