Die Magie des ersten Dates

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Paare erstes Date
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JOY-Leser und ihr erstes Date

„Was ziehe ich an?“, „Wie wird er drauf sein?“, „Worüber soll ich reden?“ Vor der ersten Verabredung sind wir alle hochnervös, Männer übrigens genauso. Sieben Paare erzählen von diesem entscheidenden Moment ihrer Liebe – und zeigen, was sie beim ersten Date anhatten.

„Ich wählte extraflache Sandalen, damit ich ihn nicht überrage“

Franziska, 27, Projekt­managerin, und Marius, 25, Maschinenbau-Student, beide aus Berlin, zusammen seit vier Monaten

Marius: Wir standen nebeneinander auf der Tanzfläche in der Berliner Cocktailbar „Traumstrand“. Wer genau als Erstes was zu wem gesagt hat, wissen wir beide nicht mehr – wir hatten schon ein paar Drinks intus. Bleibenden Eindruck hat Franzi trotzdem hinterlassen: Wir tauschten Nummern und verab­redeten uns ein paar Tage später zum Date .

Franziska: An dem Abend im „Traumstrand“ trug ich zwölf Zentimeter hohe Schuhe . Marius war dadurch ein gutes Stück kleiner als ich. Als wir uns wieder dort verabredeten, war für mich klar, dass ich die flachsten Sandalen wählte – Männer sind ja von großen Frauen schnell eingeschüchtert. Beim Rest war ich mir weniger sicher: Ich probierte bestimmt fünf Oberteile an, bis ich mich wohl in meiner Haut fühlte. Ich wollte sexy wirken, aber ein zu großer Ausschnitt sollte es fürs erste Date auch nicht sein. Ich entschied mich dann für ein Shirt, meine geliebte Lederjacke und Röhrenjeans.

Marius: Als sie auf mich zukam, dachte ich mir: „Wow, hat die tolle Kurven!“ Vorher hatte ich sie eher unter der Rubrik „süßes Mädel“ abgespeichert, jetzt stand da eine echte Frau!

Franziska: Marius gefiel mir in der lässigen Weste und Jeans auch auf Anhieb – endlich mal ein Typ, mit dem ich nicht erst shoppen gehen muss, bevor ich ihn meinen Freundinnen zeige.

Marius: Was ich ihr erst später sagte: Ich hatte mir Taschentücher in die Schuhe gestopft, um größer zu wirken! Wie sich herausgestellt hat, war das allerdings gar nicht nötig – ich bin mit 1,77 Meter zwei Zentimeter größer als sie.

Franziska: Er hat meinen Drink gezahlt und mich gewärmt, als mir kalt war – so was mag ich. Deshalb hätte er mich ruhig schon küssen dürfen. Aber dazu kam es erst fünf Treffen später! Mit dem Sex haben wir noch mal so lang gewartet.

Marius: Ich wollte nichts überstürzen, deshalb landeten wir erst nach dem zehnten Date im Bett. Seitdem sind wir offiziell ein Paar. Im Februar machen wir zum ersten Mal gemeinsam Urlaub, in einem Wellnesshotel in Tangermünde. Und spätestens in einem Jahr wollen wir zusammenziehen.

„Er ließ mich drei Tage zappeln, bis er endlich anrief“

Petra, 36, Assistenzärztin, und Alain, 40, Immobilienmakler, beide aus München, zusammen seit fünf Jahren

Alain: Mein Freund sah sie zuerst. Er sagte: „Wahnsinn, guck mal, die da drüben an der Bar!“ Ich folgte seinem Blick und wusste: Die muss ich ansprechen! Ich nahm meinen Mut zusammen und hoffte, nicht abzublitzen. Oft sind so schöne Frauen ja eher arrogant.

Petra: „Nicht schlecht“, dachte ich mir, als Alain auf mich zukam, „ein gut aussehender Typ“. Er blieb vor mir stehen und sagte: „München hat einfach die schönsten Frauen!“ Ich war geschmeichelt und gab ihm nach einem kurzen Gespräch meine Nummer. Allerdings hätte er ein bisschen schneller anrufen können. Drei Tage hat er sich damit Zeit gelassen!

Alain: Sorry, Schatz, ich war beruflich unterwegs und hatte bis in die Nacht hinein Meetings. Zum Glück hast du gleich zugesagt, als ich dich zum Dinner im Sterne-Restaurant „Tantris“ eingeladen habe. Klar, dass ich dafür meinen besten Anzug rausgeholt habe.

Petra: Ich liebe es, chic auszugehen! Deshalb war ich begeistert, dass Alain mich ausgerechnet ins „Tantris“ eingeladen hat. Da wollte ich immer schon mal hin! Weil ich wusste, dass es dort superedel ist, habe ich mich richtig auf- gebrezelt. Ich musste nicht lange überlegen: Mein schwarzes Spitzenkleid von Boss war genau richtig dafür. Ich liebe es, weil ich mich darin elegant und sexy zugleich fühle. Dazu trug ich meinen besten Schmuck und verbrachte für Frisur und Make- up über zwei Stunden im Bad.

Alain: Mein erster Gedanke, als ich sie sah: „Wow, sie sieht umwerfend aus!“ Als ich sie nach dem Essen zu ihrem Auto brachte, bekam ich einen Kuss.

Petra: Sex hatten wir aber erst nach dem dritten Treffen. Mit dem ersten Anruf hat er mich ja so lange warten lassen, deshalb wollte jetzt ich ihn auch ein bisschen zappeln lassen.

Alain: Unsere Liebe ist nach fünf Jahren noch immer frisch, weil wir nicht zusammen wohnen und uns sehr viel Freiheit lassen. Trotzdem telefonieren wir bis zu zehnmal am Tag, wenn wir uns nicht sehen.

„Unser erstes Date war eine Hochzeit!“

Nina, 27, Studentin, und Andi, 31, Student, beide aus München, zusammen seit sechs Monate

Andi: Als Nina und ich zum dritten Mal als Letzte beim Barabend unseres Studentenwohnheims übrig blieben, glaubte ich langsam, aber sicher an Schicksal: Diese Frau passte offenbar super zu mir! Mein bester Freund heiratete demnächst und ich hatte noch keine Begleitung. An diesem Abend kam ich urplötzlich auf die Idee, Nina zu fragen. Auf der Hochzeit könnte ich sie besser kennenlernen und sie auch gleich etwas austesten. Schließlich würden viele meiner Kumpels da sein und ich war gespannt, wie sie sich mit ihnen verstehen würde.

Nina: Ich war total überrascht, als Andi mich als Erstes gleich zu einer Hochzeit einlud. Obwohl ich gerade stressige Prüfungen hatte, sagte ich zu. Um das passende Kleid zu finden, durchstreifte ich bestimmt zehn Boutiquen. Meinen Fund ließ ich dann von kritischen Freundinnen beurteilen. Aber eigentlich war mir schon klar, dass ich Andi mit einem hübschen Dekolleté bestimmt beeindrucken kann.

Andi: Und wie. Bisher hatte ich sie nur in Alltagskleidung gesehen. In ihrem Kleid sah sie noch viel heißer aus ...

Nina: Und das, obwohl ich überhaupt keine Zeit zum Stylen hatte: Wir waren wegen eines Staus viel zu spät dran, ich musste mich im Auto schminken und in der Tiefgarage umziehen.

Andi: Eine andere Frau hätte sicher herumgezickt, aber Nina nahm es easy. Das gefiel mir. Außerdem hat sie sich blendend mit meinen Freunden verstanden und, wie immer, bis zum Schluss durchgehalten. Meine Kumpels sagten mir, das Knistern zwischen uns wäre fast hörbar gewesen. Gut, dass wir ein Doppelzimmer reserviert hatten.

Nina: Ja. Schon auf der Tanzfläche küssten wir uns, danach schliefen wir miteinander. Es war wunderschön!

Andi: Dieses erste Date hat genau das gezeigt, was jetzt seit sechs Monaten unsere Liebe ausmacht: Wir haben zusammen unglaublich viel Spaß – und es passt im Bett.

„In meinem Dirndl konnte er mir nicht widerstehen!“

Stefanie, 23, BWL-Studentin, und Thorsten, 24, Zerspanungsmechaniker, beide aus Dachau, zusammen seit 15 Monaten

Thorsten: Der erste Eindruck, den ich bei Stefanie hinterlassen habe, muss unterirdisch gewesen sein: Wir lernten uns auf dem Geburtstag einer Freundin kennen und ich war schon ziemlich angetrunken.

Stefanie: Das stimmt. In den nächsten zwei Jahren sahen wir uns ab und zu wieder bei gemeinsamen Freunden. Doch ich fand Thorsten irgendwie immer etwas komisch und aufdringlich. Als er mich dann auf das Oktoberfest einlud, wo seine Familie jedes Jahr Tische reserviert hat, sagte ich eigentlich nur zu, weil ein sicherer Platz im Festzelt immer toll ist.

Thorsten: Natürlich trug ich Tracht. Dazu wählte ich mein bestes Hemd und rasierte mich akribisch. Ich hatte seit unserem ersten Treffen damals ein Auge auf Steffi geworfen und dachte mir: „Heute oder nie!“

Stefanie: Ich hatte mir für die Wiesn extra ein neues Dirndl gekauft. Bis ich fertig geschminkt war und mir eine aufwändige Zopffrisur geflochten hatte, verging über eine Stunde. Trotzdem war ich viel zu früh da.

Thorsten: Als ich Steffi vor dem Zelt auf mich warten sah, fielen mir fast die Augen aus dem Kopf: Obwohl sie in Hamburg geboren ist, sieht sie im Dirndl granatenscharf aus.

Stefanie: Thorsten klappte die Kinnlade herunter. Als er mir dreimal hintereinander sagte, dass ich die schönste Frau im ganzen Zelt bin, war mir schnell klar: Den hat’s erwischt! Wir haben uns super unterhalten, gleich ein Hendl geteilt und ordentlich gefeiert.

Thorsten: Nach dem Zapfenstreich liefen wir Hand in Hand über die Wirtsstraße – das hatte sich so ergeben. Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus und zog sie mit einem „Küss mich endlich!“ an mich.

Stefanie: Und genau das habe ich getan! Um uns herum johlten und jubelten die Passanten – es war fast wie im Film.

Thorsten: Danach hat sie sogar bei mir geschlafen! Aber es lief nichts außer Kuscheln. Vor dem ersten Sex waren wir noch zweimal gemeinsam auf der Wiesn und auf dem Owl-City-Konzert. Seitdem sind 15 Monate vergangen – und nächste Woche zieht Steffi bei mir ein.

„Wir haben uns bei einer Bad-Taste-Party verliebt!“

Vanessa, 19, Schülerin, und Michael, 20, Student, beide aus München, zusammen seit sechs Monaten

Vanessa: Mit dem Kennenlernen ließen wir beide es eher langsam angehen: Wir waren beide auf der gleichen Fachoberschule und ich fand Michael auch schon länger gut. Doch erst auf einer Bad-Taste- Party einer Klassenkameradin kamen wir uns näher.

Michael: Als sie reinkam, war ich wie geflasht: Wie kann man nur in so merkwürdigen Klamotten so unverschämt gut aussehen?

Vanessa: Ziel erreicht! Weißt du, wie lange es gedauert hat, bis ich etwas gefunden hatte, in dem ich okay aussah, aber nicht bemüht aufgestylt? Ich habe mich bestimmt hundert- mal umgezogen und sogar meiner Freundin Fotos von mir in den Outfits per WhatsApp geschickt, um ihre Meinung einzuholen. Alles nur, weil ich dir gefallen wollte …

Michael: So viele Gedanken habe ich mir nicht gemacht. Ich kramte einfach das Schlimmste aus dem Schrank: ein neongelbes Shirt, eine ausgebeulte Cordhose, alte Sportschuhe, einen hässlichen lila Schal und eine Nerd-Brille.

Vanessa: Trotzdem sahst du in meinen Augen toll aus. Wir haben uns an diesem Abend endlos miteinander unterhalten. Es war, als wäre sonst niemand im Raum …

Michael: Nach der Party begleitete ich sie bis vor ihre Haustür, wünschte ihr eine gute Nacht und gab ihr einen Kuss.

Vanessa: Nach drei Dates hat er für mich böhmische Kohlsuppe gekocht, nach einem Rezept seiner Oma, die bei ihm im Haus wohnt. Er wusste, dass ich ein, zwei Kilo abnehmen wollte, und dachte, das wäre das passende Gericht. Total süß von ihm. Danach hat er mich gefragt, ob ich mir mehr mit ihm vorstellen könne.

Michael: Ihre Antwort war zum Glück ein klares Ja.

Vanessa: Nach fünf Wochen habe ich das erste Mal bei ihm übernachtet, an diesem Abend ist es dann passiert. Im Sommer, wenn ich das Abi habe, wollen wir gemeinsam verreisen – und auch zusammen- ziehen ist ein Thema. Bis jetzt wohnen wir beide noch bei unseren Eltern.

Michael: Momentan sehen wir uns nur etwa dreimal pro Woche. Deshalb freue ich mich auch jedes Mal wie verrückt auf sie!

„Im August geben wir uns das Jawort!“

Silke, 31, Büro­kauffrau, und Uli, 36, Ingenieur für Luft- und Raumfahrttechnik, beide aus Augsburg, zusammen seit anderthalb Jahren

Uli: Dass Gegensätze sich anziehen sollen, ist Quatsch. Silke und ich passen so gut zusammen, weil wir uns so ähnlich sind. Wir lachen über die gleichen Witze und stehen beide auf actionreiche Sportarten wie Wakeboarden. Deshalb war ich nicht nur von ihrem Profilfoto beim Datingportal Friendscout24 begeistert – mit allem, was sie schrieb, sprach sie mir aus der Seele.

Silke: Ich gab ihm meine Nummer und schon beim ersten Mal telefonierten wir mehr als eine Stunde! Es war merkwürdig, wie vertraut er mir gleich war. Als er am Ende vorschlug, dass wir uns treffen sollten, sagte ich sofort Ja. Allerdings ließ ich mich von ihm an einer Tankstelle abholen – meine Adresse verriet ich ihm erst später. Man weiß ja nie!

Uli: Normalerweise bin ich stilsicher, aber vor dem ersten Date mit Silke stand ich ratlos vor dem Schrank. Es gibt schließlich nur eine Chance für einen guten ersten Eindruck. Mit einem frisch gebügelten weißen Hemd zu Jeans und meiner geliebten Schieber- mütze hoffte ich, nichts falsch zu machen.

Silke: Ich wollte unbedingt meine Lieblingsjeans anziehen, die macht nämlich einen super Po .

Uli: Sie in natura zu sehen, haute mich schier um. Sie hätte auch einen Kartoffelsack tragen können! Wir gingen am Augsburger Kuhsee spazieren und später Burger essen – doch wir bekamen beide kaum einen Bissen herunter, so nervös waren wir. Danach durfte ich sie nach Hause bringen.

Silke: Zum ersten Kuss kam es aber erst beim nächsten Date, bei einem romantischen Mittelalterfest. Dann ging alles ganz schnell: Nach ein paar Wochen zog ich bei Uli ein – und als er mich an meinem Geburtstag mit einem Heiratsantrag überraschte, zögerte ich keine Sekunde. Im August geben wir uns das Jawort.

„Anfangs hielt ich ihn für einen arroganten Poser“

Sandra, 23, Chemisch-technische Assistentin aus Dorfen, und Simon, 28, Einzelhandelskaufmann aus Poing, zusammen seit anderthalb Jahren

Sandra: „Was für ein arroganter Typ!“ Das war mein erster Gedanke, als Simon das Wartezimmer im Krankenhaus betrat, wo wir beide an einer klinischen Studie teilnahmen. Und dann rückte er mir zu allem Überfluss noch total auf die Pelle und setzte sich direkt neben mich, obwohl der ganze Raum leer war.

Simon: Aber diese Meinung hast du schnell revidiert, oder? Schließlich haben wir uns in den nächsten Stunden super unterhalten.

Sandra: Ja, stimmt. Ich war es dann auch, die ihn nach seiner Nummer fragte. Zwei Wochen später verabredeten wir uns in der Münchener Pizzeria „L’Osteria“. Ich stand davor bestimmt eine Stunde vor dem Kleiderschrank. Es war mir wichtig, dass ich auf Simon attraktiver als bei unserem Kennenlernen wirkte, wo ich nur Jeans und T-Shirt trug. Aber ich wollte trotzdem nicht so aussehen, als sei es leicht, mich zu erobern. Ich war mir so unsicher, dass ich sogar meine Mutter um Rat fragte. Bei meinem Minikleid mit Leopardenprint wurden wir uns endlich einig. Weil das aber ultrakurz ist, zog ich kurzerhand einen weißen Minirock und braune Leggings darunter.

Simon: Auf den ersten Blick hätte ich sie fast nicht wiedererkannt, so scharf sah sie aus! Wir quatschten dann während des Essens gleich weiter, als ob wir uns schon ewig kennen würden. Geküsst haben wir uns an dem Abend zwar noch nicht, aber wir feiern den Tag als unseren Jahrestag. Und wenn es weiterhin so gut läuft, können wir uns auch vorstellen, bald zusammenzuziehen.

Sandra: Simon überrascht mich immer wieder mit Kleinigkeiten, Konzerttickets zum Beispiel. Oder er holt mich, wenn ich ihn besuchen komme, vom Bahnhof ab, obwohl ich gar nicht mit ihm gerechnet habe. In diesen Momenten liebe ich ihn ganz besonders.

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