Diese Großmutter spielt das letzte Mal mit ihrer Enkelin

lindsay sandford artikel
Hier strickt Linday Sandiford
Foto: lindsaysandiford.org/

Lindsay Sandiford hatte vor ihrem Tod noch einen Wunsch: Sie wollte ihre Enkelin sehen. Wer jetzt denkt, die 59-Jährige sei todkrank, liegt falsch. Sie ist zum Tode verurteilt, weil sie Kokain geschmuggelt haben soll. Auf Bali wartet Sandiford darauf, erschossen zu werden. Nun durfte sie ihre kleine Enkelin zum ersten und zum letzten Mal sehen.

Die Geschichte der 59-jährigen Britin ging um die Welt: Sandiford wurde im Mai 2012 am Flughafen festgenommen. Im Gepäck rund 4,8 Kilo Kokain. Ihr wird vorgeworfen die Drogen auf die Partyinsel geschmuggelt zu haben. Gesamtwert: rund zwei Millionen Euro. Wer in Indonesien mit Drogen handelt, muss mit der Todesstrafe rechnen.

Sandiford behauptete von den Drogenhändlern erpresst worden zu sein. Sie hätten gedroht ihrem Sohn etwas anzutun, wenn sie die Drogen nicht schmuggeln würde. Das Gericht hielt ihre Aussage allerdings für nicht glaubwürdig und widersprüchlich. Sie wurde daher zum Tod durch Erschießen verurteilt.

Menschenrechtsorganisationen halten das Urteil für zu hart. Schon der Schmuggel von 5 Gramm kann in Indonesien mit dem Tod bestraft werden.

Jetzt hat sich der letzte Wunsch der Todeskandidatin erfüllt. Sie durfte ihre kleine Enkelin das erste Mal sehen. Höchstwahrscheinlich wird es auch das letzte Mal für die 59-Jährige sein. Schon bald soll das Todesurteil vollstreckt werden. Bei dem Besuch der Enkelin im Gefängnis entstand dieses rührende Foto:

Auf lindsaysandiford.org kämpfen Sandifords Familie und Anhänger für eine Herabsetzung der Strafe. Hier erzählt die Britin auch ihre ganze Geschichte. Vor dem Tod wird sie das vermutlich nicht retten können, denn die Indonesische Regierung hat bereits angekündigt alle zum Tode verurteilten Gefängnisinsassen bis Ende 2015 hingerichtet haben zu wollen.

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