AbnehmenDie neue Hormon-Diät

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Die neue Hormon-Diät
Foto: Thinkstock
Inhalt
  1. Sind Ihre Hormone in Balance?
  2. Buchtipp
  3. Typ 1 – Ungleichgewicht der Stoffwechsel-Hormone
  4. Typ 2 – Ungleichgewicht der Glücks-Hormone
  5. Typ 3 – Ungleichgewicht der Sexual-Hormone
  6. Typ 4 – Ungleichgewicht der Stress-Hormone
  7. Typ 5 – Ungleichgewicht der Relax-Hormone
  8. Typ 6 – Ungleichgewicht der Schilddrüsen-Hormone

Abnehmen mit dem Hormonspiegel

Sie können hungern, so viel Sie wollen – wenn der Hormonspiegel nicht stimmt, nehmen Sie nicht ab. Finden Sie in unserem Psychotest heraus, ob Ihre Hormone in Balance sind – und verlieren Sie mit einem simplen Ernährungsplan bis zu fünf Kilo in zwei Wochen!

Wie viele Kilos wir auf die Waage bringen, ist keineswegs nur eine Frage der Essgewohnheiten, der Sportfrequenz oder Disziplin, dafür sind vor allem die Hormone verantwortlich“, erklärt Ernährungsmediziner Dr. Christian Matthai aus Wien. „Der weibliche Hormonspiegel ist ständigen Schwankungen unterworfen und das kann unseren Stoffwechsel aus dem Ruder bringen.

Jeder Eisprung, aber auch ungesundes Essen wie Fast Food oder Süßigkeiten, kann das Zusammenspiel der sensiblen Botenstoffe stören“, ergänzt er.Da die Hormone auch für die Fettverbrennung zuständig sind, kann ein Ungleichgewicht dazu führen, dass unser Stoffwechsel blockiert wird und wir stetig zunehmen. Mangelt es beispielsweise an Serotonin, werden wir träge, zu wenig Melatonin verlangsamt die Regeneration der Zellen.

Um Ihren Hormonspiegel auszugleichen, müssen Sie aber nicht, wie es derzeit viele Hollywoodstars tun, zu umstrittenen Hormonspritzen greifen. „Neueste wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass sich hormonelle Schwankungen durch eine abgestimmte Ernährungsweise sehr effektiv ausgleichen lassen“, sagt Matthai.

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Dr. med. Christian Matthai (37) ist Facharzt für Gynäkologie mit dem Spezialgebiet Hormone und Ernährung. Er hat eine Praxis in Wien.

Er rät, den Stoffwechsel mit einem ausgewogenen Frühstück anzukurbeln: „Eiweiß (Milch oder Käse) und langkettige Kohlenhydrate (Müsli und Obst) halten den Insulinspiegel in Balance und regen die Ausschüttung von Glücks- und Energiehormonen (Serotonin beziehnungsweise Dopamin) an.“ Zwischendurch sollte das Schilddrüsenhormon Thyroxin durch grünen Tee in Gang gebracht werden. Zur Mittagszeit verwertet der Körper Kohlenhydrate gut, nach 18 Uhr sollten Sie jedoch darauf verzichten – dann läuft die nächtliche Fettverbrennung optimal. Verzichten sollten Sie möglichst auf Weißmehlprodukte und Einfachzucker – diese bringen den Hormonspiegel schnell aus dem Gleichgewicht.

Sind Ihre Hormone in Balance?

Finden Sie zunächst mittels dem Psychotest in der Galerie heraus, ob und welche Hormone bei Ihnen im Ungleichgewicht sind – und wie Sie Ihre Balance mithilfe eines abgestimmten Essplans in nur zwei Wochen wieder herstellen.

Haben Sie mit dem Test oben herausgefunden, welche Hormone bei Ihnen aus der Balance sind? Auf den folgenden Seiten erfahren Sie mehr über die unterschiedlichen Typen und welche Essgewohnheiten für Sie am besten sind.

Buchtipp

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In seinem neuen Buch „Schlank durch Hormonbalance“ (Kneipp Verlag, um 15 Euro) erklärt Dr. Matthai, wie Sie überflüssige Kilos schnell wieder loswerden. Hier bei Amazon.de bestellen >>

Typ 1 – Ungleichgewicht der Stoffwechsel-Hormone

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Das steckt dahinter: Wenn wir Kohlenhydrate (Brot, Nudeln oder Süßes) essen , steigt der Blutzuckerspiegel im Körper an. Um diesen wieder abzusenken, wird von der Bauchspeicheldrüse das Stoffwechselhormon Insulin ausgeschüttet.

Was daran dick macht: Bleibt der Insulinspiegel durch ein ungesundes Essverhalten länger auf hohem Niveau, wird die Fettverbrennung in diesem Zeitraum über mehrere Stunden blockiert und der Stoffwechsel stattdessen darauf programmiert, Reserven zu bilden.

Was Ihnen guttut: Versuchen Sie, sich an feste Mahlzeiten zu halten. So verhindern Sie, dass der Blutzuckerspiegel zwischendurch immer wieder steil nach oben schießt. Von Süßigkeiten, Kuchen und Limonade lassen Sie besser die Finger. Obst , Gemüse und Vollkornprodukte sollten Bestandteil jeder Mahlzeit sein. So bleibt Ihr Insulinlevel langfristig auf gesundem Niveau.

Typ 2 – Ungleichgewicht der Glücks-Hormone

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Das steckt dahinter: An einem Tag sind Sie fröhlich und ausgelassen, am nächsten ist die Stimmung auf dem Nullpunkt? Schuld an diesem Wechselspiel der Gefühle ist das Glückshormon Serotonin.

Was daran dick macht: Befinden wir uns in einem Gefühlshoch, fällt uns alles leichter. Ob Schwimmtraining oder Spinningkurs – die Motivation, sich zu bewegen, ist viel größer. Sinkt der Serotoninspiegel allerdings ab, fährt auch der Stoffwechsel herunter und wir sind anfälliger für süße und zugleich kalorienreiche Seelentröster wie Schokolade.

Was Ihnen guttut: Beschränken Sie sich auf zwei Stückchen Schokolade am Tag. Die reichen aus, um dank enthaltenem Phenylethylamin die Ausschüttung von Glückshormonen zu verstärken. Noch besser funktioniert’s mit tryptophanreichen Lebensmitteln wie Reis oder Kartoffeln – daraus stellt der Körper selbst Serotonin her.

Typ 3 – Ungleichgewicht der Sexual-Hormone

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Das steckt dahinter: Wenn der Spiegel der beiden Hormone Östrogen und Progesteron an den Tagen vor Einsetzen der Periode sinkt, fühlt sich jede dritte Frau träge und nimmt besonders leicht zu – vor allem an den Hüften. Das „Prämenstruelle Syndrom“ bringt außerdem häufig ein unangenehmes Brustspannen und ausgeprägte Stimmungsschwankungen mit sich.

Was daran dick macht: Gerät das natürliche Auf und Ab der beiden Sexualhormone durcheinander, kann es zu Wassereinlagerungen im Bindegewebe beziehungsweise Cellulite kommen.

Was Ihnen guttut: Pflanzliche Hormone in Leinöl (Lignane) gleichen Schwankungen aus. Brokkoli und Kohlrabi wirken als natürliche Östrogenhemmer, ähnlich wie die Phythoöstrogene in Soja und Haferflocken. Frauen, die regelmäßig Vitamin -D-haltigen Käse essen, sind weniger anfällig für PMS- Beschwerden, Reis und Brennnesseltee entwässern das Bindegewebe.

Typ 4 – Ungleichgewicht der Stress-Hormone

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Das steckt dahinter: Durch permanenten Zeitdruck und Anspannung im Job steigt der Pegel der beiden Stresshormone Adrenalin und Cortisol im Körper rasant an.

Was daran dick macht: Eine Studie der Yale-Universität zeigt, dass chronische Anspannung fatale Folgen für die Figur hat. Laut Aussagen der Forscher nehmen Menschen mit konstant hohem Stresspegel in sechs Jahren rund zehn Kilo zu – und zwar vor allem am Bauch. Der Grund: Für den Organismus stellt Bauchfett einen wirkungsvollen Schutz in Stresssituationen dar, weil es in Notlagen schnell in Energie umgewandelt werden kann.

Was Ihnen guttut: Nehmen Sie sich Zeit für ein ausgewogenes Frühstück. Ein Müsli mit frischem Obst macht Sie weniger anfällig für Stress . Zwischendurch versorgt Sie Avocado mit Vitamin B6, das der Körper bei nervlicher Anspannung verbraucht. Das in der Banane enthaltene Magnesium wirkt beruhigend.

Typ 5 – Ungleichgewicht der Relax-Hormone

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Das steckt dahinter: Der natürliche Wach- Schlaf -Rhythmus in unserem Körper wird vom Schlafhormon Melatonin gesteuert. Dies wird nur bei Dunkelheit gebildet und sorgt dafür, dass wir müde werden und die nächtlichen Regenerationsprozesse ungestört ablaufen können.

Was daran dick macht: Kommt der Körper weniger als sieben Stunden pro Nacht zur Ruhe, wird tagsüber weniger vom Sättigungshormon Leptin, dafür mehr appetitanregendes Ghrelin produziert. Die Folge: Wir essen unbewusst mehr.

Was Ihnen guttut: Oft ist ein überlasteter Darm die Ursache für Schlafprobleme. Setzen Sie abends auf leichte Kost und trinken ein Glas warme Milch. Die Aminosäure Tryptophan wandelt der Körper in Melatonin um. Mit einem Löffel Honig wirkt die Einschlafhilfe noch besser.

Typ 6 – Ungleichgewicht der Schilddrüsen-Hormone

Das steckt dahinter: Die Schilddrüse ist einer der wichtigsten Taktgeber in unserem Körper. Sie produziert die beiden Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3), die die Höhe des Grundumsatzes regulieren.

Was daran dick macht: Je langsamer der Körper aufgenommene Nährstoffe verwertet, desto mehr Fett landet letztlich an Bauch und Hüften. Erschwerend kommt hinzu, dass uns ein Defizit der Schilddrüsenhormone müde und antriebslos macht.

Was Ihnen guttut: Hinter einem trägen Stoffwechsel steckt oft ein Flüssigkeitsmangel. Checken Sie zudem Ihre Jodversorgung. Das Spurenelement brauchen Sie, um Schilddrüsenhormone zu bilden. Viel Jod steckt in Meeresfrüchten.

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