Die Spritze gegen das Rauchen

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Kann eine einzige Spritze gegen das Rauchen ankommen?
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Nur eine Spritze vom Nichtrauchen entfernt?

Rauchen ist ungesund, wissen wir. Es ist lästig, bei eisiger Kälte vor die Tür zu müssen, um seiner Sucht nachzugehen. Außerdem schaden Zigaretten auch dem Kontostand. Was helfen kann: eine Spritze.

Etwa 30 Prozent der Deutschen rauchen . Doch immer mehr Menschen wollen mit dem Rauchen aufhören. Immer mehr Menschen wollen es nicht nur, sondern versuchen es auch. Sind zunächst hoch motiviert – um dann doch wieder zum Glimmstängel zu greifen.

Dabei gibt es viele Möglichkeiten , die das Nichtrauchen unterstützen können: Therapien oder Seminare, Nikotinersatzmittel (Pflaster, Kaugummis, Nasensprays, Tabletten), Hypnose oder Akupunktur – oder eben eine Spritze!

Die sogenannte Nichtraucherspritze enthält einen Cocktail aus pflanzlichen Wirkstoffen, Spurenelementen, Vitaminen und Medikamenten. Dieser Cocktail wird in die mittlere Hautschicht gespritzt und stillt immerhin die körperliche Abhängigkeit vom Nikotin . Das heißt: Das Rauchverlangen und Entzugserscheinungen wie Unruhe oder Gereiztheit werden laut Medizinern stark gemildert oder sogar komplett ausgeschaltet.

Das Faszinierende: Laut Befürwortern der Nichtraucherspritze, wirkt diese schon nach einmaligem Pieckser in bestimmte Akupunkturpunkte am Körper. Einige Ärzte bieten im Falle eines Rückfalls eine zweite Injektion an.

Und die Nebenwirkungen? Sie unterscheiden sich kaum von denen gängiger Spritzen, die da wären: kurzzeitige Kreislaufprobleme, leichte Blutungen an der Einstichstelle, selten auch individuelle allergische Reaktionen.

Allerdings: Die psychische Abhängigkeit wird durch die Spritze kaum beeinflusst. Deswegen empfehlen viele Ärzte, nicht allein auf die Spritze zu setzen, sondern zusätzlich ein Nichtraucherseminar zu belegen, welches die psychische Abhängigkeit bekämpft.

Und wer bezahlt’s? Die Behandlung kostet ab 90 Euro. Da es – wie bei vielen anderen Hilfsprodukten – keine Garantie für die Wirkung gibt, kommt offiziell leider kaum eine Krankenkasse für die Kosten auf. Fragen Sie freundlich bei Ihrer Krankenkasse nach, bekommen Sie gelegentlich Zuschüsse. Entscheiden Sie sich für die Spritze in Kombination mit einem Seminar, sind viele Krankenkasse von Ihrem Vorhaben und Ihrer Motivation überzeugter und eher bereit dafür zu zahlen. Schließlich sollten gerade Krankenkassen Ihr Interesse teilen, rauchfrei und somit gesund durch‘s Leben zu gehen.

P.S.: Laut dem Eurobarometer 2012 versuchen 66 Prozent der Raucher ohne Hilfsmittel mit dem Rauchen aufzuhören , was statistische gesehen nur selten beim ersten Versuch klappt. "Der Wille zum Aufhören ist dennoch die entscheidende Grundvoraussetzung", weiß Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum . "Ohne ihn nutzt auch kein Hilfsmittel."

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