Die Kunst, das Leben zu genießen

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Das Leben mal aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten, eröffnet neue Horizonte.
Foto: Shutterstock/Ann Haritonenko

Ich liebe das Leben! Von der Kunst, den Augenblick zu genießen

Alles über die Kunst, jeden Moment in vollen Zügen zu genießen. Wie man den Alltag mit großartigen Augenblicken füllt und so endlich wieder sagen kann: "Ich liebe das Leben!"

Jeder von uns hat es sich schon mal gefragt: Wenn das mein letzter Tag wäre, wie würde ich den verbringen? Wäre ich happy mit meinem Leben? Oder, verdammt, gibt's tausend großartige Dinge, die ich nicht gemacht habe? Ganz ehrlich, wir alle kämen bei dieser Glücks-Bilanz doch auf viele, viele kleine und große Abenteuer, die uns durch die Lappen gegangen sind. Die üblichen Entschuldigungen: Alltagsstress. Keine Zeit. Kein Geld. Den Hintern nicht hochgekriegt.

Wollen wir uns wirklich damit abfinden? Auf keinen Fall! Seit "YOLO" (= You Only Live Once) eine geflügelte Abkürzung wurde, erscheinen uns die "Du lebst nur einmal, Schätzchen"-Momente plötzlich unglaublich kostbar. Nur - wie feiert man das Hier und Jetzt richtig?

Eigentlich ist das gar nicht so schwer. Denn unser Leben ist prall gefüllt mit magischen Momenten. Die Kunst ist bloß, sie zwischen all den lästigen Verpflichtungen nicht aus den Augen zu verlieren. Ute Lauterbach, Autorin des Buches "Werden Sie Ihr eigener Glückspilot" , erklärt: "Großartige Momente kann man nicht einfach von außen ans Leben ankleben. Man muss sie fühlen." Stimmt also die positive Grundeinstellung zum Leben, wird uns eine Ballonfahrt genauso ein "Yeah!" entlocken wie barfuß den Rasen zu mähen. Was wir wundervoll und bereichernd finden, bestimmen wir schließlich selbst.

Ein Riesenglück, denn: Den Alltag zu lieben, ist keine große Kunst , wenn man gerade Urlaub hat und den besten Cappuccino der Stadt serviert bekommt. Nur müssen wir unsere Zeit eben auch oft mit Dingen verbringen, die uns keinen großen Spaß machen. Oder mit Menschen umgehen, die wir bestenfalls okay finden. Deshalb ist es umso wichtiger, sich in der "Das ist mein Leben"-Zeit nicht bloß mit dem Mittelmaß zufrieden zu geben. Sondern die weniger erfüllenden Momente mit fantastischen zu übertrumpfen.

Wie man sich das Beste nimmt und das Leben genießen lernt? Zum Beispiel mit Großzügigkeit gegenüber sich selbst. Wer jeden Morgen in der überfüllten U-Bahn zur Arbeit fährt, darf sich am Wochenende auch mal ein Taxi gönnen. Und statt einer "Ja, schmeckt in Ordnung"-Pasta sollte es auch öfter mal ein kleines "Ich sterbe vor Glück"-Menü sein - das übrigens gar nicht immer mehr kosten muss.

"Alles steht und fällt mit dem bewussten Erleben", so Lauterbach. "Um großartige Momente wirklich auszukosten, muss man sie vor allem erst mal wahrnehmen." Zugegeben: Das ist oft nicht leicht. Weil die Vergangenheit und die Zukunft das Jetzt kräftig durch die Gegend schubsen. Wir uns einschränken lassen von Spielregeln, nach denen andere ihr Leben gestalten. Oder dem, was eigentlich vernünftiger wäre, als den Augenblick zu feiern.

Aber: Auch dieses verrückte Kurz-mal-die-Grenzen-Überschreiten ist bloß Übungssache. Die Sehnsucht danach lauert schließlich schon in uns und will nur freigelassen werden. Das Leben genießen? Tun wir's einfach!

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