Die heimlichen Kopfschmerzauslöser

kopfschmerzausloeser b

Foto: © OSTILL - iStockphoto.com

Parmesan, Kopfkissen, Handtaschen...

Aspirin, Paracetamol und Ibuprofen – zu diesen Schmerzmitteln greifen die meisten, wenn sie von Kopfweh geplagt sind. Doch die Tabletten, die unsere Beschwerden eigentlich lindern sollen, können den Schmerz auch auslösen – und zwar jeweils dann, wenn sie öfter als zehn- bis 15-mal im Monat eingenommen werden. Wissenschaftler decken immer neue Kopfschmerzauslöser auf, die viele Patienten und selbst einige Ärzte noch nicht kennen. Hier sind die wichtigsten.

Einseitige Belastung durch schwere Handtaschen

Frauen, die immer wieder über Kopfschmerzen klagen, sollten ihre Handtasche überprüfen. Oftmals sind die täglichen Begleiter zu groß oder zu schwer und stellen dadurch eine einseitige Belastung für den Schulter-Nacken-Bereich dar.

Das Ergebnis: Eine Fehlhaltung, die Spannungs-Kopfschmerz hervorrufen kann.

Kopfschmerzauslöser Kiefer und Zähne

Wenn Sie oft unter Kopfschmerzen leiden und nicht wissen warum, sollten Sie sich von Ihrem Zahnarzt untersuchen lassen – eventuell werden die Beschwerden durch schiefe Zähne oder eine Kieferfehlstellung verursacht. Das Zubeißen belastet dann das Kiefergelenk – ein Umstand, der bis in die Halswirbelsäule wirkt und dort Verspannungen auslöst.

Die Folge: Kopfweh! Der Zahnarzt oder ein Kieferorthopäde können die Fehlstellung erkennen und behandeln.

Unangenehme Nebenwirkungen

Nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein? Dann studieren Sie bitte noch einmal genau den Beipackzettel. Denn Arzneimittel können häufige Kopfschmerzauslöser sein. Manche Blutdrucksenker, Herzmedikamente, Magensäureblocker sowie einige Antidepressiva sind potenzielle Auslöser von Kopfweh.

Nahrungsmittel-Intoleranz

Auch die Inhaltsstoffe bestimmter Lebensmittel können die schmerzhaften Beschwerden auslösen. Wer zum Beispiel nach dem Genuss von Salami oder Parmesan, Thunfisch oder roten Weintrauben einen Brummschädel bekommt, verträgt möglicherweise keine Histamine.

Der Grund für die Unverträglichkeit: Der Körper bildet zu wenig Enzyme, die den Stoff abbauen können. Typisch für die Histamin-Intoleranz sind neben Verdauungsbeschwerden Kopfschmerzen, die direkt nach dem Essen auftreten und nach ca. einer Stunde wieder abklingen.

Verspannungen im Schlaf

Ihnen dröhnt schon kurz nach dem Aufstehen am Morgen der Kopf? Dann lohnt sich ein Kissen-Check. „Viele schlafen auf zu großen Kopfkissen. Dabei können die Schultern nicht in die Matratze einsinken, der Nacken verspannt“, erklärt Detlef Detjen von der Aktion Gesunder Rücken. Die Folge sind Kopfschmerzen durch Nacken- oder Schulterverspannungen.

Zu wenig Magnesium

Auch Kopfschmerzen durch Magnesiummangel sind häufig. Denn eine unzureichende Versorgung mit dem Mineralstoff erhöht die Erregbarkeit von Muskeln und Nervenfasern. Die Folge sind Nacken- und Schulterverspannungen, die dann zu Spannungs-Kopfschmerzen führen.

Den Tagesbedarf von ca. 350 mg decken Sie am einfachsten mit einem guten Magnesium-Präparat aus der Apotheke (z. B. Magnesium Verla).

Ursache Wassermangel

Mindestens zwei Liter Flüssigkeit sollte jeder Erwachsene am Tag zu sich nehmen. Das Blut wird sonst dicker und die Sauerstoffversorgung lässt nach. Das lässt Sie dann auch der Kopf spüren. Sie sollten daher am besten stündlich ein Glas Wasser trinken. Auch im Akutfall kann ein großes Glas Mineralwasser kleine Wunder wirken.

Kategorien: