Die neuen Handcremes im Test

die neuen handcremes im test
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Foto: Thinkstock

Handcremes im Redaktionstest

Unsere Hände müssen viel aushalten und sind gleichzeitig unsere Visitenkarte. Darum benötigen sie besonders viele Streicheleinheiten. Die SHAPE-Online-Redaktion hat die neuen Handcremes für Sie getestet.

Ob beim Händeschütteln, Gestikulieren oder beim Gegenübersitzen – häufig sind die Hände das erste, was man von seinem Gegenüber wahrnimmt. Doch unsere Hände sind nicht nur unsere ganz persönliche Visitenkarte, sie müssen auch so einiges über sich ergehen lassen.

Tag für Tag muten wir unseren Händen einiges zu. Sie müssen hier mal eine Kaffeetasse spülen, da mal ein Päckchen verpacken, sie müssen die Tasten unserer Computertastatur bearbeiten, sie werden zur Begrüßung geschüttelt, müssen unserem Gegenüber die Welt erklären – kurz: unsere Hände stehen mächtig unter Stress. Und darum sollten wir ihnen Aufmerksamkeit und Pflege widmen.

Wir haben die neuen Handcremes für Sie getestet. Zu unseren Testobjekten gehören dieses Mal: „Restylane Hand Cream“, „Shea Butter Hand Repair Cream“ von Burt’s Bees, „p2 Ultra Fresh Hand Lotion“, „Cold Cream“ von Avène, „Repair-Handcreme“ von Vichy, „Repair Handcreme“ von Eucerin und „Sofort einziehende Handcreme“ von Neutrogena.

Expresspflege to go

Schon klar, wer den ganzen Tag die Computertastatur bearbeitet, braucht einen Schnellversorger, der nicht schmiert. Ich möchte nämlich garantiert keine cremigen Tasten. Bei der „Sofort einziehende Handcreme“ von Neutrogena greife ich also schnell zu, denn auch der Vorgänger mit der norwegischen Formel hat mich schon überzeugt.

Anwendung: Mindestens einmal am Tag, nämlich morgens bevor ich meine Ringe anziehe, bekommen meine Hände eine Portion Pflege. Weil ich es als „Murmeltier“ gerade dann eilig habe, kann ich nicht lange warten. Und tatsächlich: kein Cremefilm der erstmal einziehen muss. Die Handpflege wird fix von der Haut aufgenommen.

Wirkung: Auch wenn’s beim Auftragen schnell gehen soll, bei der Wirkung hätte ich gerne einen Langzeiteffekt. Bis zum Nachmittag sind meine teilweise rauen Hände auch prima versorgt und die Nägel profitieren vom enthaltenen Provitamin B5. Wenn ich dann manchmal nachmittags nachlege, freue ich mich über die leichte Textur und kann gleich wieder in die Tasten hauen.

Preis-Leistungs-Verhältnis: Bei der nordischen Expresspflege kosten 75 ml um 4,50 Euro. Das liegt im preislichen Mittelfeld und ich greife gerne zu.

Fazit: Die Neutrogena Handcreme ist für mich sowieso schon ein Kosmetikklassiker, von dem ich seit Jahren nicht die Finger lassen kann. Die leichte Textur der „Sofort einziehenden“-Variante überzeugt voll und ganz und gehört unbedingt in ungeduldige Hände.

Text: Melanie Gutbier

Streichelzarter Handkuschler

Ich gebe es zu, ich bin ein echter Kuscheltyp! Vor allem liebe ich es, mit meinem Liebsten Händchen zu halten. Blöd nur, wenn meine Hände sich eher wie Schmirgelpapier anfühlen statt wie Samt und Seide. Damit ich ganz schnell wieder pärchenmäßig durch die Gegend laufen kann, teste ich die „Cold Cream“ von Avène.

Anwendung: Die kleine 50-Milliliter-Tube mit Klappverschluss entlässt die weiße Creme ganz easy. Aus dem kleinen Loch kommt nur wenig Creme, doch ich merke schnell: das reicht! Ruck zuck ist die Creme verteilt. Leider kleben meine Hände noch zwei drei Minuten.

Wirkung: Wow, das ist ja so, als hätte ich meine vormals rissigen und trockenen Hände in flüssige Seide getaucht! Zauberei! Meine Haut ist weich, ebenmäßig und zudem ein bisschen wärmer als vorher. Toller Nebeneffekt: Sogar einen Hauch von Glanz schenkt mir die „Cold Creme“.

