... die Sie über Nüsse wissen sollten

die sie ueber nuesse wissen sollten

10 Dinge

Harte Schale, reicher Kern: Wo Sie die meisten Vitamine finden und wie Sie sich mit nur 50 Gramm täglich gesund knabbern

1) Kaufen Sie Nüsse am besten in der Schale. So sind sie etwa ein Jahr lang haltbar - ohne Schale nur 6-9 Monate. Wegen ihres hohen Anteils an mehrfach ungesättigten Fettsäuren werden Nüsse schnell ranzig. Zerkleinern Sie ganze Kerne erst kurz vor Verwendung, bewahren Sie sie dann im Kühlschrank auf.

2) Durch ihre Fähigkeit, Proteine, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente zu speichern, sind Nüsse natürliche "Nahrungsergänzer". Vitamin E (stoppt Alterungsprozesse) speichern vor allem Haselnüsse und Mandeln, Vitamin K (zur Blutgerinnung) steckt in Erdnüssen. Ideal für Sportler mit hohem Mineralbedarf sind Cashewnüsse (Magnesium) und Pistazien (Calcium, Eisen).

3) Wer im Job harte Nüsse zu knacken hat, sollte das öfter auch in Wirklichkeit tun. Denn die in Nüssen enthaltenen B-Vitamine härten ab gegen Stress und stärken die Konzentrationsfähigkeit. Das reichlich enthaltene Eiweiß fördert zudem den Stoffwechsel und dämpft die Lust auf Schokolade & Co.

4) Mit bis zu 73 Prozent (Macadamianuss) enthalten die meisten Nusssorten viel Fett. Zum Glück handelt es sich dabei um hochwertige, einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die den Cholesterinspiegel im Körper und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich senken. 50 g pro Tag reichen dabei aus, so Forscher der Uniklinik Barcelona.

5) Erdnüsse schmecken im Rohzustand so ähnlich wie Bohnen. Erst dasRösten nimmt ihnen die Bitterstoffe. Von allen Nüssen weisen sie den höchsten Eiweißgehalt auf. Aus diesem Grund ist die geniale Kombination mit ballaststoffreichen Trockenfrüchten im Studentenfutter leicht, aber dennoch äußerst sättigend.

6) Die Paranuss wächst meist wild in den Wäldern des Amazonas. Die bis zu 3 Kilo schweren Kapselfrüchte enthalten bis zu 40 Paranüsse mit einem extrem hohen Anteil an Mineralstoffen. Die harte Schale erfordert zum Öffnen aber eine spezielle Technik: Zunächst die schmale Seite in ganzer Länge leicht anknacken, dann die Nuss im Öffner kräftig quer spalten.

7) Der Kern der Kokosnuss ist hohl und mit süßlichem Fruchtwasser gefüllt, das sich mit zunehmender Reife zum Kernfleisch verfestigt. Mit Wasser püriert kann es zu Kokosmilch verarbeitet werden. Frische Kokosnüsse sollte man rasch verbrauchen - trocknet die Nuss ein, wird das Fleisch seifig.

8) Pinienkerne stammen aus Zapfen, die etwa drei Jahre zur vollständigen Entwicklung brauchen. Nach der Ernte muss man sie durch Wärme öffnen, dann die Kerne schälen, waschen, bürsten und sortieren - was ihren Preis erklärt. Ähnlich aufwändig: Pistazien, die nach der Ernte in Wasser eingeweicht, von der roten Samenhülle befreit, getrocknet, geröstet und gesalzen werden. Geöffnete Packungen bei beiden Nusssorten schnell verzehren, da die empfindlichen Kerne schnell an Aroma und Farbe verlieren.

9) Bei uns erhältliche Walnüsse stammen vorwiegend aus Kalifornien, den Mittelmeerländern sowie Chile. Nach der Ernte werden sie von der Außenhaut befreit, gewaschen und getrocknet. Keine andere Frucht hat einen so hohen Gehalt an Ellagsäure - der Gerbstoff stimuliert die Abwehrkräfte und schützt vor Krebs.

10) Unerfreulich: Manche Nüsse kommen bereits verschimmelt ins Haus. Das gilt besondern für Pistazien und Paranüsse, gelegentlich auch für Hasel- und Walnüsse. Sie sehen dann dunkel-schimmelig aus oder schmecken bitter. Das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz rät: auf keinen Fall essen, notfalls ausspucken. Denn hiner der Bitterkeit steckt das kanzerogene Schimmelpilzgift Aflatoxin.