Die Turbo-Diät: Schnell 3 kg abnehmen

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Die Turbo-Diät - nicht für ein Leben lang, aber für den schnellen Erfolg.
Foto: RFF

Ganz schnell abnehmen

Die Turbo-Diät ist der Notfallplan, wenn die Kilos mal besonders schnell purzeln sollen. So bringen Sie Ihren Körper in 2 Wochen in Topform.

Manchmal ist es einfach so: Es kommt eine Feier oder eine Veranstaltung, bei der wir unbedingt in ein tolles, figurbetontes Kleid passen möchten. Oder für den Badeurlaub sollen noch rasch sechs Pfund runter. Für eine sanfte Diät ist es dann zu spät. Was jetzt hilft: die Turbo-Diät. Der US-Bestseller-Autor Bob Harper ("Skinny! Die Diät") hat sein zweites Buch genau diesem Thema gewidmet. In "FAT-Loser -Die Blitzdiät" (Goldmann, 8,99 Euro) beschreibt er, wie man - zugegeben auf eher radikale Weise - erfolgreich abnimmt. Neben der Ernährung spielt auch Sport eine bedeutende Rolle. DieBausteine der Turbo-Diät sind in einfachen Regeln zusammengefasst. Ganz klar: keine Ernährung, die wir auf Dauer empfehlen. Aber für die kleinen Notfälle des Lebens einfach gut zu kennen. Viel Erfolg!

1. 40:40:20 als ideale Nährstoffzusammensetzung

Innerhalb der Turbo-Diät sollte sich Ihre tägliche Kalorienzufuhr zu jeweils 40 % aus Proteinen und Kohlenhydraten und zu 20 % aus Fett zusammensetzen. Eiweiß ist wichtig, um satt zu machen und den Blutzucker zu stabilisieren. Die Kohlenhydrate sollen hauptsächlich aus Obst und Gemüse stammen, da sie dadurch gleichzeitig sättigende Ballaststoffe liefern. Fett trägt u. a. dazu bei, Haut und Gewebe geschmeidig zu halten, sollte aber nur 20 % der Energiezufuhr ausmachen. Optimal: den Teller mindestens zur Hälfte mit Gemüse füllen. Fleisch und Fisch lieber fettfrei im Ofen garen oder die Pfanne dünn mit Öl einsprühen oder -pinseln.

2. Kalorien stark reduzieren

Bob Harper rät zu nur 800 Kalorien täglich, um die Ziele schnell zu erreichen. Das ist tatsächlich extrem wenig, aber für einen kurzen Zeitraum durchzuhalten. Wer jedoch mit zu viel Hunger zu kämpfen hat, kann auch auf 1200 Kalorien pro Tag erhöhen.

3. Kaum Kohlenhydrate nach dem Frühstück

Die erste Mahlzeit des Tages gibt Ihnen in den nächsten Tagen die meiste Power. Sie macht richtig satt und versorgt Sie mit genügend Energie für den ganzen Tag. Mittags und abends stehen daher nur noch Proteine und Gemüse auf dem Speiseplan. Grund dafür ist die Appetitregulierung. Je später Sie Kohlenhydrate zu sich nehmen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie spätabends noch hungrig werden.

4. Trinken, Trinken, Trinken

Reichlich Wasser zu trinken hat viele Vorteile: Man isst weniger, wenn man vor der Mahlzeit ein großes Glas Wasser zu sich nimmt. Eine ausreichende Wasserzufuhr erhöht den Energieumsatz im Ruhezustand. Außerdem ist es wissenschaftlich belegt, dass eine erhöhte Wasserzufuhr über ein komplexes Wechselspiel dazu führt, dass die Leber stärker auf Fettverbrennung setzt. Trinken Sie daher mindestens 2,5 Liter Wasser pro Tag.

5. Bewegung vor dem Frühstück

Sich direkt morgens zum Sport aufzuraffen kostet vielleicht Überwindung, ist aber Teil der Turbi-Diät. Sie werden schnell merken, wie gut es Ihnen tut: Die Muskeln werden gedehnt, der Stoffwechsel wird angekurbelt, und Sie fühlen sich frisch für den Tag. Keine Sorge, Sie sollen kein anstrengendes Aerobic-Training absolvieren, sondern sich einfach nur etwas an der frischen Luft bewegen. 45 Minuten walken oder Rad fahren wären ideal, weniger ist immer noch besser als gar nicht. Warum Sie das vor dem Früh-stück tun sollten, hat zwei Gründe: Zum einen haben Sie dadurch keine Zeit, das Training aufzuschieben und Ausreden zu erfinden. Zum anderen zeigen viele Studien, dass ein Zusammenhang zwischen Bewegung auf leeren Magen und Gewichtsverlust besteht.