Preis-Leistungs-Verhältnis: Die 50-Milliliter-Tube kostet rund 5 Euro – das ist ein fairer Preis.

Fazit: Alle Produkte von Avène haben als Basis heilendes Thermalwasser und kommen ohne Parfum aus. Das kommt mir sehr entgegen, denn nichts finde ich schlimmer, als wenn mir bei jeder Bewegung ein penetranter Duft in die Nase steigt und die Hände aufgrund der aggressiven Inhaltsstoffe brennen. Die „Cold Creme“ tut genau das, was sie soll: Sie entspannt, repariert – und hilft mir so überzeugend, dass ich endlich wieder Händchen halten kann!

Text: Frauke Hansen

Ein echter Handschmeichler

Ich habe sehr trockene Haut, besonders an den Händen. Darum creme ich sie spätestens nach jedem zweiten Händewaschen ein. Da ich als Redakteurin den Großteil meiner Zeit an der Computertastatur verbringe, ist mir bei der Auswahl der Handcreme besonders wichtig, dass sie schnell einzieht. Und natürlich soll sie gut riechen. Und eine handliche Verpackung haben, so dass man sie auch mal in einer Clutch verstauen kann.

Die Repair-Handcreme der Linie „Essentielles“ von Vichy ist dieses Mal mein Testobjekt. Ihre Verpackung spricht mich schon mal an: klein, handlich und ein frisches Design. In meiner Handtasche kann sich die 50-Milliliter-Tube auf jeden Fall sehen lassen. Und was mir auch auf Anhieb gefällt: Die Creme ist frei von Parabenen.

Anwendung: Schon eine kleine Menge der Repair-Handcreme genügt. Ihre Konsistenz ist nicht zu flüssig, aber auch nicht zu zäh. So lässt sich die Creme schnell und einfach einmassieren. Ganz nach meinem Geschmack, zieht sie schnell ein und hinterlässt keine Fettfinger auf meiner Tastatur. Und das enthaltene Rosenblüten-Extrakt verleiht ihr einen angenehmen aber nicht zu aufdringlichen Duft.

Wirkung: Nach mehrmaligem Auftragen kann ich tatsächlich einen positiven Effekt feststellen. Die Haut fühlt sich nicht mehr so rau an und wirkt auch optisch nicht mehr so strapaziert und rissig. Selbst direkt nach dem Händewaschen zwingt mich nicht gleich wieder ein trockenes Gefühl zu umgehenden, pflegenden Maßnahmen.

Preis–Leistungs-Verhältnis: 50 ml kosten um die 5 Euro. Das ist eigentlich ein fairer Preis, denn man kann das Produkt wirklich sparsam verwenden.

Fazit: Die Repair-Handcreme von Vichy kann sich sehen lassen. Sie ist angenehm in der Anwendung, zeigt eine zufrieden stellende Wirkung und hat einen fairen Preis. Und sie enthält keine Parabene. Zugreifen lohnt sich also.

Text: Dörthe Seubert

Weichmacher für Winterhände

Meine Hände werden im Winter extrem trocken und rau. Deshalb habe ich mir angewöhnt, immer eine Handcreme in der Tasche zu haben. Mein heutiges Testprodukt, die „Restylane Hand Cream“ gefällt mir deshalb bereits auf den ersten Blick. Mit ihrem kompakten Format in der handlichen 50-Mililiter-Tube ist die Creme perfekt zum Mitnehmen. Doch wie sieht es mit der Wirkung aus?

Anwendung: Der Geruch des Produkts ist dezent, frisch und erinnert mich ein wenig an den Duft einer Wassermelone. Auch das Gefühl beim Auftragen ist sehr angenehm: Die Handcreme hat genau die richtige Konsistenz und zieht sehr schnell ein.

Wirkung: Laut Herstellerangaben soll die Handcreme helfen, die natürliche Schutzbarriere der Haut und ihre Fähigkeit Wasser zu binden wieder herzustellen. Meine Haut fühlt sich auch sofort nach dem Auftragen sehr viel weicher und geschmeidiger an. Allerdings habe ich das Gefühl, dass die Wirkung der Creme nicht sehr lange anhält – was natürlich auch an meiner sehr trockenen Haut liegen kann. Deshalb muss ich alle paar Stunden nachcremen.

