GeburtDiese Bilder machen klar, wie hart eine Kaiserschnitt-Geburt wirklich ist!

Dieses Fotos zeigen, wie hart eine Kaiserschnitt-Geburt wirklich ist.
So kann der Bauch einer Mutter nach einer Geburt per Kaiserschnitt aussehen.
Foto: facebook.com/raye.lee.71

Ein Kaiserschnitt, weil er so viel einfacher ist, als eine vaginale Geburt!? Diese Bilder machen eindeutig klar, dass Kaiserschnitt nie „der einfache Weg“ ist.

So manche Mutter muss sich wirklich blöde Sprüche anhören, wenn sie ihr Kind per Kaiserschnitt zur Welt gebracht hat. „Hattest wohl keine Lust auf die lange Geburt?“ oder „Wolltest wohl sichergehen, dass es nachher beim Sex nicht wehtut und du nicht inkontinent wirst!“ sind solche Sprüche. Besonders schlimm wird es, wenn die Mutter einen geplanten Kaiserschnitt durchführen lässt. Dann werden ihr erst recht mangelndes Durchhaltevermögen und Schwäche vorgeworfen. Dabei gibt es oftmals wichtige medizinische Gründe für den Kaiserschnitt - und wenn dieser Eingriff durchgeführt werden muss, weil Baby und Mutter in Lebensgefahr sind, wird der Not-Kaiserschnitt erst recht oftmals zu einer traumatischen Erfahrung.

"Es war die schmerzhafteste Erfahrung meines ganzen Lebens."

Viele Frauen nehmen die fiesen Kommentare hin und verschweigen, wie hart ihre Kaiserschnitt-Geburt wirklich war, weil sie anderen Frauen keine Angst machen wollen. Doch eine Frau hatte jetzt genug!

Die Amerikanerin Raye Lee hat auf ihrer Facebook-Seite Fotos von ihrem Bauch nach dem Kaiserschnitt veröffentlicht. Der Kaiserschnitt wurde durchgeführt, als sie 38 Stunden in den Wehen lag und die Herztöne ihres Babys plötzlich schwächer wurden. Mit diesen Bildern will sie endgültig klarstellen, dass ein Kaiserschnitt niemals „der einfache Weg“ ist – sondern ein tiefgreifender und schmerzhafter Eingriff, der eine Frau noch sehr lange nach der Geburt physisch und psychisch sehr belasten kann!

In ihrem Post beschreibt Raye Lee, wie dramatisch die Geburt ihres Babys war:

"Es war die schmerzhafteste Erfahrung meines ganzen Lebens. Ich gehöre jetzt zum Stamm der besonders harten Mütter, die diese Narbe auf ihrem Körper tragen, als Zeichen dafür, dass ein Baby aus ihrem Körper herausgeschnitten wurde. Dabei kann man sterben, weißt du?

Dieses Gefühl, wie ein schreiendes Baby aus meinem Bauch gezerrt wurde, durch einen Schnitt von 13 Zentimetern (!), der immer weiter reißt, während dein Kind durch all die Schichten von Fett, Muskeln und Organen gezogen wird (welche die Ärzte teilweise auf den Tisch nebenan legen, damit sie weiter schneiden können, um besser an dein Baby ranzukommen) war absolut nicht die Geburtserfahrung, wie ich sie mir für die Geburt meines Sohnes vorgestellt hatte.

Nichts daran war angenehm.

Du brauchst deine Bauchmuskeln jeden Tag, selbst um dich hinzusetzen. Stell dir vor, wie es ist, wenn du diese Muskeln nicht mehr benutzen kannst, weil sie von einem Arzt zerrissen wurden, der sie nachher über mehr als sechs Wochen nicht reparieren kann, weil das nur dein Körper auf natürliche Weise machen kann.

Wenn nach der Geburt die erste Krankenschwester will, dass du aus dem Bett aufstehst, und der unfassbare Schmerz eines Körpers dich durchfährt, der erst zerschnitten und zerrissen und dann wieder zusammengenäht wurde, dann verstehst du, wie unfassbar falsch die Annahme ist, ein Kaiserschnitt könnte "der einfache Weg" sein. All die Menschen, die so etwas denken, können mich mal.

Ich bin die stärkste Frau, die ich kenne. Nicht nur für mich selbst, auch für meinen wunderschönen Sohn. Und ich würde das immer wieder durchmachen, jeden Tag, nur um sicherzugehen, dass ich jeden Tag sein lächelndes Gesicht sehen darf."

So glücklich sah Raye übrigens aus, als die Geburt endlich überstanden war und sie ihren kleinen Sohn Roxas Orion gesund in den Armen halten konnte:

 

 
 

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