Die Todesnachricht der Mutter erfuhr Marianne auf der Bühne

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Marianne über ihren Partner und Mann Michael (61): „Er fängt mich auf.“
Foto: Getty Images

Schock: Marianne & Michael

Wenn eine Mutter stirbt, sagt eine Volksweisheit darüber: „Du kannst weinen, weil sie gegangen ist, oder du kannst lächeln, weil sie gelebt hat.“ Und wie viel Wahres an diesem Satz dran ist, musste Marianne (57) vom Volksmusik-Duo „Marianne und Michael“ vor wenigen Tagen erfahren. Ihre Mutter Maria verstarb nach langem Leiden, aber dennoch völlig unerwartet, am Abend des 6. Mai im Alter von 85 Jahren.

„Ich hatte mittags noch mit ihr telefoniert“, sagt die Sängerin zu NEUE POST. „Nach dem Konzert in Wetzlar wollte ich nach Hause fahren. Ich sagte zu ihr: ‚Morgen sehen wir uns.‘ Und sie antwortete mir: ,Ja, ich freue mich auf dich.‘“ Das waren ihre letzten Worte.Ihre Seele litt, und bald auch ihre GesundheitLange war Maria Reiner noch fit. Aber der Tod ihres Mannes Hubert († 80) im April 2007 hat der alten Dame hart zugesetzt. Die Seele litt, und bald auch die Gesundheit. Über ihre Erinnerungen legte sich der dunkle Schatten der Altersdemenz. Dazu kam noch eine Gürtelrose. Marianne holte ihre Mutter zu sich ins beschauliche Baldham (Oberbayern), besorgte ihr eine Pflegerin und einen Ergotherapeuten. Sie spannte die ganze Familie ein: Ehemann Michael (61) und ihre Söhne Florian (29) und Alexander (27). Und sie verzichtete über Jahre auf Urlaub – aus Dankbarkeit: „Mutter hat mir den Rücken freigehalten, wenn wir unterwegs waren. Sie war zu jeder Stunde für mich da. Nun ist sie nicht mehr da.“ Umso trauriger, dass Marianne ihre geliebte Mutter nicht bis zum Schluss begleiten konnte.„Während wir auf der Bühne standen und unser Lied ‚Was ist das gegen die Ewigkeit‘ sangen, verstarb sie. Kurz vor dem Finale erfuhr ich davon und ging mit Tränen in den Augen die Showtreppe herunter.“Zeit, ihre Gesundheit dass Unfassbare zu beweinen, blieb nicht. Noch in der Nacht fuhr sie an das Totenbett, dann ging’s gleich weiter auf Tournee. „Momentan kann ich nur funktionieren. Man lernt halt, den Schalter umzulegen und voll Konzentration auf der Bühne zu stehen.“ Trost und eine starke Schulter bietet ihr in dieser Zeit ihre Familie. „Michael stützt mich und fängt mich auf. Ebenso die Kinder.“

„Sie war nur für die Familie da“Der Schmerz ist groß, doch das Andenken an ihre geliebte Mama gibt Marianne Kraft. „Wenn ich an meine Mutter denke, fühle ich große Liebe, Dankbarkeit und Fürsorge. Und die Hingabe, ein ganzes Leben lang nur für die Familie da zu sein.“Aber auch kindlich-sinnliche Erinnerungen mischen sich hinein. „Sie war die beste Köchin, die es gibt. Ihre Dampfnudeln oder Apfelkücherl waren sensationell.“ Bei der Gedenkfeier wurden extra diese Gerichte aufgetischt. Dabei wurde Marianne bewusst, wie überaus wichtig die liebe Verstorbene auch in ganz alltäglichen Dingen war: „Nach jeder Fernsehsendung rief ich noch am Abend an, wollte ihr ehrliches Urteil wissen.“Nun, so ist sich Marianne sicher, wird ihre Mutter ihre Ratschläge vom Himmel aus geben…

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