Preis-Leistungs-Verhältnis: Die Handlotion enthält neben Biotin und Reiskleie-Extrakt auch Hyaluronsäure, die für die Langzeit-Versorgung der Haut mit Feuchtigkeit sorgen soll. Wegen der hochwertigen Inhaltsstoffe hat die Creme allerdings auch ihren Preis – 50 ml kosten stolze 29,50 Euro.

Fazit: Leider habe ich das Produkt bisher nur für ein paar Tage testen können. Die Creme verspricht, auch die Nägel zu kräftigen und die Hautschutzbarriere wieder aufzubauen, doch diese Wirkung zeigt sich sicher erst nach längerer Anwendungszeit. Bisher bin ich mit der Handlotion recht zufrieden, würde mir allerdings wünschen, dass sie die Hände noch etwas länger mit Feuchtigkeit versorgt – dann fände ich auch den hohen Preis durchaus angemessen!

Text: Christine Butler

Raue Sitten

Jedes Jahr dasselbe Spiel. Sobald der Winter kommt fühlen sich meine Hände an als seien sie um Jahre gealtert. Da hilft nur intensive Pflege, was schnell zum Ärgernis wird, wenn die Creme noch Stunden später für klebrige Hände sorgt. Ob die „p2 Ultra Fresh Hand Lotion“ ein guter Begleiter ist, möchte ich in diesem Test herausfinden.

Anwendung: Aus der grünen Tube gönnt man seinen Händen gerne eine ordentliche Portion. Ob die auch zügig einzieht? Keine Sorge, erst einmal gut verteilt ist die Creme nach ein bis zwei Minuten fast vollständig von den Händen verschwunden.

Wirkung: Nach den ersten Anwendungen sind die Handflächen tatsächlich ein wenig glatter geworden. Auf den Handrücken herrschen aber nach wie vor raue Sitten. Gerade an extrem sensiblen Stellen ist schon besonders intensiver Gebrauch von Nöten.

Preis-Leistungs-Verhältnis: Die 100-Milliliter-Tube kostet knapp 3 Euro. Das nenne ich günstig.

Fazit: Die Kombination aus Lotuswurzel, Joghurt- und Grünem-Tee-Extrakten hat mich nur teilweise überzeugen können. An einigen Stellen sind meine Hände trotz intensiver Anwendung noch immer leicht rissig. Der sehr intensive Geruch nach grünem Tee ist Geschmackssache.

Text: Moritz Klopprogge

Geschmeidige Grundlage für Ringe und Co.

Knalliger Nagellack, glitzernde Ringe und Armbänder – diese Accessoires holen mir den Frühling in den Winter. Aber weil die kalte Jahreszeit meine Hände immer regelrecht austrocknet, traue ich mich kaum noch, meinen tollen farbenfrohen Schmuck zu zeigen. Mal sehen ob die „Shea Butter Hand Repair Cream“ von Burt’s Bees meine rauen Finger wieder in streichelzarte Hände verwandeln kann.

Die natürlichen Inhaltsstoffe wie Sheabutter, Macadamia-Öl, Kakaobutter und Sesamöl lassen mich hoffen: Kakaobutter soll trockene Haut geschmeidig machen und Sesamöl ist bekannt für seine durchblutungsfördernde Eigenschaft. Toll, Hautpflege und –straffung in einer Creme!

Anwendung: Beim Öffnen der Handcreme rümpft sich meine Nase, denn die Pflege riecht extrem medizinisch. Auf den Händen lässt sie sich aber gut verteilen und zum Glück zieht sie auch schnell ein.

Wirkung: Hm, meine Finger jucken nach der ersten Anwendung ein wenig, aber dafür fühlen sich meine Hände den ganzen Tag lang geschmeidig an. Toll! Ab der zweiten Anwendung krabbelt auch nichts mehr – nur der strenge Geruch bleibt.

  Preis-Leistungs-Verhältnis: 90 ml der reparierenden Handcreme kosten um 15 Euro – ein fairer Preis, für die reichhaltige und natürliche Pflege meiner Hände.

Fazit: Mein Nagellack und meine Ringe kommen an streichelzarten Fingern wieder viel besser zur Geltung. Einziger Minuspunkt: Meine Nase konnte sich einfach nicht so recht mit dem Geruch der Pflege anfreunden.

