Die größten Alltags-Mythen im Haushalt

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Mit diesen einfachen Tipps, macht sich das bisschen Haushalt (fast) von allein.
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Haushaltstipps

Welche Haushaltstricks halten wirklich, was sie versprechen? Hauswirtschafterin und Putz-Expertin Lieschen Frohne (59) klärt uns endlich auf ...

Wäsche muss im Winter drinnen trocknen

Stimmt nicht. Wäsche können Sie zu jeder Jahreszeit draußen trocknen. Herrscht draußen Kälte und Frost sowie trockene Luft, ist das Wäschetrocknen im Freien kein Problem. Das Wasser in der Wäsche gefriert sofort, sie wird steinhart. Das Wasser geht danach vom gefrorenen Aggregatzustand sofort in den gasförmigen über und verdunstet quasi. Wissenschaftler nennen das Sublimation. Am besten funktioniert dies, wenn noch etwas Wind weht. Das Resultat ist trockene Wäsche auch bei Minusgraden.

Zeitung lässt die Fenster blitzen

Stimmt. In meinen Putzkursen sage ich immer: "Mit Babette von Seite drei kriegst du alle Streifen frei." Aber ich habe einen viel einfacheren Haushaltstipp: Mit den Tüchern von Belvando (www.belvando.com) geht Fensterputzen viel einfacher und schneller. Nicht einmal ein Putzmittel braucht es dazu. Das Mikrofasertuch mit heißem Wasser befeuchten, auswringen, Fenster putzen und mit dem Gläsertuch nachwischen. Das geht so einfach, dass sogar Männer Spaß am Putzen finden!

Weißwein gegen Rotweinflecken

Stimmt. Weißwein neutralisiert die Säure im Rotwein. Besser und günstiger klappt das jedoch mit Salz. Grundsätzlich gilt: Flüssigkeit schnellstmöglich mit einem Küchenpapier aufsaugen. Immer von den Rändern zum Zentrum des Flecks zu arbeiten. Nicht reiben! Das vergrößert den Fleck nur! Und dann ab in die Wäsche. Möglichst bei 40-60 Grad waschen. Weitere Fleckentipps: Blutflecken entfernen: So kriegen Sie jeden Fleck weg!

Wachsflecken einfach wegbügeln

Stimmt nicht ganz. Das Wachs bekommt man zwar mit dem Bügeleisen weg, den Fleck müssen Sie aber noch weiter behandeln. So geht es richtig: Auf den Wachsfleck ein Haushaltspapierlegen, kurz drüberbügeln. Das löst das Wachs. Mein Haushaltstipp bei farbigem Wachs: Den Fleck mit Terpentin einreiben, das löst die Farbe. Dann Spülmittel gegen das Fett (siehe links) und ab in die Waschmaschine.

Essig macht die Wäsche weich

Ob das stimmt, darüber gibt es verschiedene Meinungen. Ich benutze sehr gern einen Schuss Essigessenz als natürlichen Weichspüler. Aber sicherlich wird die Wäsche mit einem chemischen Mittel weicher. Der Nachteil: Handtücher z. B. nehmen nicht mehr so gut die Feuchtigkeit auf. Deshalb verzichte ich lieber darauf und nehme ab und an Essig.

Spülmittel hilft gegen Fettflecken

Stimmt. Auf den Fettfleck das Spülmittel auftropfen, kurz einwirken lassen und dann mit klarem Wasser ausspülen. Das funktioniert vor allem bei empfindlicher Kleidung gut, weil das Spülmittel diese nicht angreift (z. B. Seide o. Ä.). Ansonsten hilft auch Speichel sehr gut. Seine Enzyme entschärfen Flecken.

Nur bei 60 Grad wird Wäsche sauber

Stimmt nicht. Bakterien werden ab 40 Grad abgetötet. Aber: Damit sich keine Keime in der Maschine sammeln, ist es wichtig, ab und an mal heißer zu waschen. Deshalb: Küchentextilien wie Geschirrtücher und Spüllappen, auf denen sich Bakterien und andere Lebensmittelkeime tummeln können, sollten deshalb immer separat bei 60 Grad gewaschen werden.

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