Die richtige Bürste für Ihren Haartyp

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Ob für mehr Glanz, kurzes oder langes Haar, glattes oder Wellen: Bürste ist nicht gleich Bürste.
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So finden Sie die richtige Bürste für jeden Styling-Auftrag

Eine für alles? Nein! Ob Volumen, Glanz oder Locken - für jeden Look und jeden Haartyp gibt es eine spezielle Haarbürste!

Bei dem Riesenangebot an Bürsten ist es schwer, die richtige Wahl zu treffen: Modelle aus Plastik gibt es bereits für zwei Euro, Naturhaarbürsten kosten mindestens 20 Euro und mehr. Gut zu wissen: Die Investition in eine hochwertige Haarbürste lohnt sich. Schließlich kämmen Sie sich jeden Tag damit!

Natürlich muss eine Haarbürste gut in der Hand liegen. Viel entscheidender ist jedoch die Qualität der Borsten und deren Anordnung. Reine Rosshaar- oder Wildschweinborsten sind hier unübertroffen, sie nehmen das Haarfett auf, sind weich und daher ideal für feines Haar oder empfindliche Kopfhaut.

Haben Sie dickes, langes Haar, vielleicht sogar mit Locken? Fürs erste Durchkämmen empfehlen sich Holzbürsten oder eine sogenannte Paddlebrush mit weit auseinanderstehenden Borsten. Unbedingt darauf achten, dass jede mit einer abgerundeten Kugel versehen ist. Sobald eine fehlt, drohen Verletzungen an der Kopfhaut. Dies gilt besonders für die preisgünstigen Plastikbürsten oder Borsten aus Draht! Sind sie zu scharf, kann sogar das Haar gespalten werden - vor allem im nassen Zustand, wenn es sehr empfindlich ist.

Hilfreich fürs Föhnen sind Rundbürsten mit Hohlräumen und einem Thermokern. Sie speichern die Wärme; wenn es dann auskühlt, bekommt das Haar Stand und Spannkraft. Wer sich über elektrisch aufgeladenes Haar ärgert, kann es im Nu mit einer batteriebetriebenen Anti-Statikbürste erden.

Rundbürste

Optimal also für lange oder strukturgeschädigte Haare. Die Borstenstellung verhindert Überhitzung beim Föhnen. Für eine große Außen- oder Innenwelle ist diese Rundbürste das richtige Gerät! Auch für Volumen am Ansatz ist sie ideal. Optimal ist es, wenn die Bürste mittig hohl ist, damit die Föhnluft entweichen kann. Grundsätzlich gilt: Je dünner das Haar, desto kleiner kann die Rundbürste sein. Und noch ein Profi-Tipp: Haar mit dem Stiel in einzelne Strähnen abteilen.

Antistatik-Bürste

Sie besänftigt dank einer speziellen Beschichtung "fliegendes" feines Haar. Zur neuesten Antistatik-Generation zählen sogar batteriebetriebene Modelle, die den Haaren gleichzeitig einen seidigen Schimmer schenken.

Paddle-Brush

Optimal, um längeres, strähniges Haar sanft zu entwirren und auf Glanz zu föhnen. Sogar gewellte Haare bekommt man mit der Paddle-Brush in den Griff. Der Grund ist die extrem große Bürstenfläche. Am besten kriegt man damit die Haare glatt, wenn man gleichzeitig föhnt und bürstet - wobei der Föhn immer der Bürste folgt!

Naturhaar-Bürste

Naturborsten reinigen das Haar besonders schonend von Talg, Salz und Schmutz. Die Borsten greifen bis zur Kopfhaut. Das stimuliert die Haarwurzeln und sorgt für bessere Durchblutung. Sie bändigt selbst widerspenstiges Haar. Für mehr Fülle über Kopf frisieren.

Skelettbürste

Sie bringt sofort Volumen ins Haar und sorgt für optimalen Stand am Ansatz. Störrische Härchen haben hier keine Chance! Durch die großen Abstände der Borsten bekommt man sogar kurze oder Stufenschnitte besonders gut zu fassen. Deshalb kann man mit diesem Modell auch bei nicht so langen Haaren Volumen erzeugen. Tipp: Die Haarpartien beim Föhnen gegen die Wuchsrichtung bürsten.

Thermo-Bürste

Dank der gelöcherten Oberfläche speichert der Keramik- oder Aluminiumkern die Föhnwärme ideal. Das Haar wird blitzschnell trocken und erhält einen sanften Innen- oder Außendreh.

Toupierbürste

Vorne, Mitte, hinten - dieses Teil bringt Volumen! Egal wo. Einfach eine Strähne hochnehmen und mit der Bürste die Haare zum Ansatz schieben. Perfekt für den kurzen Schopf oder die lange Mähne.

So pflegen Sie Ihre Haarbürste

Auch Ihre Bürste wünscht sich hin und wieder etwas Zuwendung. Befreien Sie sie regelmäßig von Haaren, und waschen Sie sie einmal im Monat mit etwas Shampoo , um sie von Talg und Produkt-Resten zu befreien. Danach auf einem Handtuch trocknen lassen. Damit sich kein Staub ablagert, immer mit den Borsten nach unten aufbewahren.

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