Die Geheimnisse der Vulva - was Sie über den Venushügel und die Klitoris wissen sollten!

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Gut zu wissen!

In der Umgangssprache gibt es viele Namen für die Vulva, den sichtbaren Teil des weiblichen Geschlechtsorgans. Den verborgenen Part im Inneren nennt man Vagina (Scheide). Beide haben wichtige biologische Funktionen und Aufgaben bei Schwangerschaft und Geburt. Aber auch in der Sexualität spielt die sensible, von vielen Nerven durchzogene Vulva eine große Rolle.

Wachstum

Bei den meisten Mädchen beginnen Scheide und Gebärmutter im Alter von circa neun bis 13 Jahren zu wachsen. In dieser Zeit verändert sich auch die Vulva: Die ersten Haare sprießen, der Venushügel wölbt sich, auch Schamlippen und Klitoris werden größer. Im Alter von etwa elf bis 14 Jahren setzt die erste Regelblutung ein.

Äußere Geschlechtsorgane

Die Vulva besteht aus Schamhügel (Venushügel), den äußeren und inneren Schamlippen (Labien), Kitzler (Klitoris) und Scheideneingang. Die Aufgabe der Schamlippen ist es, Klitoris, Harnröhrenöffnung und den Eingang zur Scheide zu schützen. Die äußeren Schamlippen ziehen sich vom Venushügel bis zum After. Darin sind Hautfalten, die inneren Labien, welche nach oben hin zusammenwachsen. So bilden sie eine schützende Kapuze für das sensibelste Lustorgan von Mädchen und Frauen: die Klitoris. In ihr laufen rund 10.000 Nervenenden zusammen, das macht diesen Bereich ganz besonders empfänglich für zärtliche Berührungen.

Innere Geschlechtsorgane

Eierstock und Eileiter stellen jeden Monat ein Ei für die Befruchtung bereit. Die Gebärmutter ist zuständig für Schwangerschaft, Blase und Harnröhre für Urin. Die Vagina (Scheide) ist ein muskulöser und flexibler, circa acht bis zehn Zentimeter langer Schlauch. Durch diesen fließt das Menstruationsblut und auch der Ausfluss, mit dem Bakterien und Keime ausgeschieden werden. Bei der Geburt eines Kindes wird die Vagina extrem gedehnt und zieht sich anschließend wieder zusammen. Aufgrund ihrer großen Flexibilität kann sie sich beim Geschlechtsverkehr an jeden Penis anpassen. Die ersten Zentimeter am Eingang nennt man "orgastische Manschette". Diese umschließt die Scheide mit einem dehnbaren Muskelring (dem sogenannten PC-Muskel). Nur in diesem empfindsamen Teil der Vagina sind Mädchen und Frauen sexuell erregbar.

Aussehen

Vulva: So, wie jedes Gesicht anders aussieht, unterscheidet sich auch das Aussehen der Vulven. Die Farbe kann von hellrosa bis dunkel, fast schwarz sein. Auch Größe und Form sind bei jedem Mädchen etwas anders. Meist sind die vier Labien (Schamlippen) unterschiedlich lang. Die inneren können schmal und verborgen sein, häufig jedoch ragen sie zwischen den äußeren Labien hervor. Das ist vollkommen normal.

Hymen: Dieser weiche Saum aus elastischem Gewebe umgibt den Scheideneingang und kann ganz unterschiedliche Formen haben. Durch die dehnbaren Öffnungen werden Ausfluss und Menstruationsblut ausgeschieden. Während der Regel ist dieses Gewebe besonders elastisch, sodass ein Mädchen problemlos Tampons verwenden kann, ohne es zu beschädigen.

Erregung

Im Normalzustand ist die Vulva entspannt. Wenn das Mädchen sexuell erregt ist, vergrößert sich die Klitoris um das Zwei- bis Dreifache. Auch die Labien schwellen an und dehnen sich nach außen. Zugleich verfärben sich die inneren Lippen hellrot, und die sogenannten "Bartholin-Drüsen" sondern einige Tropfen Flüssigkeit ab. Die Vagina produziert ebenfalls Feuchtigkeit, die wie ein Gleitmittel das Eindringen des Penis erleichtert.

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