6. 15 Minuten Blitztraining

Um den Körper zu straffen, reicht schon ein kurzes Blitztraining von 15 Minuten. Planen Sie das möglichst dreimal pro Woche in Ihren Alltag ein. Um den ganzen Körper zu trainieren, sind z. B. zehn Kniebeugen, zehn Sit-ups und fünf Liegestütze auf den Knien im Wechsel mit kurzen Pausen optimal.

7. Weniger Salz verwenden

Zu viel Salz ist ungesund. Leider haben wir das Gespür dafür, wie viel wir tatsächlich verzehren, weitestgehend verloren. Nutzen Sie daher diese zwei Wochen, um Ihre Geschmackssinne wieder zu sensibilisieren. Verwenden Sie beim Kochen z. B. nur ein Viertel der herkömmlichen Menge Salz und verzichten Sie auf Fertiggerichte, die sind nämlich meist sehr salzig. Nehmen Sie stattdessen mehr Zitronensaft, Kräuter und Gewürze. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt maximal 6 g Salz pro Tag. Das entspricht einem Teelöffel.

8. Gemüse geht immer

Gemüse dürfen Sie so viel essen, wie Sie möchten. Konzentrieren Sie sich besonders auf die grünen Sorten. Gemüse enthält jede Menge Vitamine und Mineralstoffe, es reguliert auf natürliche Art und Weise die Darmtätigkeit, und es entwässert den Körper.

9. Immer schön nüchtern

In diesen zwei Wochen ist Alkohol für Sie tabu, denn er dämpft das Zentralnervensystem, begünstigt Wassereinlagerungen, verändert den Stoffwechsel und bremst die Fettverbrennung. Außerdem enthemmt Alkohol und schränkt die rationale Verhaltenskontrolle ein. Sprich: Nach einem Gläschen Wein ist es viel, viel schwerer, dem Impuls, den Kühlschrank zu plündern, zu widerstehen ... .

10. Ein Espresso am Tag

Kaffeegenuss hat zahlreiche positive Begleiterscheinungen, von einer besseren Blutzuckerkontrolle über ein geringeres Herzinfarktrisiko bis hin zu einem verbesserten Fettstoffwechsel. Trinken Sie daher einen, wenn Sie mögen, auch zwei oder drei Kaffee oder Espresso am Tag. Am besten natürlich ohne Milch.

Drei Kohlenhydratarme Rezepte

Frühlingssalat

Für 1 Portion 30 g Spitzkohl klein schneiden. 30 g Keniabohnen in Salzwasser ca. 10 Minuten kochen. Nach ca. 6 Minuten 40 g Blattspinat und Kohl zugeben. 1 TL Haselnüsse ohne Fett rösten. 1 Scheibe Schinken klein schneiden, in ½ TL Öl braten. Mit wenig Ahornsirup beträufeln. 1 TL Essig mit Zucker, Salz und Pfeffer würzen. 1 TL Öl unterschlagen. Gemüse, Nüsse, Schinken und 2 EL Kichererbsen mit der Vinaigrette mischen. Ca. 170 kcal

Fisch mit Gemüse

Für 1 Portion ½ Stange Porree und ½ Zucchini in Streifen schneiden. Beides in 1 TL Öl braten, salzen, pfeffern. 50 g geröstete Paprika (Glas) mit 20 g Butter, etwas Thymian und Petersilie mixen. Würzen. 120 g Rotzungenfilet würzen, auf ein Stück Backpapier legen, mit der Paprikabutter einstreichen. Im Papier einschlagen, bei 200 °C ca. 15 Minuten backen. Ca. 320 kcal

Ceasar Salad

Für 1 Portion 20 g Parmesan hobeln. ¼ Avocado mit 1 TL Zitronensaft, 1 EL Joghurt und 1 Sardellenfilet pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Chili würzen. 70 g Hähnchenfilet würzen, in 1 TL Öl ca. 10 Minuten braten. ½ Römersalat klein schneiden, 40 g Salatgurke und 25 g Kirschtomaten klein schneiden. 1 Scheibe Schinken braten. Alles anrichten. Ca. 320 kcal

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