Die wichtigsten Yoga-Arten

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Yoga-Special

Ashtanga, Bikram oder Kundalini? SHAPE Online hilft Ihnen, die richtige Yoga-Art für Ihren Typ zu finden.

Yoga ist nicht gleich Yoga. Wer sich zum Ausprobieren einfach bei irgendeinem Yogakurs anmeldet, dem kann passieren, dass er unter sehr spirituell angehauchten Yogis Mantren, also Silben oder kurze Merksprüche, singt und lange meditieren muss. Es kann aber anderseits auch vorkommen, dass die körperlichen Übungen - sie werden auch Asanas genannt - so anstrengend sind, dass man sich schon nach zehn Minuten wie nach einer Stunde Joggen fühlt.

Wieder andere Yoga-Arten wollen vor allem die Muskeln kräftigen, die Flexibilität erhöhen und das Körperbewusstsein verbessern. Bevor Sie sich also voller Elan in einem Studio einschreiben, sollten Sie sich vorab informieren, welches Yoga Ihnen am meisten Spaß machen könnte (siehe auch Psychotest: Welcher Yoga-Typ bin ich?). Meist werden die folgenden Varianten angeboten:

Ashtanga Yoga ist die Power-Variante der Yoga-Arten. Denn bei dieser Yoga-Form trainiert man die Ausdauer und die Atemtechnik. Die Übungen werden fließend und dynamisch ausgeführt - das heißt, die einzelnen Asanas werden durch Sprünge miteinander zu einem Bewegungsablauf verknüpft, und es gibt nur wenig Pausen zwischen den Übungen. Das Spirituelle und die Meditation spielen so gut wie keine Rolle. Asthanga Yoga wird oft in Fitness-Studios angeboten.

Bikram Yoga findet in einem Raum statt, der auf 38 bis 40 Grad erwärmt wird. Dadurch sollen die Muskeln geschmeidiger sein und besser gedehnt werden können. Das Verletzungsrisiko ist geringer. Außerdem soll die Hitze den Entschlackungsprozess ankurbeln. Es gibt genau 26 Übungen, die von Stunde zu Stunde immer in der gleichen Reihenfolge wiederholt werden. Spirituelle Aspekte sind weniger wichtig. Diese Yoga-Art sollte man nicht machen, wenn man mit dem Herz-Kreislaufsystem Probleme hat.

Hatha Yoga gehört zu den Klassikern. Hier geht es vor allem um körperliche Übungen. Dazu kommen Entspannungs- und Meditationsübungen. Teilweise werden auch Mantren gesungen. Ziel ist es, Muskeln, Sehnen und Bänder zu kräftigen und zu dehnen und die inneren Organe zu stärken. Ebenso soll der Kreislauf angeregt werden.

Iyengar Yoga wird teilweise mit Hilfsmitteln wie Holzblöcken, Decken und Gurten durchgeführt. Gerade für Anfänger und Menschen mit körperlichen Einschränkungen wird es dadurch etwas einfacher. Im Vordergrund steht die exakte Ausführung der Übungen. Spirituelles und Meditation spielen dagegen eine untergeordnete Rolle.

Jivamukti Yoga ist derzeit sehr populär. Die Stunden werden mit Musik begleitet. Auch hier gehen die Bewegungen der Asanas fließend ineinander über, was sehr schweißtreibend sein kann. Darüber hinaus rezitiert der Yoga-Lehrer in Schriften und spricht über Philosophien oder Lebensweisheiten. Man singt Mantren und meditiert. Auch das Spirituelle ist ein Bestandteil von Jivamukti Yoga.Kundalini Yoga ist eine spirituelle Yoga-Art, bei der es vor allem darum geht, das seelische Befinden zu verbessern. Atemübungen stehen im Vordergrund. Bei den Asanas werden die Stellungen etwas länger gehalten, um währenddessen den Geist arbeiten zu lassen. Allerdings gibt es hier keine extremen Dehnungen und Haltungen. Ziel ist, durch Körper- und Energiearbeit das persönliche Sein zu finden. Helfen sollen dabei auch das Singen von Mantren, Meditiation und symbolische Handzeichen, die sogenannten Mudras.

Luna Yoga ist speziell auf Frauen abgestimmt. Neben den Asanas gibt es Atemübungen und Entspannungstechniken. Das Besondere sind aber Trance- und Traumreisen sowie Tänze, die den weiblichen Zyklus harmonisieren sollen. Auch Reflexzonen werden stimuliert.

Sivananda Yoga ist meditativ und spirituell. Jede Yoga-Stunde werden zwölf Übungen in der gleichen Reihenfolge sehr exakt durchgeführt. Die Asanas sind teilweise anspruchsvoll. Durch die Konzentration auf die Atmung und das Energiezentrum kommen die Gedanken zur Ruhe. Mantren und Gebete gehören ebenso zum Programm.

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