Text: Melanie Melzer

Creme mit Heil-Faktor

Das kalte Winterwetter macht meine Haut spröde und rissig. Normale Handcreme reicht bei mir in der kalten Jahreszeit nicht mehr aus. Da meine Hände also ein echter Härtefall sind, entscheide ich mich beim Handcreme-Test für ein Produkt für sehr angegriffene und beanspruchte Hände: Die „Repair Handcreme mit 5 % Urea“ von Eucerin verspricht schnelle Besserung und ist laut der Beschreibung genau das Richtige für extrem trockene und strapazierte Haut. Sogar bei Neurodermitis und Diabetes soll sie helfen – na dann los!

Anwendung: Ich massiere eine kleine Menge der Creme sorgfältig ein. Besonders zwischen den Fingern achte ich darauf, dass ich genug Creme anwende. Sie hat einen angenehmen, neutralen Geruch und lässt sich leicht verteilen.

Wirkung: Nach kurzer Zeit beginnt die Creme langsam einzuziehen. Die rissigen Stellen auf meinen Händen fangen ziemlich an zu brennen. Ob das ein Zeichen der Heilung ist? Dann wäre das Gefühl von tausend kleinen Nadelstichen wenigstens nicht umsonst.

 Um die Langzeitwirkung zu testen, wende ich die Creme trotzdem noch einige Male an. Nach drei Tagen ist meine Haut, insbesondere in den Finger-Zwischenräumen, leider immer noch trocken. Die Risse sind allerdings weitgehend geheilt – somit brennt die Creme beim Auftragen auch nicht mehr.

Preis-Leistungs-Verhältnis: 75 ml der „Repair Handcreme“ von Eucerin kostet etwa 6 Euro. Für den Preis hätte ich mir eine größere Wirkung erhofft.

Fazit: Obwohl die „Repair Handcreme mit 5 % Urea“ von Eucerin extra für sehr trockene und extrem strapazierte Haut geeignet sein soll, hat sie meine Hände leider nicht samtig weich gemacht. Die Risse sind allerdings erfolgreich geheilt, auch wenn das ganz schön gebrannt hat. Somit hat die Creme bei mir zwar den Heilungsprozess verbessert, ein lang anhaltendes Feuchtigkeits-Gleichgewicht konnte ich aber nicht feststellen.

Text: Maren Breuer

Intensivkur für die Hände

Frühmorgendlicher Kälteschock auf dem Fahrrad, weil ich meine Handschuhe nicht finden kann, ständiges Händewaschen und Geschirrabspülen – meine Hände benötigen jetzt eine Extraportion Pflege! Wie gut, dass ich die „Deep Comfort Hand and Cuticle Cream“ von Clinique testen darf.

Anwendung: Die zartgelbe Creme lässt sich mit einem leichten Druck einfach aus der Tube drücken. Die Creme ist nicht sehr flüssig, eher etwas zäh, so dass nicht die Gefahr besteht, gleich eine zu große Portion auf die Hände zu geben. Die Creme ist sehr ergiebig. Wer seine Hände normal pflegen möchte, für den reicht eine Menge kleiner als eine Haselnuss.

Wirkung: Die „Deep Comfort Hand and Cuticle Cream“ ist sehr reichhaltig, sehr cremig und somit sehr glitschig. Sagen wir es mal so: Wer seine Hände vor einem Trip ins Freie vor Wind und Wetter schützen möchte, oder ihnen vor dem Zubettgehen eine Extraprotion Pflege zukommen lassen möchte, der wird mit dieser Handcreme superglücklich. Wer sie jedoch auch mal im Büro zwischendurch benutzen möchte und danach mit Tastatur und Maus weiterarbeiten will, kann das erst einmal vergessen – akute Flutschgefahr!

Preis-Leistungs-Verhältnis: 75 Milliliter kosten 21 Euro – für eine Intensivkur, die man nachts auf die Hände gibt, ist der Preis okay. Dafür dass man tagsüber leider recht lange warten muss, bis der Schmierfaktor vorbei ist, ein bisschen zu teuer.

Fazit: Wer unter sehr trockenen, rissigen Händen leidet, wird mit dieser Handcreme glücklich werden. Solange er nach dem Auftragen genügend Zeit hat, die Pflegekur einwirken zu lassen. Für eine Speed-Pflege im Büro ist sie eher nicht geeignet.

Text: Katharina Korb-Gerum

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