Die Krebstragödie, die sein Leben veränderte

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Der TV-Liebling in der Kulisse seiner beliebten Sendung „Markus Lanz“ (ZDF)
Foto: GettyImages

TV-Star Markus Lanz

Gerade erst imponierte er in seiner ZDF-Sendung „Markus Lanz“ mit seiner Gesprächsführung: Einfühlsam redete er mit den beiden ehemaligen Handballspielern, den Zwillingen Uli und Michael Roth (47), über deren Krebserkrankung an der Prostata. Ein Tabuthema, aber Markus Lanz (40) schuf eine Atmosphäre der Offenheit, in der jegliche Verlegenheit fehl am Platze war.

Verständlich, wenn man weiß, dass der beliebte Moderator selbst von einem Krebsdrama in der Familie betroffen war. Erst vor wenigen Tagen sagte er in der Talkshow „Kölner Treff“ (WDR): „Es war schwierig. Mein Vater war nicht mehr da.“ Hinter diesen schlichten Worten steckt eine Tragödie: Als Markus Lanz 14 Jahre alt war, starb sein geliebter Vater an Leukämie. Ein Schicksalsschlag, der sein Leben veränderte.

In den Tagen und Wochen nach dem Tod seines Vaters, als er die Liebe seiner Mutter Anna (75) am meisten benötigte, musste er wieder zurück in das Brixener Kloster-Internat Vinzentinum, wo er seit seinem elften Lebensjahr lebte.

Wie sich ein Kind fühlt, das den geliebten Vater verloren hat, kann wohl jeder nachempfinden. Aber wie mag es sein, wenn man sich dann nicht in die tröstenden Arme der Mutter flüchten kann, sondern in ein altes Gemäuer muss, in dessen langen, dunklen Fluren man sich ganz klein und einsam fühlt? „Die dicken Mauern kennen viele Geschichten von kleinen Jungs und ihrer Sehnsucht nach dem Zuhause“, sagt Lanz.

Das Verhältnis zwischen Markus Lanz und seiner Mutter war nicht ganz einfach. Er sagt: „Ich habe mir mit meiner Mutter ganz schlimme Kämpfe geliefert.“ Natürlich hatte es auch die Mutter durch den Krebs-Tod des Vaters schwer.

„Es war auch finanziell nicht einfach. Wir hatten einen Riesenhaufen Schulden“, erinnert sich der gebürtige Südtiroler. Diese Sorgen trieben Markus Lanz schon früh in die Arbeit: „Von nichts kommt nichts – die wichtigste Erkenntnis, die ich meiner Mutter zu verdanken habe.“ Heute achtet er seine Mutter sehr, ist dankbar für ihre Lebensklugheit. Ihre Weisheiten könnten mit die Quelle für seinen Erfolg sein.

Aber dieser Erfolg ist, wie Markus Lanz zugibt, immer noch von Wehmut überschattet: „Mein Vater war ein sehr warmherziger Mensch. Je weiter ich im Leben gehe, desto mehr vermisse ich ihn.“

Und jetzt versteht man auch, warum er sich regelmäßig beim Arzt durchchecken lässt. Und warum er in Interviews immer wieder betont, wie wichtig ihm das Verhältnis zu seinem kleinen Sohn Laurin (8) aus seiner Beziehung mit der RTL-Moderatorin Birgit Schrowange (51) ist. „Ich versuche, nicht nur ein Wochenend-Papa zu sein, sondern auch im Alltag präsent zu sein“, sagt Markus Lanz.

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