Die häufigsten Augenkrankheiten

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Eine Augenkrankheit sollten Sie ernst nehmen.
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Augenheilkunde

Vor einiger Zeit war der Apfelbaum mit den vielen roten Früchten noch klar zu erkennen. Jetzt aber scheint ein grauer Schleier darüber zu liegen – so empfinden Patienten mit grauem Star die Veränderung ihrer Sehkraft. Neben Makuladegeneration und grünem Star gehört der graue Star zu den häufigsten Ursachen für eine altersbedingte Sehschwäche. Früh erkannt, kann das Augenlicht fast immer gerettet werden. Deshalb hier die drei häufigsten Augenkrankheiten – wie man sie erkennt und was dann zu tun ist.

Augenkrankheit Grauer Star (Katarakt)

Symptome

Bilder erscheinen unscharf und ohne Kontrast. Betroffene sind leicht geblendet.

Ursachen

Schuld ist eine Veränderung der Struktureiweiße in der Linse. Die Veränderung führt zum Verlust der Sehschärfe.

Risikofaktoren

u. a. Kortison-Medikamente, intensive UV-Bestrahlung, Rauchen und Diabetes.

Therapie

Anfangs reicht eine Brille aus, um die Sehschärfe zu korrigieren. Bei fortgeschrittener Erkrankung hilft eine Mini-Operation: Durch einen 2 Millimeter kleinen Schnitt in die Hornhaut ersetzt der Arzt unter örtlicher Betäubung die getrübte Linse durch eine Kunstlinse. Der Eingriff dauert zehn Minuten, schon am nächsten Tag ist die Sicht klarer. Nach sechs bis acht Wochen ist die Heilung abgeschlossen.

Augenkrankheit Grüner Star (Glaukom)

Symptome

Das Gesichtsfeld wird von außen her immer enger. Das gesunde Auge versucht die Einschränkung auszugleichen, sodass das Leiden oft erst spät entdeckt wird. Gefährlich, da es unbehandelt zur Erblindung führt.

Ursachen

Erhöhter Augeninnendruck oder Durchblutungsstörungen lösen eine schmerzlose, fortschreitende Schädigung des Sehnervs aus. Bluthochdruck begünstigt die Augenkrankheit. Auch Diabetes, starke Kurzsichtigkeit und Arzneien mit Kortison begünstigen das Leiden.

Therapie

In 90 Prozent aller Fälle können Augentropfen den Druck in der Augenkammer verringern. Im fortgeschrittenen Stadium senkt der Arzt den Augeninnendruck mit einen chirurgischen Eingriff oder mithilfe einer Laserbehandlung.

Augenkrankheit Makuladegeneration

Symptome

In der Mitte des Gesichtsfeldes erscheint ein grauer Schatten, das Bild ist unscharf und verzerrt, Farben sind nur sehr schwer zu erkennen.

Ursachen

Die Makula ist der Punkt des schärfsten Sehens im Zentrum der Netzhaut. Bei einer Degeneration verkümmern dort die Zellen für scharfes und farbiges Sehen. Bei der trockenen Form der Erkrankung sind Ablagerungen unter der Netzhaut und eine gestörte Durchblutung der Aderhaut ursächlich. Die feuchte Form entsteht durch kleine Blutungen der Gefäße hinter der Makula, die diese anschwellen lassen.

Risikofaktoren

Rauchen, Bluthochdruck sowie eine starke Röntgen-oder UV-Strahlenbelastung.

Therapie

Bei der leichten, trockenen Form reichen oft gesunde Ernährung, Sport und hoch dosierte Vitaminpräparate, um den Verlauf aufzuhalten. Die fortgeschrittene, feuchte Form kann mit einer Lasertherapie geheilt werden, bei der die undichten Blutgefäße verödet werden. Bei größeren Blutungen hilft ein Eingriff, bei der ein Augenchirurg das Blut unter der Netzhaut absaugt.

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